RL-Rational

Gott hat uns den Verstand gegeben, aber nicht verboten ihn zu benutzen!

Offener Brief an Greta Thunberg

Liebe Greta,

dies ist ein offener Brief, den ich Dir leider nicht persönlich zustellen kann, da ich keine entsprechende Kontaktadresse besitze und auch nicht gefunden habe, trotz intensiven googelns. Er ist auch als kritischer Beitrag für alle gedacht, die sich wie Du um eine alarmistische Entwicklung unseres zukünftigen Klimas und unserer Erde Sorgen machen.

Du – ich darf mit meinen betagten Jahren von über 70 noch Du sagen – bist nun eine Galionsfigur des Klimaalarms geworden, ausgezeichnet mit der Goldenen Kamera und vorgeschlagen für den Friedensnobelpreis. Eine riesige Schar begeisterter Schüler folgt Deiner Friday for Future Mobilisierung. Das gönne ich Dir von Herzen, zumal Du – wie Du sagst gar nicht anders kannst, als bei einer Dir berichteten Gefahr in Panik zu geraten und Dein ganzes Streben auf die Vermeidung dieser Gefahr zu richten.

Schade finde ich, dass Du die Auszeichnung mit der Goldenen Kamera den Ökoterroristen – anders kann man sie nicht bezeichnen – des Hambacher Forstes gewidmet hast. Wer auch immer Dir dies eingeredet hat, das war keine gute Idee.

Du bezeichnest Dich als Realistin. Insoweit wären wir eigentlich Verwandte im Geiste.

Aber Dem ist nicht so. Panik und Realismus vertragen sich nicht. Was ich als Realismus bezeichne unterscheidet sich doch sehr von Deiner eigenen Einschätzung.

Ich bin promovierter Physiker und habe mich seit 20 Jahren mit dem Klima und seinem Wandel intensiv beschäftigt. Als Naturwissenschaftler muss man Skeptiker sein, sonst hat man seinen Beruf verfehlt.

Realistisch sein heißt, Hypothesen, Theorien und Modelle mit den Messungen zu vergleichen. Stimmen die Modelle nicht mit den Messungen überein, so sind die Modelle falsch, unabhängig davon wieviele Anhänger die Modelle haben und wer sie gemacht hat, unabhängig von seiner Stellung oder offizieller Bedeutung.

Das ist die Basis jeder Naturwissenschaft.

Ich bin also Realist, Skeptiker und werde oft als Leugner beschimpft.

Wie idiotisch! Welcher Physiker bei Verstand würde leugnen, dass das Klima sich ändert und dass der Mensch zur Klimaveränderung durch Emission des Treibhausgases zur globalen Erwärmung beiträgt.

Aber fast alle Physiker, die finanziell nicht abhängig sind vom alarmistischen Klima, sind Skeptiker desselben.

Wir sind der Meinung, dass die Messungen der globalen Temperaturen oder der Meeresspiegelerhöhung keinen Anlass zur Panik bieten. Alle Messungen lassen sich im Internet abrufen.

Es sind nur die physikalisch prinzipiell unvollständigen Modelle, auf die sich Klimaalarmisten berufen. Aber sie bezeichnen ihre Modelle wohlweislich nicht als Voraussagen, sondern als mögliche Szenarien. Sonst könnte man sie in Zukunft ja darauf festnageln. Sie haben eben nur Möglichkeiten aufgezeigt!

Und hier sind wir beim ersten falsch interpretierten Slogan der Klimaaktivisten:

97 % der Klimawissenschaftler würden die alarmistische Version der zukünftigen Klimaentwicklung vertreten. Das ist so etwas von falsch, denn zu diesen 97 % gehöre ich auch.

Denn die Umfrage lautet basierend auf Veröffentlichungen in etwa so: Wer glaubt, dass der Mensch zur globalen Erwärmung beiträgt?

Sie lautete nicht, wer glaubt, dass dieser Beitrag zum Klimaalarm führt. Letztere waren in der Umfrage wie man leicht googeln kann weniger als 30 %!

Liebe Greta, glaube mir, auch mir liegt unsere Umwelt sehr am Herzen, Umweltverschmutzung z. B. durch Plastik in den Weltmeeren.

Es gibt in den Ozeanen Riesige Wirbel in denen sich über 100te von Quadratkilometern tonnenweise dieser Müll ansammelt.

Als begeisterter Segler muss ich leider häufig auch in Küstennähe Plastik und Müllstrassen kreuzen.

Sauberes Trinkwasser für die Menschheit ist ein weiteres riesiges Problem vor das sich die Menschheit gestellt sieht.

Hunger und Krankheit in den ärmsten Ländern, vor Allem in Afrika sind tragisch.

Das kannst Du alles im gerade erschienenen Bericht der UN „Geo6“ nachlesen.

Unser Hauptproblem jedoch ist die wahnsinnig wachsende Weltbevölkerung von derzeit ca. 7 Milliarden Menschen auf 10 Milliarden im Jahre 2100 gerade in den ärmsten Ländern.

Komisch, dass dies nicht thematisiert wird!

Um diesen Brief nicht zu weit ausufern zu lassen, noch zwei kurze Abschnitte zum Meeresspiegelanstieg a) und zur Entwicklung der globalen Temperatur b) jeweils bis 2100.

Weiterlesen und PDF:

Offener Brief an Greta Thunberg

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97% = 66% falsch

Alarmistische Klimawissenschaftler berufen sich mit Arroganz und Aggressivität den Skeptikern gegenüber auf das Ergebnis einer Analyse von 2013.

Climate Science is settled: 97% der Klimawissenschaftler stimmen überein. Die Klimawissenschaft ist entschieden!!

Genaueres Hinsehen ergibt jedoch:

Diese 97% Übereinstimmung sind sowas von falsch, 66% falsch, 66% zu hoch!

Nebenbei: Falls die Klimawissenschaft mit ihren alarmistischen Folgerungen wirklich „Settled“ wäre, wozu benötigt man weitere 100 te Millionen € für Forschung und neue Supercomputer?! Wozu benötigt man dann z. B. noch das PIK, Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, gefördert im Wesentlichen mit Millionen Steuermitteln/Jahr?!

Wie entstand nun das Märchen von den 97% Konsens, die Wissenschaft ist entschieden, auf welchen Untersuchungen basiert diese Aussage?

Ein Team unter der Leitung des australischen Kognitionswissenschaftlers John Cook wertete Abstracts, es wurden nicht die vollständigen Artikel begutachtet, von 11.944 Peer-Review-Studien zur globalen Erwärmung aus, die zwischen 1991 und 2011 veröffentlicht wurden, um zu sehen, welche Position sie in Bezug auf menschlichen Einfluss auf das Klima einnahmen [1,2,3].

Von diesen Abstracts nahm knapp über 66 Prozent oder 7.930, keine Position in Bezug auf die von Menschen verursachte globale Erwärmung ein. Nur 32,6 Prozent oder 3.896 von Peer-Review-Papieren, befürworteten den „Konsens“, dass die Menschen zur globalen Erwärmung beitragen, während nur 1 Prozent der Papiere entweder diese Position ablehnten oder unsicher waren.
Cook geht davon aus, dass von diesen Studien, die eine Position zur globalen Erwärmung einnehmen (entweder explizit oder implizit), sich 97,1 Prozent einig waren, das die Menschen zur globalen Erwärmung beitragen.

Doch worauf basiert dieser angebliche Konsens denn genauer?

Die von „Hilfskräften“, keine Klimawissenschaftler, erfassten

Abstracts wurden von diesen in acht Kategorien unterteilt:

  1. Die Klimaerwärmung ist hauptsächlich durch Menschen verursacht.
  2. Der Mensch ist an der Klimaerwärmung beteiligt.
  3. Die Studie nimmt Bezug auf eine menschenverursachte Erwärmung.
  4. Es wird keine Aussage zur menschengemachten Klimaerwärmung gemacht.
  5. Die Rolle des Menschen wird erwähnt, es werden aber keine Schlüsse gezogen.
  6. Der Mensch hat einen unbedeutenden Einfluss auf die Klimaerwärmung.
  7. Der Einfluss des Menschen auf die Klimaerwärmung ist nicht nachweisbar.
  8. Die menschengemachten CO2-Emissionen sind vernachlässigbar.

In der Auswertung wurden die Abstracts der Kategorien 1 bis 3 als positiv gewertet, 6 bis 8 galten als Ablehnung des menschengemachten Klimawandels. Die Kategorien 4 und 5, denen man zwei Drittel der Arbeiten zuordnete, wurden als unbedeutend ausgesondert.

Damit wurden aus den 32,6 %, die den Kategorien 1 bis 3 entsprachen, 97 Prozent zur menschengemachten Klimaerwärmung, da man die 66% ausgesondert hatte.

Gleichzeitig könnte dies jedoch auch bedeuten, dass sich 66% der Klimawissenschaftler bezüglich des Einflusses des Menschen auf das Klima nicht festlegten.

Zumindest problematisch ist sodann, dass aus Cooks Erhebung nicht hervorgeht, ob der erfasste Fachartikel den menschlichen Einfluss einfach als Prämisse voraussetzt und nur zitiert, um darauf aufbauend weitere Schlüsse zu ziehen, oder aber aufgrund eigener Untersuchungen zu diesem Schluss kommt.

Doch selbst wenn man die nunmehr nur noch 32,6% akzeptiert, und daraus 97% macht, die einen menschengemachten Einfluss auf das Klima bestätigen, ergibt sich daraus lediglich der Konsens, dass sich das Klima in den letzten 150 Jahren erwärmt und dass das menschengemachte CO2 darauf einen Einfluss hat.

Doch das stellen fast alle Skeptiker gar nicht in Abrede.

Als Skeptiker des alarmistischen von Menschen gemachten Klimawandels gehöre ich auch zu den 32,6% (alias 97%).

Siehe z.B. mein 2011 mit Horst-Joachim Lüdecke veröffentlichter Artikel, unter Peer Review, der auch den Einfluss des von Menschen emittierten CO2 quantifiziert [4].

Quellen:

[1] Quantifying the consensus on anthropogenic global warming in the

scientific literature, John Cook, Dana Nuccitelli, Sarah A Green, Mark Richardson,

Bärbel Winkler. Rob Painting, Robert Way, Peter Jacobs and Andrew Skuce

[2] WELTWOCHE Zürich: Der 97-Prozent-Mythos, Die Weltwoche, Nr. 12 (2019)

[3] Missglückter Forscher-Aufruf zum Uno-Klimagipfel, Die 97-Prozent-Falle, Axel Bojanowski, 23.09.2014

[4] International Journal of Modern Physics C

Vol. 22, No. 05, pp. 449-455 (2011)

A NEW BASIC ONEDIMENSIONAL ONE-LAYER MODEL OBTAINS EXCELLENT AGREEMENT WITH THE OBSERVED EARTH TEMPERATURE

Rainer Link, Horst-Joachim Lüdecke

Abstract

A manifold of rather complex Global Circulation Models calculates the Earth radiation and energy budget. Their outcome mostly cannot identify integral radiation or energy budget relations. Therefore, it is reasonable to look at more basic models to identify the main aspects of the model results. The simplest one of all of those is a one-dimensional one-layer model. However, most of these models — two are discussed here — suffer the drawback that they do not include essential contributions and relations between the atmospheric layer and the Earth. The one-dimensional one-layer model presented here integrates sensible and latent heat, the absorption of solar radiation and the direct emission of the long wave radiation to space in addition to the standard correlations.

It is shown that this basic model is in excellent agreement with the observed integrated global energy budget.

PDF:

97% = 66% falsch

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Klimawandel – Eine rationale Diskussion

In diesem Beitrag möchte ich auf Anregung einiger Kollegen aus dem skeptischen Klimalager noch einmal die wesentlichen Aspekte der Diskussion um den menschengemachten Klimawandel zusammenfassen.

Der Beitrag ist in folgende Abschnitte und Kapitel gegliedert:

Faktencheck

Übersicht

Themen

A) Klimarevolte in Afrika

B) Kosten-Nutzen-Analyse der Vereinbarung von Paris, 2015 COP21

C) Klimamodelle und ihre Relation zu Messungen

D) Spezielle Themen

a) Die Erhöhung der globalen Temperatur

b) Das Ansteigen des Meeresspiegels.

c) Der Beitrag der Sonne zur Klimaerwärmung

Faktencheck

In diesem Abschnitt sind alarmistischen Vorhersagen einem Faktencheck zusammengefasst gegenübergestellt. In den Kapiteln A-D werden diese Aspekte ausführlich diskutiert.

  • Alarmistische Aussage: Klimamodelle sind realistische Beschreibungen zukünftigen Verhaltens des Klimas bis 2100 und darüber hinaus!
  • Faktencheck: Klimamodelle können eine Voraussage auf Grund der Struktur der zu lösenden Gleichungen nicht leisten. Sie sind nicht in der Lage die Wolkenbildung oder andere wichtige Klimaerscheinungen wie El Nino, La Nina, sonstige Meeresströmungen, die einen starken Einfluss auf das globale Klima haben, vorausschauend zu erklären.
  • Alarmistische Aussage: In diesem Jahrhundert (1°C haben wir bereits erreicht) wird die Temperatur zwischen 0,5-3,5°C ansteigen!
  • Faktencheck: Es werden deutlich unter 0,5°C sein unter Verbrauch aller Reserven an fossilen Brennstoffen
  • Alarmistische Aussage: Der Meeresspiegel wird in diesem Jahrhundert um 1,2-6,0 m ansteigen.
  • Faktencheck: Der Meeresspiegel steigt seit hunderten Jahren beständig mit ca. 30-35 cm /Jahrhundert an. Ein verstärkter Anstieg ist derzeit nicht zu erkennen. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass der Meeresspiegel in den vor uns liegenden 80 Jahren bis 2100 über 50 cm ansteigen könnte.

Und einige weitere Fakten zum Klimawandel:

  • Die Bezeichnung CO2 sei ein umweltschädliches Gas zeugt vom mentalen Defizit (=Dummheit) vieler Protagonisten. CO2 dient über die Photosynthese der Ernährung der Pflanzen und produziert gleichzeitig dabei den Sauerstoff in unserer Atmosphäre: Lebenswichtig?! Oder?!
  • Satellitenmessungen der NASA haben ergeben, dass die Erde zwischen 1982 bis 2009 um 25-50 % grüner geworden ist, davon 70 % durch die erhöhte Konzentration von CO2 in der Atmosphäre.
  • Eine Kosten-Nutzen-Analyse zeigt, dass die Reduzierung der CO2 Emissionen, zu der sich die Länder in der Pariser Vereinbarung COP21 2015 freiwillig verpflichtet haben (ohne Folgen bei Nichteinhaltung), bis 2030 nur zu einer Reduzierung der globalen Temperatur von 0,05 °C führt! Dafür verpflichteten sich die Industriestaaten 1.000 Milliarden US $ zur Verfügung zu stellen, um Entwicklungsländer beim Klimaschutz behilflich zu sein.
  • Die Sonne schwächelt! Das wird dazu führen, dass zur Erhöhung der globalen Temperatur durch anthropogenes CO2 von weniger als 1,5 °C seit 1850 – davon sind bereits 1°C erreicht – eine Abkühlung der Sonne zu erwarten ist. Dies kann ab heute zwischen -0,3 bis – 0,5 °C betragen. In Summe führt dies zu einer Temperaturerhöhung in diesem Jahrhundert von deutlich unter 0,5 °C.

Und dies soll zu einem Klimaalarm führen??!!

Die Bevölkerung allerdings scheint langsam zu ahnen, welchem Irrsinn sie hier aufsitzt.

Weiterlesen PDF:

Klimawandel eine rationale Diskussion neu 190118

 

 

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Der 4.500 Milliarden Flop der Energiewende

Reprint mit freundlicher Genehmigung des Autors Prof. Dr. Fritz Vahrenholt.

 https://vahrenholt.net/

Die Forderungen nach dem Ausstieg aus Kohle, Kraftstoff und Erdgas werden immer schriller: Es fing schon mit dem waghalsigen Vorschlag der Kohlekommission an, die vom Bundeskanzleramt zur Hälfte mit grünen Aktivisten besetzt wurde – Ausstieg aus der Kohle bis 2038. Dann folgte die Forderung Robert Habecks und seiner grünen Freunde nach dem Aus für den Verbrennungsmotor im Jahre 2030. Und als es vier Wochen im April sehr trocken war (sehr schlimm, hat es noch nie gegeben) rief Annalena Baerbock die Klimakrise aus: Verdopplung des CO2-Preises und ein starkes Ordnungsrecht! Nun fordern die Freitagskinder von Lummer Land eine CO2-Steuer von 180 € noch in diesem Jahr, bis 2035 „Treibhausemissionen auf Netto- Null“, 100 % Erneuerbare Energien.

Da lohnt es sich ja doch einmal, in die Studie des Akademieprojektes „Energiesysteme der Zukunft“ der „Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften“, die Ende letzten Jahres unter dem Titel „Sektor Kopplung- Untersuchungen und Überlegungen zur Entwicklung eines integrierten Energiesystems veröffentlicht wurde, zu schauen. Es soll an dieser Stelle nicht hinterfragt werden, wieso der gesammelte technische Sachverstand unserer deutschen Akademien die Zukunft unserer Energieversorgung im Wesentlichen auf allein zwei Technologien stützen will: Windenergie und Photovoltaik. Warum geben die Wissenschaftler der Kernfusion, der inhärent sicheren Kernenergie ohne langlebige Rückstände (dual fluid reactor) oder der CO2-freien Kohlenutzung (Carbon capture and sequestration) nicht den Hauch einer Chance? Weil Wissenschaft in Deutschland nur noch in der Bandbreite des Mainstreams denken darf, etwa von CDU-Parteitagsbeschluss bis Greenpeace-Resolution.

Es lohnt sich trotzdem reinzuschauen, um zu erahnen, was uns bevorsteht. Es werden alle Sektoren, Strom, Verkehr und Wärme zusammen betrachtet. Und siehe da: 80% der Energie werden fossil erzeugt, 7,5 % durch Kernenergie und 13 % durch Erneuerbare Energien. Wenn man bei den Erneuerbaren Energien die Biomasse (einschl. Biogas und Biosprit) abzieht, bleiben übrig: 1,5 % der Primärenergie wird durch Windkraft erzeugt und 1% durch Photovoltaik. (S.10 der Studie). Das ist ein langer Weg bis zu 100%. Die Studie kommt zum Schluss, wenn man den Weg einer Dekarbonisierung um 90% bis 2050 gehen will, dann „wird mit rund 1150 Terawattstunden sogar fast doppelt so viel Strom benötigt wie heute“ (S.10), weil Verkehr und Wärme ebenfalls aus Strom erzeugt werden soll.

Da man sich nur auf Photovoltaik und Windkraft verkrampft hat, kommt die Studie zum Schluss:

Die installierte Leistung an Windkraft und Photovoltaik müsste in diesem Fall (bei gleichbleibendem Energieverbrauch) gegenüber heute versiebenfacht werden.“

Wir haben heute etwa 28 000 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 57 000 Megawatt und 46 000 Megawatt Photovoltaik. Eine Versiebenfachung der Photovoltaikfläche würde fast alle in Deutschland möglichen Dach-Fassaden- und andere Siedlungsflächen erfassen. Eine Versiebenfachung der Kapazität der Windenergieanlagen würde selbst bei Verdopplung der Kapazität der einzelnen Anlagen Deutschland verändern. Alle 1,5 Kilometer würde eine 200 m hohe 3-5 MW- Anlage stehen.

Die Studie lässt auch den Abgrund erahnen, auf den wir auf diesem Weg zugehen.

„Die Dominanz der fluktuierenden Erneuerbaren Energien erfordert eine hohe Flexibilität auf der Stromerzeugungsseite und der Verbrauchsseite“

(!!) Das heißt mit anderen Worten, wenn die Natur nicht genügend Wind und Sonnenstrom liefert, muss man auch zeitweise ohne Strom auskommen. Interessant ist das Ergebnis, dass es auch in der schönen neuen Welt der dezentralen Energieerzeugung nicht ohne zentrale Großkraftwerke gehen wird. Die Studie schätzt, dass etwa                   60- 100 000 Megawatt Großkraftwerke, die natürlich auf Biogasbasis oder synthetischem Methan oder Wasserstoff gefahren werden, kurzfristige Zusammenbrüche verhindern helfen. Zum Vergleich: heutige Großkraftwerkskapazität 90 000 MW.

Wohltuend ist die Aussage, dass Batterien nur eine Lösung als Kurzzeitspeicher haben können. Voraussetzung für Langzeitspeicher ist die erfolgreiche Entwicklung von power-to -gas, also Windstrom per Elektrolyse in Wasserstoff oder gar Methan zu verwandeln. Das ist zwar heute noch absurd teuer, aber das schaffen wir schon. Allerdings warnen die Autoren, dass es in Tagen der kalten Dunkelflaute (keine Sonne und kein Wind im Winter) zu Konflikten zwischen power to heat (also der Wärme auf Windstrombasis) und dem Strombedarf bei knappem Angebot geben kann. Will sagen: Licht oder warme Heizung, das ist dann die Frage. Das Auto bleibt dann sowieso stehen.

Die Autoren korrigieren auch die weithin verbreitete Fehleinschätzung des Autos als Stromspeicher.

„Die Pufferkapazität der Elektroflotte, liegt im Bereich von einigen Stunden“

( S.57). Sie hängt zudem davon ab, ob die „Autobesitzer bereit sein werden, ihre Batterien dem System zur Verfügung zu stellen. Sind sie größtenteils nicht bereit, die Souveränität über Ladung und Entladung zeitweise abzugeben, ist der Betrag gering. Schlimmstenfalls könnte zeitgleiches Laden vieler Autos zu bestimmten Tageszeiten zu einer zusätzlichen Belastung für das Stromnetz werden. Wie undankbar diese Autofahrer sind. Da hat man jede Straße in den Städten für sie aufgerissen, um dem „Ausbau der Verteilnetze“ Rechnung zu tragen und nun wollen sie auch noch bestimmen, wann sie fahren wollen und wann nicht.

Aber die schöne neue Welt von Gretl, Annalena und Robert hat einen Preis. Die Autoren setzten 60% CO2 Minderung, die ja bis 2030 erreicht werden soll, voraus. Bis dahin kostet das 4000 Milliarden in gut 10 Jahren. Das heutige Energieversorgungssystem kostet pro Jahr           250 Milliarden €. Das wird schon mal 1500 Milliarden teurer. Bei 60 auf 75 % CO2 Minderung rechnen die Autoren mit weiteren 800 Milliarden. Von 75 auf 85 % mit weiteren 1000 Milliarden. Von 85 auf 90 % CO2 Minderung noch einmal weitere 1300 Milliarden. Also bis 60 %        1500 Milliarden, bis 90 % 3100 Milliarden, machen zusammen 4600 Milliarden. 4600 Milliarden € geben die deutschen Haushalte aus, um 800 Millionen t CO2 zu vermeiden. Dies ist eine Menge an CO2, die jedes Jahr China zusätzlich ausstößt.

Damit die Eltern von Fridays for Future die 4600 Milliarden richtig verstehen: das sind im Jahr 153 Milliarden,  bei 40 Millionen Haushalten in Deutschland bezahlt jeder Haushalt monatlich 382 € im Monat – netto. Und wenn es nach Gretl und ihren Followern geht, nämlich in     15 Jahren 100% Erneuerbare Energien zu erreichen, dann wären das 764 € im Monat – wenn es denn nicht vorher zu einem Zusammenbruch der deutschen Energieversorgung kommen wird, was sehr wahrscheinlich ist. 764 € sind bei einem monatlichen Durchschnittsverdienst in Deutschland von netto 1890€. Damit fallen diese Haushalte dann unter die Armutsgrenze (60 % des Durchschnittsnettoeinkommens). Schöne neue Welt.

Wir kommen nicht einmal klar mit dem Umbau der Stromversorgung (siehe hierzu die Warnung der Bundesnetzagentur zum Aufbau von Reservekraftwerkskapazität in 2022 in Höhe von 10 000 Megawatt      (10 Kernkraftwerke). Da erweitern wir das Problem auf Wärme und Mobilität. Alle drei Sektoren, die bislang von unterschiedlichen Energieträgern (Kohle, Erdgas, Erdöl) geprägt waren, sollen von einem einzigen abhängig gemacht werden: Strom, gespeist aus Wind und Sonne. Wind und Sonne entscheiden, wann wir unser Auto bewegen können, wieviel Wärme wir im Winter nutzen dürfen und wann das Licht angeschaltet werden kann.

Das nennt man einen nachhaltigen Kurzschluss. Und warum das alles? Natürlich wegen der anfangs erwähnten Klimakrise. Und deswegen sind solche Blogs wie dieser notwendig, um allen Entscheidern klarzumachen: Ja, wir müssen am Ende dieses Jahrhunderts die fossile Ära hinter uns gelassen haben. Aber diese Zeit haben wir auch, denn die Klimasensitivität des CO2 ist deutlich kleiner als uns die Panikmacher und Systemveränderer erzählen wollen.

PDF:

Milliarden Flop Energiewende Vahrenholt

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Die Deutsche Energiewende

In einem sehr umfangreichen, physikalisch und technisch korrekten Artikel, der dennoch auch für Nicht-Techniker leicht zu verstehen ist, hat Prof. Hans-Joachim Lüdecke die Wünsche, Grenzen und Möglichkeiten der Deutschen Energiewende zu den „Erneuerbaren“ Energien dargestellt.

https://www.eike-klima-energie.eu/2019/05/10/warum-die-energiewende-ein-totes-pferd-ist-und-der-spiegel-unsinn-schreibt/

(Bemerkung Rainer Link:

In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein Essay von Prof. Fritz Vahrenholt in der Weltwoche hinweisen, das ebenso sehr lesenswert ist.

https://www.weltwoche.ch/ausgaben/2019-20/artikel-567117/das-4600-milliarden-fiasko-die-weltwoche-ausgabe-20-2019.html

Dieses Essay bezieht sich auf eine Studie „Energiesysteme der Zukunft“ der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften.

https://energiesysteme-zukunft.de/fileadmin/user–upload/Publikationen/pdf/ESYS–Analyse–Sektorkopplung.pdf

Unter anderem kann man hier nachlesen, dass z. B. eine CO2 Minderung um 85-90% bis 2050 in Deutschland die hübsche Summe von 4.500 Milliarden € kostet oder auf die deutschen Haushalte verteilt für jeden 320 €/Monat.

Für die Rettung der Erde sollte dies allerdings kein Thema sein, sofern nach der Deindustrialisierung Deutschlands noch genügend Menschen hinreichend viel verdienen.)

Zurück zum Artikel von Prof. Lüdecke. Die Abhandlung ist auf 10 Seiten in ebenso viele Kapitel aufgeteilt.

Ein Teil der Überschrift lautet: Warum die Energiewende ein totes Pferd ist…!

Das erinnert mich an den Spruch der Amerikanischen Indianer:

Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig ab!

Nach den Ausführungen von Prof. Lüdecke, sollte man dies unbedingt befolgen, denn wie bekannt ist, gilt:

„It´s Physics, Stupid“

Oder frei übersetzt:

„Es ist eben Physik, Du Dummkopf“

Damit man nicht den ganzen Artikel lesen muss, obwohl es sich lohnt, habe ich in einer Zusammenfassung einige Kapitel der Arbeit in auszugsweisen Zitaten mit den entsprechenden Nummerierungen dargestellt.

 

  1. Die deutsche Energiewende

Die Bundesregierung plante ursprünglich, bis zum Jahr 2050 gegenüber 2008 den Stromverbrauch um 25% zu senken, den Anteil an erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch auf 80% zu erhöhen, die Treibhausgasemissionen um 80 bis 95% zu verringern und die Zahl der Elektroautos auf 6 Millionen zu steigern…. Elektrische Energie machte 2017 etwa 1/6 der deutschen Primärenergie aus. ….Das Stromnetz selber ist kein Speichermedium. Ohne Speicherung muss Strom zum Zeitpunkt seiner Erzeugung sofort verbraucht werden.

Bemerkung Rainer Link:

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzender der Partei „Die Grünen“, glaubt, die elektrische Energie wird in den Stromleitungen gespeichert!

It´sPhysics, Stupid!

Die Energiewende hat mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Trotz im Jahre 2017 über 28.000 installierter Windturbinen, deren Nennleistung bereits alle ehemaligen deutschen Kernkraftwerke übertrifft, macht verbrauchter Windstrom dennoch nur etwa 3% der deutschen Primärenergie aus, Sonnenstrom und Strom aus Biomasse jeweils etwa 1%….

Deutschland hat heute die höchsten Strompreise Europas.

 

  1. Energie im Verlauf der Menschheitsgeschichte

…..

  1. Der entscheidende Begriff der Leistungsdichte

Der russische Eisbrecher Arktika wird von zwei kleinen Kernreaktoren an Bord mit einer Gesamtleistung von 55 MW angetrieben. Wollte man die Arktika mit Photovoltaik anstatt mit Uran betreiben, wären rechnerisch 5,5 Quadratkilometer Photovoltaik-Fläche erforderlich, die etwa 10 W Leistung pro m2 Solarpanelenfläche liefert. Mit Windstrom an Stelle von Uran wären 42 Windturbinen des Typs Enercon E 126 erforderlich, jede 198 m hoch und mit einer realen Leistung von 1,3 MW…. Die Frage nach den Gründen für den extrem hohen Aufwand der beide „Erneuerbaren“ Wind und Sonne für den Antrieb der Arktika beantwortet die Leistungsdichte

Leistungsdichte = Leistung / Fläche (1) oder

Leistung = Leistungsdichte x Fläche (2)

… Tabelle 1 zeigt Grobwerte von Leistungsdichten….

Tabelle 1: Leistungsdichten unterschiedlicher Methoden zur Erzeugung von elektrischem Strom, angegeben in W/m2 des Endprodukts  elektrische Energie unter Einbeziehung der jeweiligen Methoden-Wirkungsgrade.

…Neben der Leistungsdichte ist auch die Energiedichte als Energie pro Volumen oder pro Gewicht eine maßgebende Größe. Das Reichweiteproblem von Elektroautos wird mit ihr verständlich. Benzin hat nach Abzug der Wirkungsgradverluste eine Energiedichte von rund 4 kWh/kg, ein Lithium-Ionen- Akku dagegen von 0,18 kWh/kg. Ein Elektroauto muss daher grob das 4/0,18 = 22-fache Treibstoffgewicht eines Benzinautos mit sich führen. Da heute etwa 71% der Güter in Deutschland oft über weite Strecken und mit engen Zeitvorgaben auf der Straße transportiert werden, ist zumindest eine Umwandlung von LkW-Antrieben auf Strom unrealistisch. Hier sind nicht nur das zusätzlich zu transportierende Treibstoffgewicht in Form von Akkus sondern auch die langen Ladezeiten der Batterien die maßgeblichen Hinderungsgründe. Elektroautos sind nur für Innenstadt und Golfplatz sinnvoll.

 

  1. Die entscheidenden Nachteile zu kleiner Leistungsdichte

Bei zu kleiner Leistungsdichte sind sehr große Wirkflächen der betreffenden Methoden erforderlich. Dementsprechend steigt der Aufwand an Energie, Material und Kosten bei Bau und Betrieb, denn diese Wirkflächen müssen mit Technik zugebaut werden. Die folgenden Daten der Großwindanlage Enercon E 126 liefern ein stellvertretendes Beispiel: 198 m Gesamthöhe, überstrichene Propellerfläche 12470 m2 = 1,247 ha, Gewicht 3460 t plus 3500 t Stahlbetonfundament. Drei E 126 haben somit das Gesamtgewicht aller  300 Leopard2 – Panzer von je 68 t der deutschen Bundeswehr. Trotz 7,5 MW Nennleistung liefert die E 126 im bundesdeutschen Orts- und Jahres-Mittel aber nur 1,3 MW elektrische Leistung. Dies entspricht grob 7 Automotoren von je 200 kW.

…Neben der geringen Leistungsdichte des Windes gibt es weitere methodenspezifische Gründe für die erstaunlich geringe Leistungsausbeute aus Wind, die im Abschnitt 9. näher erläutert werden. Man müsste schon mehr als100 km Windturbinen  hintereinanderstellen, um die gleiche jahresgemittelte Leistung wie ein einziges großes Kohle- oder Kernkraftwerk zu erzielen. …..

 

  1. Der Erntefaktor als Maß für Energieeffizienz

Der Erntefaktor, englisch ERoEI (Energy Returned to Energy Invested), quantifiziert die bisherigen Ausführungen. Vereinfacht ausgedrückt ist er das Verhältnis der gesamten, während der Lebenszeit einer Methode zur Stromerzeugung erzeugten elektrischen Energie zur derjenigen Energie, die für ihren Betrieb selber aufgewendet werden musste, inklusive des erforderlichen Energieaufwands, um die benötigen Brennstoffe zu fördern und bereitzustellen.

…..

Im Jahre 2012 wurde über den ERoEI eine grundlegende Studie publiziert, auf die sich die Aussagen des vorliegenden Beitrags stützen. Neben der Bedingung ERoEI > 1 gibt es noch die Forderung ERoEI > 7, denn unterhalb von 7 ist eine Methode volkswirtschaftlich nicht mehr sinnvoll….

Bild 2: Erntefaktoren für Methoden der Stromerzeugung gepuffert, d.h. der Fluktuationsausgleich von Sonne und Wind ist berücksichtigt. Sonne, Energiemais (Biomasse) und Wind liegen unter der ökonomischen Schwelle von OECD-Ländern.

 

  1. Leistungsdichte bezogen auf Landschaftsfläche

Zur Angabe einer Leistungsdichte gehört die Spezifizierung der Fläche. Für Windturbinen im deutschen Jahres- und Ortsschnitt und ihre Installation in Windparks“ beträgt die Leistungsdichte bezogen auf Landschaftsfläche etwa 1 W/m2.… die zur heutigen Installation an Windrädern gehörige rechnerische Fläche entspricht etwa der Fläche Bayerns. In diesem Zusammenhang ist von Interesse, wie weit ein zukünftiger Windradausbau überhaupt noch gesetzlich zulässig ist. Die entscheidende Größe ist hier der minimale zulässige Abstand eines Windrads zur nächsten Wohnsiedlung. Windräder erzeugen Infraschall, dessen gesundheitsschädigende Wirkung durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt ist. Die heute gründlichste Studie über gesundheitsschädliche Auswirkungen von Infraschall auf den Menschen wurde in Zusammenarbeit der Charité Berlin mit der Physikalisch Technischen Bundesanstalt PTT Braunschweig und zwei Hamburger Universitätskliniken erstellt. Die Quellenangaben dieser Studie liefern überdies einen guten Überblick zum heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand.

Wegen Infraschall ist inzwischen in Bayern der Mindestabstand 10 H vorgeschrieben, das bedeutet die zehnfache Gesamthöhe des betreffenden Windrads. Aus der Grafik Abb. 12 auf S. 38 einer Studie des Bundesumweltamts geht hervor, dass bei 2000 m Mindestabstand (dies entspricht 10 H bei 200 m hohen Windrädern) nur noch maximal 0,4% der bundesdeutschen Bodenfläche für den weiteren Windradausbau nutzbar ist. Ausgeschlossene Sondergebiete sind dabei nicht berücksichtig, so dass sich der reale Wert noch etwas verringert.

Der Ausbauplan der Bundesregierung für Windenergie erscheint daher unrealistisch.

 

  1. Die Fluktuation von Wind- und Sonnenstrom

Der zweite Fundamentalmangel von Wind- und Sonnenstrom ist besser bekannt und wird bereits von den Medien thematisiert. Er ist seine Wetterabhängigkeit. Zufallsstrom kann ohne weitere Maßnahmen nicht in das Stromnetz eingespeist werden. Die gelegentlich geäußerte Annahme, dass ein europaweiter Windradverbund für Glättung sorgen würde, hat eine ausführliche VGB-Studie widerlegt. Das gemessene Minimum dieser Studie an geliefertem Windstrom beträgt nur 4% der europaweit installierten Windrad-Nennleistung. Wörtlich heißt es in der VGB-Studie: „Windenergie trägt damit praktisch nicht zurVersorgungssicherheit bei und erfordert 100 % planbare Backup-Systeme nachheutigem Stand der Technik.“ Diese Backup-Systeme sind heute schnell reagierende Gaskraftwerke (GuD). Diskussionswürdige Stromspeicherlösungen sind nicht in Sicht. Man muss daher für Wind- und Sonnenstrom ein gleichstarkes fossiles Backup-System installieren, welches die Gesamtkosten dieser „Erneuerbaren“ zumindest verdoppelt…

 Man benötigt also für Windräder und Photovoltaik noch einmal etwa die gleiche Leistung an fossilen Ersatz-Kraftwerken, denn schließlich ist die Lücke zu füllen, wenn Wind und Sonne fehlen…

 

  1. Photovoltaik in Ländern starker Insolation

……..

 

  1. Weitere Gründe für die unzureichende Leistung von Wind und Sonne

…….

 

  1. Eine grundsätzliche Sicherheitsgrenze für Wetter-Fluktuationsstrom

Die bisher geschilderten technischen und wirtschaftlichen Begrenzungen für die „Erneuerbaren“ Wind und Sonne sind zwar prinzipiell keine unüberwindbaren Hürden für ihren weiteren Ausbau, falls man auf Kosten, Naturschutz, Landschaftsschutz und den Gesundheitsschutz von Windradanrainern (Infraschall) keine Rücksichten nimmt. Es existiert allerdings eine Grenze seitens der Netzsicherheit. Grund dafür sind Netzschwankungen auf Grund der unsicheren Stromerzeugung  durch die „Erneuerbaren“ im Bereich von Sekundenbruchteilen bis zu wenigen Sekunden, die zum Zusammenbruch des gesamten Netzes führen können.

…Auch eine Untersuchung der vier großen Netzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW geht auf diese Zusammenhänge ein. Der erforderliche Anteil von Grundlastkraftwerken hängt von der aktuellen Netzstruktur und ferner davon ab, welches Blackout-Risiko man noch toleriert. Die vorgenannte Publikation gibt eine Mindestleistung von 20 GW für den Regelblock Deutschland an. Mit den momentan vorhandenen Grundlastkraftwerken wäre damit die erforderliche Sicherheit noch gegeben. Dies wird sich aber mit zunehmendem Windradausbau, dem gesetzlichen Abschalten weiterer Kernkraftwerke sowie durch die aktuell diskutierte Abschaltung von Kohlekraftwerken in Richtung größerer Instabilität und immer höherer Black-Out-Gefahr ändern.

 

Bemerkung Rainer Link:

Stunden, Tage oder gar wochenlanger Ausfall des Stromes (Black Out) in Regionen Deutschlands ergibt Zustände, die man sich bestimmt nicht wünschen oder gar vorstellen möchte.

Wie gesagt:

It´s Physics, Stupid!!!

PDF:

Die Deutsche Energiewende

 

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CO2 Grenzwert in der Atmosphäre in Abhängigkeit von seiner Lebensdauer

Das von den Menschen anthropogen in die Atmosphäre im Wesentlichen durch Verbrennung fossiler Rohstoffe emittierte CO2 wird nach einer bestimmten Zeit durch Vegetation und Ozeane wieder aufgenommen. Die typische Angabe für die Verweilzeit ist die Lebensdauer, die Zeit in der die Konzentration um einen Faktor 1/e=0,3679 abgenommen hat.

Die Veränderung der Konzentration von CO2 wird beschrieben einmal durch diese Abnahme, die wie bei all diesen Vorgängen exponentiell verläuft und zum anderen der anthropogenen Emission pro Zeiteinheit in die Atmosphäre.

dC(t)/dt = – C(t)/tau +dE/dt                                                              (1)

Dabei ist tau die Lebensdauer von CO2 in der Atmosphäre und C(t) die von den Menschen (anthropogen) hervorgerufene zeitabhängige Konzentration. dC(t)/dt ist ihre zeitliche Veränderung.

-C(t)/tau ist die Abnahme der anthropogen verursachten Konzentrationsänderung von CO2 und dE(t)/dt der pro Zeiteinheit in die Atmosphäre emittierte Betrag.

Es werden hier nur die durch den Menschen verursachten Anteile berücksichtigt, die sich zusätzlich zur vorindustriellen Konzentration in Höhe von ca. 280 ppmV CO2 addieren. Dabei ist davon ausgegangen, dass die vorindustrielle Konzentration einem Gleichgewichtszustand entsprach, in dem der natürliche Austausch von CO2 in der Atmosphäre im Wesentlichen mit der Vegetation und den Ozeanen erfolgte.

Die Lösung der Differentialgleichung (1) wird vereinfacht, wenn man annimmt,

dass die anthropogene Emission pro Zeiteinheit konstant gleich dE/dt=Ec ist, ebenso wie die Lebensdauer tau. Natürlich ist dies eine Näherung, die jedoch das Verhalten der Konzentration und wie man sehen wird, den Grenzwert qualitativ gut beschreibt.

Die Lösung der Gleichung (1) lautet:

C(t)=tau*Ec(1-e-t/tau)                                                                        (2)

 

Die Emission Ec(t) von CO2 in die Atmosphäre beträgt seit Jahren 4,4 ppmV/Jahr.

Das IPCC gibt in seinem fünften Sachstandsbericht Werte für tau zwischen 30 und 100 Jahren an.

Der wahrscheinlichste Wert für Tau beträgt 50 Jahre.

In der folgenden Graphik ist die Situation C(t) in ppmV als Funktion der Zeit t in Einheiten der Lebensdauer tau für die Werte Ec=4,4 ppmV/Jahr, tau =50 Jahre dargestellt, ausgehend von der Konzentration 400 ppmV, die bis 2018 gemessen wurde.

Der zugehörige Grenzwert beträgt 500 ppmV an Konzentration von CO2, wenn die Lebensdauer bei 50 Jahren bleibt und die anthropogene Emission von 4,4 ppmV/Jahr nicht vergrößert wird.

Dieser Zustand 500 ppmV wird voraussichtlich nicht einmal erreicht. Die fossilen Reserven an Brennstoffen betragen nur etwa 1250 Gt Kohlenstoff, die allemal bis zur Erreichung des Grenzwertes verbraucht sind.

Entsprechende Grenzwerte lassen sich mit einer einfachen Excel Tabelle auch für andere Lebensdauern z. B. tau = 30 und 80 Jahre berechnen.

Lebensdauer in Jahren 30 50 80
Grenzwert in ppmV 420 500 630

 

Bei einer Lebensdauer von 80 Jahren wird der Grenzwert von 630 ppmV, auf Grund der endlichen fossilen Reserven nicht erreicht werden können.

In der nächsten Tabelle wird für den wahrscheinlichsten Wert der Lebensdauer von 50 Jahren mit dem Grenzwert 500 ppmV, gemäß der von allen Klimawissenschaftlern anerkannten Gleichung (3) für die global gemittelte Temperaturänderung dT als Funktion der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre angegeben. Den bei Verdopplung der Konzentration erreichten Temperaturwert nennt man die Sensitivität von CO2. Damit können die damit verbundenen heutigen Temperaturwerte und die bei Erreichen des Grenzwertes einfach berechnet.

dT=f*ln((t) /280)                                                                                (3)

Dazu wird zunächst der Wert für f aus der heutigen globalen Temperaturänderung dT(2018) seit vorindustriellem Wert und der heutigen Konzentration C(2018) bestimmt. Der so ermittelte Wert für f beinhaltet auch alle Rückkopplungen, die durch CO2 erfolgten, wie die Wasserdampfverstärkung und andere Veränderungen durch die Erhöhung der Co2 Konzentration.

Die heutige globale Temperaturänderung (Temperaturanomalie) beträgt gemessen 1,16 °C. Man geht jedoch davon aus (auch das IPCC), dass nur ca. 50% durch anthropogen emittiertes CO2 verursacht wurden, 50% natürlichen Ursprungs sind. In der Tabelle sind die folgenden Werte für 0,58, 0,8 und 1,16°C durch CO2 verursacht bei einer Lebensdauer von 50 Jahren angegeben.

Damit erhält man die Sensitivität für CO2 bei Verdopplung seiner Konzentration von 280 auf 560 ppmV.

dT (CO2 – Sensitivität) = f * ln(560/280))

Ebenso ergibt sich die Temperaturänderung, die von 280 ppmV bis zum Erreichen des Grenzwertes zu erwarten ist.

dT(Grenzwert) = f* ln(Grenzwert/280)

dT(t=2018)/°C 0,58 0,8 1,16
C(t=2018)/ppmV 400 400 400
f/°C 1,63 2,24 3,25
CO2 –Sensitivität/°C 1,13 1,55 2,25
dT(Grenzwert)/°C 0,94 1,3 1,88
dT(2118)- dT(2018)/°C 0,36 0,5 0,72

 

Die global gemittelte Temperaturerhöhung bleibt bis zum Erreichen des Grenzwertes von 500 ppmV bei einer angenommenen Lebensdauer von 50 Jahren allemal unter der im Übereinkommen von Paris 2015 (COP21) angestrebten 2°C Ziel – selbst wenn man annimmt, dass die bis heute gemessenen 1,16 °C nur auf die Erhöhung der CO2 Konzentration zurückzuführen ist.

Selbst das IPCC geht davon aus, dass mindestens 30% der Temperaturerhöhung natürlichen Ursprungs sein müssen (ergibt ca. 0,8°C).

Damit bleibt man auch bei weiter gleichbleibender Emission unter dem 1,5° C Ziel von COP24 in Katowice 2018.

PDF und Rechnung:

CO2 Grenzwert bei Berücksichtigung der Lebensdauer 190301

 

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Deutsche Braunkohle und globale Temperaturerhöhung

Nun hat sich die Braunkohle Kommission entschieden, bis ca. 2038 aus der Braunkohle (der deutschen!) zu verabschieden.

Da man keine Informationen , auch im Internet nicht, abgreifen kann, die beziffern wie groß der Einfluss eines Ausstieges auf die global gemittelte Temperatur ist, habe ich ein einfaches, aber anerkanntes Model (auch vom PIK, Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung) bemüht, dies abzuschätzen.

Das Ergebnis dieser Rechnung ist hier dargestellt. Gespannt bin ich auf eine genauere Berechnung durch das PIK mit seinen aufwändigen Modellen, falls die sich überhaupt hierzu in der Lage sehen, oder bei ähnlichem Ergebnis dies eben gerade nicht veröffentlichen möchten.

Zusammenfassung:

Berechnungs-Basis:

Braunkohle Reserven in Deutschland ca. 40 Gt

SKE Faktor 0,3

50% der Emissionen bleiben in der Atmosphäre. Die anderen 50% werden von Ozeanen und Vegetation aufgenommen (ergibt sich aus den Emissionsmessungen).

Die weltweiten Reserven an SKE betragen ca. 1.250 Gt.

Berechnungsmodell:

Der Einfluss des CO2 auf die globale Temperatur ist proportional zum natürlichen Logarithmus seiner Konzentration in der Atmosphäre.

Diese Abhängigkeit wird von allen Klimawissenschaftlern akzeptiert (auch vom PIK, Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, Schellnhuber, Rahmstorf).

Für eine maximale Abschätzung habe ich die vom IPCC (Intergouvernmental Panel on Climate Change) favorisierte CO2 Sensitivität von 3°C bei Verdopplung seiner Konzentration von 280 ppmV vorindustriell auf 560 ppmV zugrunde gelegt. Gemäß Messungen der globalen Temperatur im vergangenen Jahrhundert ist sie nur halb so hoch (kleiner 1,5°C), womit das für 3°C berechnete Ergebnis halbiert wird.

Ergebnis:

Bei sofortiger Stilllegung aller Braunkohlekraftwerke in Deutschland erzielt man eine Reduzierung der globalen Temperatur dT um:

dT ~ 0,04 °C (bei 3°C Sensitivität von CO2)

Ein unmessbarer Wert!

Bei noch teilweiser Nutzung erniedrigt sich dieser Wert etwa proportional

17. Januar 2019

Dr. Rainer Link

Physiker

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Brief an die Leser meiner Home Page

27.12.2018

Liebe Leser meiner Home Page,

Wir haben nur die eine ERDE!

Natürlich sollten wir deshalb alle an unserer Umwelt interessiert sein und alles Mögliche tun, um sie zu erhalten.

Es geht mir auch und gerade um unsere Kinder und Enkelkinder. Auch sie sollen mit einem Leben in einem Rechtsstaat, einer Demokratie, mit vielleicht auch bescheidenem Wohlstand leben können, und nicht wie von manchen angestrebt in einer Ökodiktatur.

Nun, ich bin ein Skeptiker des alarmistischen Klimawandels. Damit kein Missverständnis aufkommt. Natürlich trägt der Mensch durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und der damit verbundenen Emission von CO2 zu einer Erhöhung der globalen Temperatur auf der Erde bei.

Einen Artikel zum atmosphärischen Treibhauseffekt sowie weitere Beiträge zur globalen Temperaturänderung finden Sie auch auf meiner Homepage zum Klima.

Übrigens für meine Aktivitäten im Bereich Klima habe ich keinen Penny von irgendeiner Institution, Industrie oder sonst jemandem erhalten, abgesehen von Reisekosten für Vorträge.

Die offene Frage, die unter Physikern und Klimatologen diskutiert wird, ist die Sensitivität von CO2, d. h. die globale Temperaturerhöhung, die durch eine Verdopplung der CO2 Konzentration in der Atmosphäre hervorgerufen wird.

Und hier unterscheide ich mich mit vielen Physikerkollegen – wir sind nicht in der Minderheit wie man oft glauben lassen will – die sich mit der Klimaveränderung befassen und von einer maximalen Sensitivität des CO2 bei Verdopplung seiner Konzentration in der Atmosphäre von kleiner 1,5 Grad C ausgehen, von denjenigen Klimatologen, die eine Sensitivität von 3 Grad C (2,0-4,5 Grad C) annehmen, die sie aus ihren Modellen (!!) berechneten.

Wir, Physiker und Naturwissenschaftler, halten uns mehr an die Messungen, die auf eine globale Temperaturerhöhung in diesem Jahrhundert von unter 1,5 Grad C hinweisen, sogar bei der bisherigen ungebremsten und immer stärkeren CO2 Emission.

Naturwissenschaft beruht darauf, dass Hypothesen, Theorien, Modelle mit den Messungen kompatibel sein müssen. Falls nicht, sind sie einfach nur falsch und gehen zurück an den Absender.

Die Modelle der Klimatologen beruhen auf nichtlinearen Differentialgleichungen, die nur numerisch gelöst werden können und chaotische Ergebnisse liefern, ähnlich den Wettermodellen, die nur wenige Tage das Wetter vorhersagen können.

Das bestätigt sogar das IPCC in seinem Dritten Zustandsbericht (IPCC TAR, Seite 774).

Auch hierzu habe ich auf meiner Homepage einen Artikel geschrieben.

Als Beispiele für die offiziellen Messungen, andere gibt es nicht, weise ich auf die letzten Beiträge auf meiner Homepage hin.

Vor kurzem ist die alarmistische Position durch den Papst „heilig“ gesprochen worden, der nun auch den Klimawandel als größte Gefahr für die Menschheit postuliert.

Meiner Meinung nach will die katholische Kirche dabei nur von dem größeren Problem der Bevölkerungsexplosion ablenken, da eine Geburtenkontrolle nicht zugelassen wird.

Allerdings spricht dabei für die skeptische Meinung, dass immer, wenn die Kirche eine wissenschaftliche Wahrheit verkündete, das Gegenteil der Fall war!

Ich werde mich nun aus den Klimadiskussionen heraushalten, denn wer möchte schon gerne auf dem Scheiterhaufen enden?! (grins!!)

Übrigens: Man wird als Skeptiker auch Leugner genannt wie idiotisch: welcher Physiker bei Verstand wird einen Atmosphärischen Treibhauseffekt und den Klimawandel leugnen! In der Tat von Umweltverbänden und einzelnen Aktivisten („wir wissen, wo ihr wohnt“, Greenpeace Indien) wird man sogar bedroht mit Gefängnis und Todesstrafe (ein Professor von der Universität Graz), sollte man diese skeptische Meinung weiterhin vertreten.

Auf das Büro eines skeptischen amerikanischen Kollegen wurde sogar schon geschossen.

Ich leide bestimmt nicht unter Verfolgungswahn, aber die meinen es ernst, wenn sie denn könnten!

So ist es eben, wenn Meinungen zu Religionen werden.

Andererseits muss man natürlich auch feststellen, dass wissenschaftlich eigentlich alles Wesentliche bereits gesagt wurde. Es ist auch nahezu unmöglich auf jeden verzapften Unsinn mit einer Richtigstellung zu reagieren.

Wer sich weiterhin objektiv über die globalen Temperaturen, Meeresspiegel-Anstiege oder sonstige Daten zum Klima aktuell informieren will, dem schlage ich die folgende URL vor:

http://climate4you.com/

Andere Internetadressen können meiner Home Page entnommen werden.

Meine Home Page werde ich natürlich weiterhin öffentlich halten!!

Es geht beim Klimawandel inzwischen nicht mehr um die wissenschaftliche Wahrheit den Anstieg der globalen Temperatur durch Emissionen von CO2 betreffend, sondern nachweislich um hunderte Milliarden Euro, die mit den alarmistischen Klimawandel-Prognosen verdient werden. Und es geht gesellschaftlich um die Einführung einer Ökodiktatur.

Eine konsequente Verfolgung dieser bedeutet dauerhafte Verarmung der Bevölkerung mit all ihren auch gesundheitlichen Konsequenzen in Afrika, Indien, selbst in China. Die letzten beiden kümmern sich allerdings nicht um die auferlegte Begrenzung an Nutzung fossiler Brennstoffe.

Im Übrigen halte ich die Vermeidungsstrategie der Klimaalarmisten gegenüber den sich entwickelnden Ländern für unethisch.

(Siehe auch Artikel „Revolte in Afrika“).

Bei allen Kollegen mit denen ich zusammengearbeitet, Artikel zum Klima verfasst und Beiträge geschrieben habe und die mich wissenschaftlich und philosophisch bei vielen intensiven Diskussionen in meinen Erkenntnissen weitergebracht und mich unterstützt haben, bedanke ich mich herzlich und hoffe, dass wir uns weiterhin gewogen bleiben.

Herzlichen Dank auch an meine Leser, dass Sie sich für meine Home Page interessiert haben!

Mit den Besten Grüßen

Rainer Link

Dezember 2018

 

Im Folgenden habe ich noch einmal einige Überlegungen zur globalen Klimaentwicklung in 5 Beiträgen zusammengefasst.

 

1) Klimarevolte in Afrika! Die wahre Klimakrise von Afrika

Die Präsidentin der ugandische Menschenrechts- und Entwicklungs-Organisation CORE Fiona Kobusingye empört sich gegen die westliche Klimapolitik. Die reichen Länder wollten mit der Verteuerung und Verknappung von Energie, bewusst den gesamten afrikanischen Kontinent in Armut halten. Ihre Kernaussage ist, dass die heutige Katastrophe in Afrika Vorrang hat vor einer hypothetischen Klimakatastrophe in 100 Jahren. Wie Recht sie hat!

Weiterlesen, PDF:

Klimarevolte in Afrika

 

2) IPCC1.5, COP24 und vorgegebener Zeitrahmen zur CO2 Emissions-Reduktion – Eine Realitätsbetrachtung

Rechtzeitig zur COP24 in Kattowitz stellte das IPCC (IPCC: Intergouvernmental Panel on Climate Change) seinen Bericht IPCC1.5 fertig.

https://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_spm_final.pdf

Er war als Sonderbericht des IPCC zu dem im Pariser Abkommen vorgesehenen 1,5-Grad-Ziel vorgesehen.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass:

jede noch so geringe Erwärmung von Bedeutung sei, wie Vertreter des Weltklimarats IPCC bei der Konferenz erklärten.

Ob die globale Erwärmung unter 1,5°C oder nur unter 2°C gehalten wird, mache für Mensch und Ökosystem einen gewaltigen Unterschied.

Darüber hinaus bewertet der Bericht auch die Emissionspfade zur Erreichung dieser Temperaturgrenzen. Damit gute Chancen bestehen, unter 1,5°C zu bleiben, müssen die weltweiten Emissionen bis 2030 halbiert und bis 2050 auf netto null reduziert werden.

Dieser Bericht sollte auf der COP24 „begrüßt“ werden.

Jedoch verursachten die USA, Saudi-Arabien, Russland und Kuwait erhebliche Verzögerungen und Irritationen in den Verhandlungen in Katowice, indem sie sich einem solchen Beschluss verweigerten. Saudi-Arabien argumentierte, es könne den Bericht nicht begrüßen, da er wesentliche offene Fragen und Unklarheiten enthalte. Letztlich einigten sich die Vertragsparteien darauf, die „rechtzeitige Fertigstellung“ des Berichts zu begrüßen und luden die Länder ein, den Bericht bei ihrer künftigen Arbeit zu berücksichtigen. Der Beschluss „erkennt jedoch die Rolle des IPCC bei der Bereitstellung des wissenschaftlichen Inputs an, um die Vertragsparteien hinsichtlich der Stärkung der globalen Reaktion angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel zu informieren“ und verweist darauf, dass der Sonderbericht „den neuesten Kenntnisstand widerspiegelt“.

Der 1,5-Grad-IPCC-Berich, enthält hochinteressante Aussagen.

Weiterlesen PDF:

IPCC1.5 und COP24

 

3) Die Angst vor dem Anstieg des Meeresspiegels

 Da ist man in der alarmistischen Welt nicht kleinlich 10-60 m Meeresanstieg sollen es schon sein.

Das ist richtig!

Aber nur, wenn das Grönlandeis und/oder das Eis der Antarktis vollständig abschmelzen!

Aber wie realistisch ist dies, vor allem in welchem Zeitraum?

 Weiterlesen, PDF:

Die Angst vor dem Anstieg des Meerespiegels

 

4) Die Sonne schwächelt

 Die veränderlichen Aktivitäten der Sonne, die Anzahl, Verteilung der Sonnenflecken und die Zeitdauer eines Sonnenfleckenzyklus, können deutlich mit Klimaveränderungen korreliert werden. Dies trifft insbesondere auch auf die besonders kalten Zeiten während der Kleinen Eiszeit 1300 bis Ende des 19. Jahrhundert zu, in denen die Zahl der Sonnenflecken gering war oder in denen überhaupt keine Sonnenflecken zu sehen waren.

Es bezweifelt heute kaum noch jemand, dass diese Korrelation auch Ursache und Wirkung miteinander verbindet.

Weiterlesen, PDF:

Die Sonne schwächelt

 

5) Die CO2 Sensitivität – eine Übersicht

Die CO2 Klimasensitivität ist definiert als Beitrag des Treibhausgases CO2 inklusive aller Verstärkungs- und Abschwächungsfaktoren, wenn man seine Konzentration in der Atmosphäre verdoppelt.

Ich gehe hier nur auf so genannte die Transiente Klima Sensitivität TCS des CO2 ein, mit der wir unmittelbar in diesem Jahrhundert zu rechnen haben.

Über noch längere Zeithorizonte zu spekulieren, die Gleichgewichts-Sensitivität ECS betreffend, ist ein anderes Thema.

Weiterlesen PDF:

Die CO2 Sensitivität

 

 

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COP 24 in Kattowitz – ein Erfolg !?

Die Klimakonferenz COP24 in Kattowitz (Katowice) ging diesen Monat ihrem Ende entgegen.

Mit mehr als 25.000 Delegierten und Journalisten und einem medialen Dauerfeuer ein wahrhaft großes Unterfangen, mit dem Ziel, das Klima beherrschen zu wollen.

Die Erde wird nicht mehr bewohnbar sein, wenn nicht sofort und dramatisch etwas gegen die Erwärmung unternommen wird, so der Tenor!

Nun, was haben die so zahlreichen Teilnehmer erreicht?

Die Ergebnisse seien im Folgenden genannt:

  • Ab 2020 müssen die Staaten über ihre Maßnahmen zur Senkung der Kohlendioxyd- (CO2) Emissionen berichten.
  • Die Staaten müssen ihre Emissionen publizieren.
  • Alle 5 Jahre wird ab 2023 Bilanz gezogen, ob die Emissionsreduktionen ausreichen, die globale Erwärmung zu begrenzen.
  • Ab 2025 sollen die Industriestaaten – evtl. Schwellenländer – die Finanzhilfen für die Entwicklungsländer aufstocken, um die Folgen der Erwärmung zu reduzieren.
  • Schäden und Verluste durch die globale Erwärmung werden thematisiert, ohne dass völkerrechtlich Forderungen an die Industriestaaten daraus entstehen.
  • Am Internationalen Handel mit CO2-Zertifikaten dürfen nur Staaten mitmachen, die beschriebene Ziele zur Begrenzung der CO2 Emission einhalten.

Der zuletzt angeführte Punkt ist die alleinige Bestrafung für die Nichteinhaltung dieser Regeln. Natürlich könnte jedes Land seinen eigenen Zertifikathandel betreiben.

Die genannten Reduktionsziele bestimmt jedes Land auf freiwilliger Basis, man nennt dies die INDC´s (Intended National Determined Contribution), beschlossen auf der Pariser Klimakonferenz COP21 (2015)

Dieses offensichtliche Null-Ergebnis wurde von fast allen Teilnehmern als wichtiger Meilenstein zur Reduktion der globalen Erwärmung begrüßt.

Deshalb hat man sich auch gleich wieder für die COP25 angemeldet, leider nicht in Brasilien (die Regierung dort wollte nicht), sondern in Chile.

Eine lustige Party-Sause folgt offensichtlich der anderen. Aus Ghana waren ca. 400 Delegierte zur COP 24 angereist!

Man gönnt sich ja sonst nichts!

Nun aber zurück zur Realität, zu den Ergebnissen aus der COP21 in Paris.

Man kann es wirklich kaum glauben, aber dort hat man ausgehandelt, die Industrieländer zu bewegen 100 Milliarden $ pro Jahr den Entwicklungsländern ab 2020 zunächst bis 2030 bereitstellen, danach sollen es mehr werden. Das sind

1 Billion US $, 1000 Milliarden US $!!!!

Dafür soll die Emission des Treibhausgases CO2 reduziert werden, nach Geschmack und Willen der einzelnen Nationen. Dies nennt man Intended National Determined Contribution (INDC).

Das MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine der Elite Universitäten der USA, hat nun mit aufwendigen Modellen berechnet, dass man unter der Voraussetzung, dass die vorgenannten jährlichen Einsparungen an Emissionen in gleicher Höhe (INDC´s) bis 2100 eingehalten werden, 0,2 °C an globaler Erwärmung einspart.

Das wären bei Fortschreibung der Zuwendungen für die Entwicklungsländer durch die Industriestaaten bis 2100 dann lockere 80.000 Milliarden US $.

http://globalchange.mit.edu/research/publications/other/special/2015Outlook

Björn Lomborg, Professor an der Kopenhagener Business School, kommt mit einem anderen Modell zu einem ähnlichen Ergebnis: 0,17 °C.

Lomborg gibt auch einen Wert für die Temperaturerniedrigung durch die Emissionsreduzierung auf Grund der INDC´s bis 2030 an.

Diese beträgt 0,05 °C.

http://wattsupwiththat.com/2015/11/10/lomborg-paris-climate-pact-will-reduce-temperature-increase-by-the-end-of-the-century-by-a-whopping-0-05c/

Ein nicht messbarer Effekt!!!!!

Ein glänzendes Ergebnis für die Klimakonferenzen COP22-24!!!!

RL

Dezember 2018

Eine eigene Rechnung hierzu ist auf der nächsten Seite beschrieben.

 

Für Interessierte:

Eine entsprechende einfache Rechnung ergibt das gleiche Ergebnis:

Die Berechnung erfolgt nach einer Relation, die von allen Klimawissenschaftlern, seien es Alarmisten oder Skeptiker anerkannt wird.

ΔT = f*ln(CO2-Konzentration/CO2-Konzentration vorindustriell)               (1)

CO2 –Konzentration: Zum Zeitpunkt der Berechnung vorhandene CO2 Konzentration

CO2 –Konzentration vorindustriell: 280 ppmV (CO2 Moleküle pro Million Luftmoleküle in einem Luftvolumen V)

MIT und Lomborg gehen von einer Sensitivität für CO2 bei der Verdopplung der Konzentration in der Atmosphäre von 4,5 °C aus, also vom extremen oberen Wert, um den Effekt der INDCs zu berechnen.

Aus Gleichung (1) ergibt sich:

ΔT = 4,5°C = f*ln(2*280/280)    

Damit kann man f berechnen.

f = 6,5 °C

Dieser Faktor f umfasst auch sämtliche Rückkopplungen, Verstärkungen z. B. durch andere Treibhausgase, durch Veränderung der Wolkenbildung, Ozeanströme etc…

Gemäß dem „Business as Usual“ erwartet man für 2030 eine Konzentration für CO2 in der Atmosphäre von 460 ppmV.

Damit erhält man eine globale Temperurerhöhung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter von

ΔT = 6,5*ln(460/280) = 3,2268 °C

Durch die INDCs ergibt sich gemäß ICNDT´s eine Reduktion von 4,2 ppmV (Stand 2016, 33 Gt CO2) bis 2030, also 455,8 ppmV.

Damit eine Temperaturerhöhung von

ΔT = 6,5*ln(455,8/280) = 3,1672 °C

Der Unterschied beträgt somit

ΔT = 0,06 °C

In guter Übereinstimmung mit dem Wert von Lomborg.

PDF:

COP24 Erfolg 181223

 

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Klimafakten: Aktualisierung Dezember 2018

Die Klimakonferenz COP24 in Kattowitz (Katowice) sieht diese Woche ihrem Ende entgegen.

Mit mehr als 20.000 Delegierten und Journalisten und einem medialen Dauerfeuer ein wahrhaft großes Unterfangen, mit dem Ziel, das Klima beherrschen zu wollen.

Die Erde wird nicht mehr bewohnbar sein, wenn nicht sofort und dramatisch etwas gegen die Erwärmung unternommen wird, so der Tenor!

Dabei wird gerne unterschlagen, dass der angesagte Weltuntergang alleine auf Theorien, Computermodellen beruht, die mit den gemessenen Werten nicht übereinstimmen, sondern viel zu hohe Temperaturwerte mit steigendem Anteil Kohlendioxid CO2 in der Atmosphäre prognostizieren

Dabei beruht der Erfolg der Naturwissenschaften seit Galileo Galilei genau darauf, dass Theorien mit den Experimenten, Messungen übereinstimmen müssen, sonst sind sie ganz einfach falsch, wie der Physik Nobelpreisträger Richard Feynman – und einer der kompetentesten Physiker des 20. Jahrhunderts – sehr deutlich formulierte.

Gekoppelte Nichtlineare Gleichungen, wie sie das Klima beschreiben, führen zu chaotischen Ergebnissen. Deshalb ist eine langfristige Vorhersage des zukünftigen Klimazustandes nicht möglich!!

Wie übrigens auch beim Wetter!!

Deshalb nun zu den gemessenen Klimafakten. Alle hier genannten Daten können mit einem Mausklick im Original im Internet nachvollzogen werden. Das sind die Daten, die alle haben, Klimaalarmisten, Skeptiker, und die ich auch hier aufzeige.

Ich produziere keine Daten!

Um es klar zu stellen: Ich bin Skeptiker, das muss ich als Physiker, Naturwissenschaftler sein. Ich bekomme übrigens keinen Cent für meine Meinung, oder meine Vorträge von wem auch immer. Für letztere hin- und wieder allerdings Reisekosten ersetzt. Das Klima und die zugrundeliegende Wissenschaft interessiert mich, und seit mehr als 20 Jahren beschäftige ich mich intensiv damit. Insofern bin ich kein studierter Klimatologe, aber die Klimatologie ist nur ein Teilgebiet der Physik und für einen Physiker ein einfaches Unterfangen diese zu verstehen. Als Wissenschaftler bin ich über die unwissenschaftliche Behandlung des Themas Klima sehr betroffen.

Aber wie sagte der Chefökonom des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung in einem Interview zur Neuen Züricher Zeitung (NZZ), das Internet vergisst nicht:

IPCC Leitautor Otmar Edenhofer in einem

NZZ Interview vom 14.11.10: „… Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist . …“

Es geht also schon lange nicht mehr um Klimaschutz, sondern um die Umverteilung des Reichtums in der Welt und um unseren Lebensstandard.

Natürlich gibt es Klima, Klimawandel und der Mensch trägt mit der Emission von CO2 zur globalen Erwärmung bei.

Die Frage ist und hier unterscheiden sich Klimaalarmisten und Klimaskeptiker: Wie groß ist der Einfluss des CO2, abgelesen aus den bisher gemessenen Daten? Die ersteren und das IPCC (Intergouvernmental Panel on Climate Change) berufen sich auf ihre Modellrechnungen, die letzteren auf Messungen.

Beschränken werde ich mich im Folgenden  aus Gründen der Ökonomie des Lesens auf die Bereiche, mit denen die Alarmisten den Menschen am meisten Angst machen wollen:

  1. Die Erhöhung der globalen Temperatur
  2. Das Ansteigen des Meeresspiegels.

Dazu werde ich keine großartigen Kommentare abgeben müssen. Die Daten sprechen für sich.

PDF: Klimafakten Aktualisierung Dezember 2018

Fazit:

A)

Dies gemessenen Anstiege der globalen Temperaturen von 1-1,5°C/Jahrhundert (Hadcrut4, UAH) sind noch voll kompatibel mit dem vom IPCC angestrebtem 1,5°C Ziel! Vor allem, wenn man berücksichtigt, dass die bisherigen 1°C globaler Temperaturanstieg seit der Kleinen Eiszeit zumindest mit 50% natürlichen Ursprungs sind! Dies ergibt zusammen maximal 1,3-1,5°C in den 80 Jahren bis 2100.

Bei ungebremster CO2 Emission!

B)

Man beobachtet global 25-50% Wachstum grüner Pflanzen zwischen 1982 und 2009, davon ca. 70% bedingt durch Erhöhung der CO2 Konzentration in der Atmosphäre. Der Rest kommt durch höhere Temperaturen, verbesserte Düngung und Bewässerung.

C)

Wir befinden uns heute bei 0,04 Vol % (400 ppmV) CO2.

C3 Pflanzen sind im Wesentlichen und vereinfacht alles was Grün ist.

Sie gedeihen bis zum fast dreifachen der heutigen CO2 Konzentration in der Atmosphäre.

Übrigens unter 0,02 Vol% verhungern die Pflanzen und wir mit ihnen.

D)

Der Meeresspiegelanstieg beträgt seit Jahrhunderten etwa 30 cm/Jahrhundert.

Ein beschleunigter Anstieg trotz bisher steigender Erwärmung und Abschmelzen von Festlandseis in Grönland und der Antarktis ist nicht zu erkennen (etwa 50% der Erhöhung des Meeresspiegels werden derzeit durch die Ausdehnung des Wassers der Ozeane bei Temperaturerhöhung hervorgerufen).

Weiterlesen PDF:

Klimafakten Aktualisierung Dezember 2018

 

Filed under: Klima, Meeresspiegel

Vom Klimaalarm zur Handlungs-Utopie – Der Sonderbericht IPCC 1,5 °C

Das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) war noch nie kleinlich, wenn es darum ging, den Einfluss des Menschen auf das Klima durch die Emission von Kohlendioxid (CO2) zu dramatisieren. In seinem letzten Sonderbericht IPCC-SR15 übertrifft es sich jedoch und macht sich lächerlich.

http://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_ts.pdf

Oder wie soll man es bezeichnen, wenn zur Vermeidung -von auf der Basis von Rechenmodellen- vorhergesagtem Weltuntergang, eine Emissionsreduktion der CO2 Emission durch Nutzung fossiler Brennstoffe gefordert wird, die unmöglich weder technisch noch kostenmäßig bewältigt werden kann.

Bei derartiger Forderung wird auch ein gestandener gläubiger Klima-Alarmist nur noch die Arme heben können und zugeben müssen, vergessen wir die ganze Vermeidung von CO2-Emissionen durch fossile Brennstoffe und lasst uns auf die Anpassung auf eventuelle Klimafolgen konzentrieren.

Der originale IPCC Report umfasst insgesamt 25 Seiten und 5 Abschnitte TS1 bis TS5.

http://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_ts.pdf

Im Folgenden werde ich meine Bemerkungen auf die zusammengefasste deutsche Übersetzung beziehen, die ebenfalls in 5 Abschnitte A-D aufgeteilt ist.

Um die Lesbarkeit zu erleichtern, werde ich mich auf einzelne Passagen beschränken, die aber auch im Wesentlichen den Inhalt des Berichtes beschreiben. Abschnitt D habe ich nicht kommentiert.

https://www.de-ipcc.de/media/content/Hauptaussagen_IPCC_SR15.pdf

A: Globale Erwärmung um 1,5 °C verstehen4

B: Projizierte Klimaänderungen, ihre möglichen Folgen und damit verbundene Risiken

C: Mit 1,5 °C globaler Erwärmung konsistente Emissionspfade und Systemübergänge

D: Stärkung der weltweiten Reaktion im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Bemühungen zur Beseitigung von Armut

A:

„A1. Menschliche Aktivitäten haben Schätzungen zufolge etwa

1,0 °C globale Erwärmung5 über vorindustrielle Werte verursacht,

mit einer wahrscheinlichen Bandbreite von 0,8 °C bis

1,2 °C. Die globale Erwärmung erreicht 1,5 °C wahrscheinlich

zwischen 2030 und 2052, wenn sie mit der aktuellen Geschwindigkeit

weiter zunimmt (hohes Vertrauen).

A2. Die Erwärmung durch anthropogene Emissionen seit vorindustrieller

Zeit bis heute wird für Jahrhunderte bis Jahrtausende

bestehen bleiben und wird weiterhin zusätzliche langfristige

Änderungen im Klimasystem bewirken, wie zum Beispiel einen

Meeresspiegelanstieg und damit verbundene Folgen (hohes

Vertrauen), aber es ist unwahrscheinlich, dass diese Emissionen

allein eine globale Erwärmung von 1,5 °C verursachen

(mittleres Vertrauen).

A3. Die klimabedingten Risiken für natürliche und menschliche

Systeme sind bei einer globalen Erwärmung um 1,5 °C höher

als heute, aber geringer als bei 2 °C (hohes Vertrauen). Diese

Risiken hängen von Ausmaß und Geschwindigkeit der Erwärmung,

geografischer Lage, Entwicklungsstand und Vulnerabilität

sowie der Wahl und Umsetzung von Anpassungs- und Minderungsmöglichkeiten

ab (hohes Vertrauen)

Kommentar zu A1:

Diese Aussage ist bereits grundsätzlich falsch. Richtig ist, dass der global gemittelte Anstieg der Temperaturen seit vorindustrieller Zeit um 1°C gestiegen ist. Aber der Anstieg um 0,5°C bis 1940 kann keineswegs durch anthropogene Aktivitäten erfolgt sein, da CO2 Emissionen erst nach dem II. Weltkrieg merkliche Werte betrugen!!!

Eine weitere Erwärmung um 0,5°C könnte bis 2052 erreicht werden. Dieses halbe Grad zusätzlich soll uns dann in einen Alarmzustand versetzen, wenn bisher 1°C Erwärmung nur positive Ergebnisse zeigten:

Die Erde wurde Grüner!

Vorindustriell waren wir noch in der Kleinen Eiszeit mit erheblich unangenehmeren Temperaturen. Im römischen Klimaoptimum war es wärmer als heute, im mittelalterlichen Klimaoptimum etwa so warm wie heute, die Minoer hatten allemal um ca. 1 °C höhere Temperaturen!

Kommentar zu A2:

Ob der derzeitige Zustand hunderte oder tausende Jahre betragen wird, auch wenn keine Emissionen von CO2 mehr erfolgen, ist eine Aussage, die sehr fragwürdig ist, wenn man bedenkt, dass die Verweilzeit von CO2 mit Sicherheit kleiner als 100 Jahre beträgt.

Kommentar zu A3:

Mein Gott! Das ist aber eine erstaunliche Aussage. Die Einflüsse einer Erwärmung auf 1,5 °C werden geringer sein als bei 2 °C. Darauf wäre ich nie gekommen!!

B:

B1. Klimamodelle projizieren belastbare6 Unterschiede regionaler

Klimaeigenschaften zwischen heutigen Bedingungen und

einer globalen Erwärmung um 1,5 °C7 sowie zwischen 1,5 °C

und 2 °C..…

B2. Bis 2100 wird der globale mittlere Meeresspiegelanstieg

laut Projektionen bei 1,5 °C globaler Erwärmung um etwa 0,1 m

geringer als bei 2 °C sein (mittleres Vertrauen)

 

Kommentar zu B1-B6:

Hier gilt das Gleiche wie zu A3!!!

 

C1 (von C1-C3):

„C1. In modellierten Pfaden mit begrenzter oder ohne Überschreitung

von 1,5 °C nehmen die globalen anthropogenen

Netto-CO2-Emissionen bis 2030 um etwa 45 % gegenüber dem

Niveau von 2010 ab (Interquartilbereich 40–60 %) und erreichen

um das Jahr 2050 (Interquartilbereich 2045–2055) netto

null…

Kommentar zu C1:

Die für das 1,5 °C Szenarium geforderten CO2 Reduktionen von 45% gegenüber 2010 und Netto Null Emissionen bis 2050 sind so etwas von irreal, dass man nur den Kopf schütteln kann.

Emissionen und Reduktionsvorgaben:

Bisher betrugen die Anteile an CO2 Emissionen folgende Werte für 2015:

Volksrepublik China 26,4 %

Vereinigte Staaten   17,7 %

Indien                     5,3 %

Russland                   4,9 %

Japan                      3,8 %

Deutschland               2,4 % an 6. Stelle!

….

Die drei ersten Länder emittieren gut die Hälfte aller Emissionen mit 18,26 Gt CO2. Deutschland 2,4 % nach Russland und Japan! Und an den CO2 Reduktionen Deutschlands soll die Welt genesen????

Sowohl China als auch Indien haben unmissverständlich klar gemacht, dass sie vor 2030 keine Reduktionen vornehmen können, um den wachsenden Wohlstand ihrer Bevölkerung nicht zu reduzieren.

Im Gegenteil: China wird seine Emissionen bis 2030 um mindestens 50 % steigern (man baut dort fast alle 1-2 Wochen ein neues Kohlekraftwerk, die teilweise ältere allerdings ersetzen sollen), Indien um etwa 300%. Gemäß Klimaabkommen von Paris sollen die Industrieländer drastisch reduzieren, ohne Rücksicht auf den derzeitigen Wohlstand ihrer Bevölkerung (und außerdem 100 Milliarden $ pro Jahr an die sich entwickelnden Länder inklusive China, Indien überweisen).

Jetzt muss man nur noch ein wenig rechnen:

Der heutige Wert an Emissionen beträgt etwa 35 Gt CO2.

Selbst wenn alle anderen Länder ihre Emissionen um 45 % herunterfahren würden gemäß IPCC 15 Forderung, ergibt sich somit

35 Gt*(1,5 (China)*0,264+3 (Indien)*0,053)=19,43 Gt, also 56 % der heutigen Emissionen, dagegen sind 0,45*35 Gt=15,8 Gt für die 1,5 °C bis 2030 maximal erlaubt.

Rechnet man noch die USA heraus, die aus dem Klimaabkommen ausgetreten sind und bei 17,7 % von 35 Gt (6,2 Gt) an Emissionen bis 2030 nicht abgehen wollen, so müsste die restliche Welt außer USA, China und Indien eine Reduktion von 162% vornehmen.

Wird wohl selbst rechnerisch nicht vorkommen können!!

Die Internationale Energie Agentur (IEA) geht auf Grund des Bevölkerungswachstums, des Anwachsen globalen Handels und Wohlstandes davon aus, dass der Energieverbrauch bis 2030 sicher um 20 % anwachsen und gestillt wird im Wesentlichen durch fossile Brennstoffe.

Das bedeutet, dass man 2030 wohl eher mit 35 Gt*1,2 = 42 Gt an CO2 Emissionen pro Jahr rechnen muss, was die Angelegenheit noch illusorischer macht!

Können wir uns dies leisten??

Im Jahr 2017 wurden etwa 280 Milliarden € in erneuerbare Energieträger investiert. Um das IPCC Ziel von 1,5 °C zu erreichen müssten 2.000 Milliarden € pro Jahr investiert werden.

Eine Summe, die zu realisieren alle Vorstellungskraft übersteigt. Wind- und Solarenergie können dies aus offensichtlichen Gründen (Versorgungssicherheit) nicht leisten, also bleibt derzeit fast ausschließlich die Kernenergie.

Abschließend muss natürlich festgehalten werden, dass sich die IPCC 1,5 °C Vorgaben nur aus Modellrechnungen ergeben, die heutige Messungen nicht reproduzieren können, sondern viel zu hohe Werte für den Treibhauseffekt des CO2 als Ergebnis produzieren.

Die Klimatologin Judith Curry sagt zu dem IPCC Bericht 1,5 °C sehr pointiert:

„Über Land haben wir schon die 1,5 °C Marke seit 1890 übertroffen. Um 1820 (Bemerkung RL: in der Kleinen Eiszeit) waren die Temperaturen mehr als 2 °C niedriger.“

Das „Experiment“ haben wir also bereits ohne negative Folgen hinter uns.

Warum 0,5 °C jetzt diese nicht realisierbaren Anstrengungen nötig machen sollen, um uns vor dem von Klimaalarmisten angedrohten Armageddon, dem Weltuntergang zu retten, bleibt das Geheimnis des IPCC.

Es macht sich somit wiederholt unglaubwürdig!!

RL

PDF: IPCC Sonderbericht

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Liebesbrief an IPCC

Mein Kollege Prof. Dr. Horst Lüdecke, mit dem ich einige Veröffentlichungen und Beiträge zum Klima/Klimawandel verfasst habe, hat mir folgenden Liebesbrief eines Einsenders an seine E-Mail Adresse geschickt, den ich hier gerne veröffentliche.

RL

Zuerst erschienen unter:

https://www.eike-klima-energie.eu/2018/10/21/mein-liebesbrief-an-das-ipcc/

„Liebes IPCC, als Weltorganisation bist Du ja toll vernetzt. Und Du machst zur
Zeit auch wieder ganz schön Wirbel: Die zukünftige globale Erwärmung sollen
wir alle gemeinsam auf höchstens 1,5 Grad beschränken. Früher waren es 2
Grad, aber das war Dir zu leicht. Völlig richtig, dass Du die Latte jetzt
höher gelegt hast. Du bist schließlich von ganz alleine auf den Trichter
gekommen mit dieser Turbulenzgeschichte und dem ganzen Strahlungs- und
Erwärmungsdingsda. Du weißt schon, ich meine den Treibhauseffekt. Andere
haben sich daran die Zähne ausgebissen. Die sind einfach nicht so schlau wie
Du und haben sich ins Bockshorn jagen lassen. Ist ja auch wirklich nicht so
einfach! Turbulente miteinander wechselwirkende Flüsse von Atmosphäre und
Ozeanen, die Wirkung der Sonnenstrahlung auf einen rotierenden Planeten,
Wärmeübergänge bei Aggregatänderungen des vielen Wassers auf der Erde, die
Winde, die auf- und absteigenden Meereswalzen wie der Golfstrom, die
Klimawirkung des Wasserdampfs und der Wolken, na ich höre jetzt auf, denn Du
weißt das ja alles viel besser.
Und Du hast für das Kernproblem des Klimawandels jetzt endlich die ultimative
geniale Lösung gefunden. Das CO2 ist der alleinige Übeltäter. Super, niemand
wäre sonst darauf gekommen! Das CO2 ist für jeden Klimawandel verantwortlich.
Und dann, schwupps das CO2 in Deine Klimamodelle gesteckt, und schon wissen
wir endlich genau über die kommende Klimakatastrophe Bescheid. Lass Dich bloß
nicht von Kleingeistern beirren, die unverschämt behaupten, Deine Modelle
würden noch nicht einmal die Klimavergangenheit ordentlich beschreiben
können. Da bleibe mal ganz ruhig. Irgendwann wird die deutsche Politik, die
Dir ja glücklicherweise wie kaum jemand sonst treu zur Seite steht, solche
Schwätzer schon ruhig stellen. Wenn alles nichts hilft, wird man sie halt
einsperren. Liebes IPCC, genial ist auch Deine logische Schlussfolgerung:
Wenn wir weniger von dem Giftzeug CO2 in die Luft pusten können wir das Klima
wieder so ruhig stellen, so wie wir das bei einem plärrenden Kleinkind mit
dem Schnuller machen. Das ist die ultimative Hammerlösung! Ich bin sicher,
liebes IPCC, Du bekommst dafür einmal auch den Physik-Nobelpreis, den für
Frieden hast Du ja schon.
Aber hast Du auch einmal darüber nachgedacht, wie das mit den 1,5 Grad
praktisch geschehen soll? Klar, Du hast viel zu tun und kannst nicht für
alles gleich Lösungen hervorzaubern. Aber weil ich Dich und Deinen
Klimaschutz so toll finde, habe ich beschlossen, Dir hier mit Rat und Tat
weiterzuhelfen. Dazu musst Du Dir zuerst einmal die weltweiten Emissionen von
CO2 anschauen! Da erzeugen China plus USA 40% von diesem Giftzeugs, die EU 9%
und wir Deutschen 2,5%. Du weißt vielleicht, dass wir das böse Giftzeugs CO2
zwar für die Photosynthese brauchen, Pflanzen wachsen ohne CO2 dummerweise
nicht. Und was noch schlimmer ist, sie wachsen mit mehr CO2 sogar besser. Die
Erde wurde grüner und die Welternten besser. Lass Dich davon bloß nicht
irritieren! Besser nichts mehr ernten, aber die Welt vor dem Wärmetod retten.
Das ist angesagt, was nützt uns denn mehr Wald, Grünzeug und Weizen? Gefahr
durch Erhitzung ist im Verzug, Gegensteuern ist nie zu früh….
Uns Deutsche kann ich Dir
als Musterbeispiel für treueste Klimafolgsamkeit empfehlen. Als Deutscher
weiß ich, wovon ich rede. Was Du hierzulande erreicht hast, macht mich
besonders stolz auf Dich.
Haben es doch kluge grüne Juristen ganz in Deinem Sinne fertiggebracht, die
böse Braunkohle zu verbannen. Der Hambacher Forst gehört jetzt wieder
lustigen Gesellen, die zum Scherz auf Polizisten Scheiße werfen, mit
Schleuderchen schießen und in den Bäumen Holzhäuschen bauen. Humor muss die
Polizei doch aushalten, oder etwa nicht? Ob der Lärm der lieben
Baumhausbewohner der Fledermaus dort bekommt, die unsere Juristen schützen
wollen? Na egal, wo gehobelt wird, fallen Späne.
Glücklicherweise haben die klugen Richter die Waldrodung für Windräder
nicht gleich mit verboten.
Aber auch die lustigen Demonstranten des Hambacher Forsts sind schließlich bei
Windradinstallationen in Wäldern nicht zu finden. Daher liebes IPCC, höre
jetzt auf meinen Ratschlag: Wir werden das CO2 Problem mit Windrädern aus der
Welt schaffen, das verspreche ich Dir. Schließlich liefern diese 30.000 sich
in unsere Landschaften so harmonisch einfügenden Anlagen schon satte 3%
unserer Primärenergie. Klar, ihr Strom ist zu flatterhaft, aber das schaffen
wir auch noch. Die restlichen 97% sind dann nur noch ein Klacks. Weg mit
Kohle, Erdöl und Gas, vom Uran will ich erst gar nicht reden. Windrädchen,
Photozellchen und leckerer Energiemais alleine werden uns an die
technologische Weltspitze katapultieren….“

Weiterlesen: Liebesbrief an IPCC

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Das FAZ Klima-Interview – Klimaschutz ist kein Wunschkonzert

In der FAZ erschien aktualisiert am 01.10.2018 ein Interview von Joachim Müller-Jung und Christian Schwägerl mit:

Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI); Thomas Stocker, Klimatologe und ehemaliger IPCC-Co-Vorsitzender der Universität Bern, Gerald Haug, Meeresgeologie und Paläoklimaforscher an der ETH Zürich und dem Max-Planck-Institut für Chemie; Hans Joachim (“John“) Schellnhuber, emeritierter Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Mitglied der deutschen Kohlekommission.

Alle Vertreter -aus meiner Sicht- eine alarmistischen Zukunft unseres Klimas vorhersagend bei weiterer ungebremster Kohlendioxidemission!

Das Interview können Sie hier lesen:

http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde-klima/1-5-grad-bericht-des-weltklimarats-klimaschutz-ist-kein-wunschkonzert-15814681/unsere-gespraechsteilnehmer-15816950.html

Professor Horst Lüdecke, ein klimaskeptischer Wissenschaftler  – mit dem ich einige Veröffentlichungen und Stellungnahmen zum Klima verfasst habe – hat hierzu bei EIKE

https://www.eike-klima-energie.eu/

eine Gegendarstellung verfasst, die hier abgedruckt ist:

https://www.eike-klima-energie.eu/2018/10/06/das-faz-klima-interview-vom-2-10-2018-nachdem-sie-das-ziel-endgueltig-aus-den-augen-verloren-hatten-verdoppelten-sie-ihre-anstrengungen/

Hier einige Auszüge:

Das Interview führten Christian Schwägerl und Joachim Müller-Jung von der FAZ. Es erschien unter dem Titel „Ein Gespräch zum 1,5-Grad-Sonderbericht des Weltklimarats, Klimaschutz ist kein Wunschkonzert“ (hier). Nun ja, Wunschkonzert ist nicht einmal falsch, denn Klimaschutz ist in der Tat unmöglich. Klima schützen zu wollen – also bekanntlich das lokale statistische Mittel von Wetter über mindestens 30 Jahre, mit der Eigenschaft, sich seit Bestehen unserer Erde überall auf dem Globus stets gewandelt zu haben – kann nur den von der FAZ Interviewten „Fachexperten“ einfallen. Über die „Klima-Expertise“ von Herrn Müller-Jung erschienen bereits in den EIKE-News zwei humorige Artikel (hier, hier). Schauen wir uns jetzt also an, was die Kollegen der Wissenschaft so von sich gaben.

Es ging um das 1,5 Grad oder das 2 Grad Ziel und welches sinnvoller sei. Auf die erste Frage der FAZ nach diesen Zielen aus Sicht der Klimaforschung behauptet Schellnhuber „Aber Fakt ist doch: Schon bei bislang grob einem Grad globaler Erwärmung sehen wir heftige Folgen., etwa Wetterextreme – und wir sind auf dem Weg in eine drei bis fünf Grad wärmere Welt bis Ende des Jahrhunderts, wenn wir nicht rasch umsteuern“. Nein, Herr Schellnhuber, das ist eben nicht Fakt, sondern falsch: Wetterextreme sind Normalität, wie jeder Meteorologie bestätigt, ist die natürliche Eigenschaft des Wetters seine Ungewöhnlichkeit. Es geht hier um Extremwetterzunahmen in Klimazeiträumen. Das IPCC ist in seinem letzten Sachstandsbericht AR5 detailliert auf diese Frage für den Zeitraum ab 1950 eingegangen, denn seit diesem Datum gibt es statistisch ausreichend viele Messungen. Fazit und Fakt: Das IPCC hat nichts gefunden, s. die entsprechenden Belege und Nachweise (hier), (hier) (bzw. Gutachterliche Stellungnahme Lüdecke 4April2018 unter dem Abschnitt „Extremwetter“, dort sind die Links direkt anklickbar). Es wäre interessant von Schellhuber zu erfahren, wo denn nun die Extremwetter in Klimazeiträumen bleiben, wenn sie selbst von seiner „vorgesetzten Behörde“ (IPCC) nicht aufzufinden sind.

In seiner Antwort führt Schellhuber weiter aus „Wir brauchen statt ehrgeizigerer Ziele endlich ehrgeizigere Maßnahmen zur Klimastabilisierung“. Unser Kommentar zu dieser Antwort ist selbstverständlich etwas höflicher als der von Prof. Hans v. Storch, der das 2 Grad Ziel volksnah als „Verarschung“ bezeichnete (hier). Wir ziehen es dagegen vor, unsere Hochachtung vor einem deutschen Klima-Gelehrten auszudrücken, der offensichtlich Maßnahmen zur Klimastabilisierung in der Tasche hat. Donnerlüttchen, das ist ja mehr als ein Nobelpreis für Physik, ein echter Zampano, dieser Schellnhuber! Es fertig zu bringen, ein sich naturgesetzlich stets änderndes Phänomen wie das Klima zu stabilisieren, Glückwunsch.

Nun aber zu Frau Boetius: „Wir Polarforscher sind auf der anderen Seite auch lauter geworden. Denn 1,5 Grad mehr globale Erwärmung bedeutet in der Arktis 4 Grad mehr. Da kam politisch also noch Extradruck dazu, denn 1,5 Grad global bedeutet dort eben, dass den Menschen im Norden der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Das gleiche gilt für die Habitate. Es heißt: Walross weg, Eisbär weg. Das ist keine Anekdote“. Sehr gut, Frau Boetius, möchten wir da gerne bestätigen, Polarforscher sind natürlich auch noch da, wäre ja noch schöner! Schließlich gibt es neben diesem PIK ja auch noch das AWI. So etwas muss doch endlich einmal unter die Leute gebracht werden. Und um sich nicht mit Petitessen abzugeben und gleich was Medienwirksames zu präsentieren, macht also Frau Boetius mir nichts, dir nichts aus den global gemittelten 1,5 Grad salopp 4 Grad in der Antarktis.

Wie kommt sie denn darauf? Selbst in den wärmsten Zeiten nach Ende des letzten Glazials war es in Grönland im Höchstfall etwa 2,5 Grad wärmer als heute, s. Fig. 6 in Lecavalier et al, Quaternary Science Revies, 63 (2013). Außerdem ist die gegenwärtig höhere Erwärmung der Arktis nur ein zyklisches Phänomen (Klimaschaukel oder sea saw) mit einer Periode von etwa 60 Jahren (s. Fig. 2a in Chylek et al, Geophys. Research Letter, 37, (2010). Als wenn dies noch nicht genug wäre, setzt Frau Boetius noch eins drauf mit „Walross weg, Eisbär weg“. Das halten selbst die einfältigsten FAZ-Leser nicht mehr aus. Diese beiden Tierarten haben sogar die extremen Temperaturmaxima der letzten 1/2 Millionen Jahre putzmunter überstanden –  und nun plötzlich weg wegen 1,5 Grad natürlicher Erwärmung? Dagegen zeichneten sich die fachlich korrekten Aussagen des ehemaligen AWI-Direktors Prof. Heinz Miller durch unaufgeregte, angenehme Sachkundigkeit aus (hier). Ob abstruse Katastrophenszenarien die Politik bewegen, mehr Forschungsgelder dem AWI zukommen zu lassen?  Unter diesem Aspekt sind die Aussagen von Frau Boetius vielleicht noch zu verstehen. Das AWI macht sehr ordentliche Forschung. Der Autor dieser News, sein EIKE-Kollege Prof. Dr. Carl-Otto Weiss und zwei chinesische Mitautoren hatten sogar die Ehre, der begutachteten Fachzeitschrift „Polarforschung“ vom Jahre 2016, Herausgeber AWI, einen  Artikel (polfor_2016_015) beizusteuern. Man kann nur hoffen, dass der gute Ruf des AWI nicht durch fragwürdige Interview-Aussagen seiner Leitung in den Hintergrund gerät.

Zu Herrn Haug: Mit ihm wird es nicht besser als bei den drei anderen mit seinen “ Wir messen bereits jetzt eine globale Erwärmung von einem Grad über dem vorindustriellen Wert“. Ist ja nicht falsch, lieber Herr Haug, nein, nein, aber zu dieser Aussage gehört unbedingt dazu, auch etwas Sachliches über die vorindustriellen Werte hinzuzufügen, wie etwa: Das mittelalterliche und römische Klimaoptimum war jeweils etwa so warm wie heute, die beiden Holozän-Maxima dagegen noch weit wärmer (s. Bild). Was soll eigentlich an den 1,5 Grad Katastrophales sein, oder haben wir da etwas falsch verstanden?

Und schlussendlich zu Herrn Stocker: Er umschifft elegant das CO2-Thema, indem er korrekt ausführt, dass China nun seine Kohlekraftwerke mit Filtern ausstattet. Tatsächlich und völlig sachgerecht bekämpfen die Chinesen Ruß, Staub und Aerosole, das CO2 können sie natürlich auch nicht wegfiltern, es ist ihnen aber auch egal. Dann erzählt Stocker noch etwas über CO2-Versenkung im Boden mit viel Energieaufwand – als carbon capture and storage wird das bezeichnet. Außer den von diesem technischen Abersinn profitierenden Unternehmen nimmt niemand diese Art von Energieumwandlung in nutzlose Wärme (vulgo Energievernichtung) ernst, denn dafür gibt es unterhaltsamere Methoden (Ausnahme machen da nur die Isländer, die wissen nicht wohin mit ihrer Energie aus Vulkanismus und versenken tatsächlich CO2 im Boden. ARTE, das darüber berichtete, bezeichnete zu diesem Anlass CO2 als „Schadstoff“)

Weiterlesen:

FAZ Klimainterview Kommentar Lüdecke

 

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Klimaschutz im Hambacher Wald

Die Besetzer des Hambacher Forstes werden in der Presse als Aktivisten bezeichnet.

Hat aber dieses Vorgehen dieser Menschen nicht den Geruch von Meinungsterror? Gut, Gott sei Dank kamen keine Menschen zu Tode, abgesehen von dem unglücklichen Journalisten, der von der von Forstbesetzern gebastelten Hängebrücke fiel.

Ein noch von Rot-Grüner Regierung genehmigter Abbau von Braunkohle unter dem Hambacher Forst – davon wollen die hierfür Verantwortlichen jetzt wohl nichts mehr wissen, zumindest bekennen sie sich nicht dazu – soll mit den Mitteln des Rechtsstaates durchgesetzt werden. Nun wurde die Rodung zunächst auf Einspruch des BUND gerichtlich gestoppt. Wie müssen sich jetzt eigentlich die Polizeibeamten fühlen, die von den Forstbesetzern – aus meiner Sicht Ökoterroristen – mit Scheiße überschüttet wurden, während sie ihre vom Staat angeordnete Aufgabe erfüllten?!

Hat in Zukunft jeder Bürger zur Durchsetzung seiner Meinung die gleiche Möglichkeit  wie die sog. Klimaaktivisten? Offener Widerstand, Gewalt gegen Bürger anderer Meinung und gegen Polizisten?!?

Natürlich muss man nicht mit allen Entscheidungen einer Regierung einverstanden sein und natürlich kann man hiergegen friedlich protestieren! In einer Demokratie gibt es zusätzlich auch die Möglichkeit freier Wahlen! Und natürlich kann man Rechtsmittel einlegen!

RL.

 

Ein lesenswerter Artikel Klimaschutzdemo im Hambacher Forst von Michael Krüger  ist im Folgenden abgedruckt:

„Der Umweltschutzverband BUND hat gerade mit einen Eilantrag und einer Klage vor dem OVG Münster die Rodung im Hambacher Forst gestoppt. Der BUND hatte argumentiert, dass der Wald mit seinem Bechsteinfledermausvorkommen die Qualitäten eines europäischen FFH-Schutzgebietes habe und deshalb geschützt werden müsse. Das Gericht erklärte, die Unterlagen dazu umfassten mehrere Kisten, die Rechtsfragen seien so komplex, dass man sie nicht in einem Eilverfahren beantworten könne. Die Rodung müsse vorerst gestoppt werden, damit keine „vollendete, nicht rückgängig zu machende Tatsachen geschaffen“ würden, teilte das Gericht mit. RWE muss nun warten, bis über die Klage des BUND entschieden ist. Das Verfahren kann zwei bis drei Jahre andauern. Weiterhin genehmigte das VG Aachen trotz Sicherheitsbedenken der Polizei ein Großdemo am Hambacher Forst. Es wird heute mit 20.000 Demonstranten am und im Hambacher Forst gerechnet.

Der BUND und die Klimaaktivisten im Hambacher Forst zeigen sich darüber hoch erfreut. Die Bechsteinfledermaus hatte der BUND nicht zum ersten Mal vorgeschoben. Mit dem Schutz der Bechsteinfledermaus begründete der BUND bereits seine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen die Verlegung der A4 im Zusammenhang mit dem Braunkohletagebau Hambach, die jedoch am 13. Mai 2009 abgewiesen wurde. Gleiches versuchte der BUND beim Lückenschluss der A33 zwischen dem Autobahnkreuz Bielefeld und Borgholzhausen, doch auch in diesem Fall wies das Bundesverwaltungsgericht die Klage ab. Nun versucht es der BUND erneut mit der Bechsteinfledermaus beim Hambacher Forst.“

Weiterlesen:

http://www.science-skeptical.de/klimawandel/klimaschutz-im-hambacher-forst-machen-wir-der-bechsteinfledermaus-den-garaus/0016945/

 

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Grönlands Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels – Eine rationale Betrachtung

Das vollständige Abschmelzen des Grönlandeises würde zu einem Anstieg des Meeresspiegels von ca. 6,7 m führen.

Wie ich in einem früheren Artikel darstellte „Die Angst vor dem Jahrtausendsommer, rlrational.wordpress.com“ dauert es bei derzeitigem gleichbleibendem Eisverlust 27.000 Jahre bis es vollkommen abgeschmolzen ist und mit 2,5 cm pro Jahrhundert zum gemessenen Anstieg des Meeresspiegels von 36 cm pro Jahrhundert beiträgt.

Einige Klimatologen behaupten nun, dass bereits bei einer globalen Temperaturerhöhung von nur 2 Grad Celsius, ein Kipp-Punkt (Tipping Point) erreicht sein könne, von dem an das Grönlandeis verstärkt abschmilzt.

Wie wahrscheinlich ist dieser Vorgang?

Schauen wir uns hierzu einfach einmal an, wie sich die Temperaturen in Grönland nach Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren entwickelt haben.

Dabei sollten wir uns noch bewusst sein, das wir uns in einem Eiszeitalter befinden, definiert dadurch, dass mindestens ein Erdpol mit Eis bedeckt ist. Derzeit sind es beide Pole! Innerhalb des Eiszeitalters wechseln sich Eiszeiten von ca. 80.000 Jahren Dauer mit kürzeren Warmzeiten 15.000 bis 25.000 Jahren ab. Wir befinden uns in der so genannten Holozän Warmzeit.

Diese alle 100.000 Jahre wiederkehrende Periode wurde durch Eisbohrkernen inmitten der Antarktis, Vostok, mit der Analyse von 3000 m Bohrproben sauber nachgewiesen.

Inmitten Grönlands wurden ebenfalls Eis- Bohrkerne gezogen.

Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Greenland_Ice_Sheet_Project

„Die GISP2-Bohrungen (Greenland Ice Sheet Project)wurden am höchsten Punkt des grönländischen Eischildes durchgeführt, bei ♁73° N, 38° W in einer Höhe von 3208 m über NN, auf der Eisscheide von Westgrönland. An dieser Stelle fließt Eis sowohl nach Westen wie auch nach Osten ab.

Für die Bohrung wurde ein 20 m hoher Bohrturm verwendet, dazu spezielle Bohrköpfe. Der Bohrkern wurde in Einzelteile von 2 und 6 m Länge zersägt. Bei der Handhabung der Bohrkerne musste peinlich genau darauf geachtet werden, dass der Bohrkern nicht mit Fremdmaterial kontaminiert wird; schon eine Berührung mit der bloßen Hand hätte die spätere Auswertung verfälschen können.
Als das Camp am 14. September 1991 geschlossen wurde, war im Rahmen von GISP2 eine Tiefe von 1510 m erreicht worden. Die ältesten Eisteile des Bohrkerns reichten bis zum Jahr 8000 v. Chr. zurück. Am 1. Juli 1993 wurde nach Durchbohrung von 3053,44 m Eis und 1,55 m Stein der längste Eisbohrkern gewonnen, der je angefertigt wurde.“

Das Ergebnis ist in der folgenden Graphik wiedergegeben.

Man sieht, dass zu Beginn des Holozäns die Temperaturen in der Mitte Grönlands verglichen mit der Kleinen Eiszeit um 3 Grad C höher waren! Danach folgte ein stetiges Auf und Ab, insgesamt jedoch eine durch die grüne Kurve repräsentierte Abkühlung, die durchaus auch ein Anzeichen für das langsame Abgleiten in die nächste Eiszeit sein könnte.

Ein Tipping Point zu höheren Temperaturen und ein Abschmelzen des Grönlandeises sind nicht im Geringsten zu erkennen. Im Gegenteil auch nach den Klimaoptima der minoischen, römischen und mittelalterlichen Zeit, strebte der Zustand der Erde wieder zu niedrigeren Temperaturen und Kleinen Eiszeiten.

Das erkennt man auch deutlich an der Höhe des Meeresspiegels seit Ende der letzten Eiszeit, die seit Beginn des Holozäns stetig anstieg mit etwa 30 cm/Jahrhundert.

Auch hier ebenfalls keine Andeutung von Abschmelzen des Grönlandeises oder gar des antarktischen Eises, was mit einer deutlichen Erhöhung des Meeresspiegels einhergehen müsste.

Eine dramatische Erhöhung des Meeresspiegels ist also in den nächsten Jahrhunderten nicht zu erwarten wie es die Klimaalarmisten, einige Klimatologen, in Zeitschriften, TV und Rundfunk behaupten.

Bemerkenswert und zum Nachdenken anregend ist übrigens, dass unsere heutigen Temperaturanomalien immer verglichen werden mit Werten um 1850, als die Erde sich noch in der Kleinen Eiszeit befand!

Wie sagte doch so schön der Chefökonom des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) Ottmar Edenhofer in der NZZ: „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um …. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist.“

August 2018

Dr. rer. nat. Rainer Link

Physiker

PDF hier: Das Grönlandeis (1)

 

 

 

 

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Die Angst vor dem Jahrtausendsommer

Dieser Sommer ist wirklich richtig heiß!

Und es ist der Anlass vor einem Jahrtausend Sommer Angst zu schüren, in allen „gleichgeschalteten!?“ Zeitungen Focus, Spiegel, FAZ. Ohne zu hinterfragen wurde eine Pressemitteilung zum Klimaalarm an die Leserschaft verteilt. Natürlich mit dem entsprechenden Aufmacher, einer Graphik, die die derzeitigen Temperaturen – hier für den 1. Augst 2018 – auf der Erde farbig darstellt, natürlich mit viel Rot (man hätte auch weniger heftige Rottöne für Temperaturen über 20°C nehmen können).

Abbildung 1: 2m Temperatur am 07. August 2018

In der folgenden Abbildung 2 sind die Abweichungen vom Mittel der Temperaturen, die Temperaturanomalie aufgezeichnet. Das sieht dann doch etwas anders aus. Man weiß schon, wie man Angst erzeugen kann.

 

Abbildung 2: Temperaturanomalie vom 1. August 2018, Abweichung vom Mittelwert 1979-2000

Die Angst wurde unterstützt von einer Veröffentlichung im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ mit lauter Vermutungen, evtl., könnte, vielleicht, in ferner Zukunft, aber wir wissen nicht wann (tausend Jahren ?), die sich wieder einmal auf die Klimamodelle stützt.

Spiegel online, 06.08.2018

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimawandel-forscher-warnen-vor-entstehung-einer-heisszeit-a-1221915.html :

„Die Gefahr einer Heißzeit kann aus Sicht von Klimaforschern selbst beim Einhalten des Pariser-Klimaabkommens (Anmerkung: 2° C) nicht ausgeschlossen werden. Dabei würde sich die Erde langfristig um etwa vier bis fünf Grad Celsius erwärmen und der Meeresspiegel um 10 bis 60 Meter ansteigen, schreiben Forscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“. Wissenschaftliche Belege, ab welcher Erwärmung genau damit zu rechnen ist, liefert die Studie allerdings nicht. Es geht eher um eine grundsätzliche Warnung.“

Weiterhin:

„Die Forscher analysierten sogenannte Kippelemente (Anmerkung:Tipping Points) im Klimasystem. Dazu gehören etwa die auftauenden Permafrostböden in Russland, die Eisschmelze in der Antarktis, die sich erwärmenden Methanhydrate auf dem Meeresboden und die großen Ökosysteme wie der Amazonas-Regenwald.

Sie könnten sich wie eine Reihe von Dominosteinen verhalten, sagte Autor Johan Rockström, Direktor des Stockholm Resilience Centre und designierter Kodirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). „Wird einer von ihnen gekippt, schiebt dieses Element die Erde auf einen weiteren Kipppunkt zu.“ Durch eine solche Rückkopplung könnte sich der Klimawandel selbst verstärken.“

Klar ist, dass der designierte Nachfolger von Hans Joachim Schellnhuber nichts anderes sagen kann, sonst wäre er es nicht geworden!

Hans Joachim Schellnhuber sagt zu diesem Vorgang:

„Vorstellbar sei etwa, dass der Verlust des Eises in einigen Regionen der Westantarktis bereits solche Kippunkte überschritten habe, ergänzt Hans Joachim Schellnhuber vom PIK. Damit wäre ein umfangreicheres Abschmelzen über lange Zeiträume programmiert.“

In der o.g. Veröffentlichung sind die Autoren auch der Meinung, dass diese Tipping Punkte bereits bei einer Temperaturerhöhung von 2°C gegenüber der vorindustriellen Zeit erreicht werden könnten! Damit macht das Klimaabkommen von Paris schon gar keinen Sinn mehr, was sowieso der Fall ist.

Das Eigentor, die Tipping Points (Kipp-Elemente)

Die Warnung vor einem so genannten Tipping Punkt ist natürlich in einem chaotischen System wie es unser Klima nun einmal ist, durchaus berechtigt.

Aber merken die Gläubigen der Klimamodelle denn nicht, dass sie endlich selbst damit auch zugeben, dass ihre Modelle keine zukünftigen Szenarien des Klimas darstellen können.

Die Klimamodellierer glauben ja, dass sich die chaotischen Verhältnisse, die wir vom Wetter sehr gut kennen, beim Klima statistisch herausmitteln.

In der Chaostheorie können Bifurkationen entstehen, die sich auf gänzlich anderen Werten stabilisieren. Damit können sich auch statistisch vollständig andere Werte ergeben.

Abbildung 3: Bifurkationen in der Chaostheorie

Tipping Punkte können übrigens auch bei höheren Temperaturen einen gegenteiligen Effekt haben, nämlich die Erde wieder in eine Kleine Eiszeit transformieren. Man denke z. B. nur an die veränderliche Wolkenbildung und damit bedingte erhöhte direkte Reflexion der Sonnenstrahlung in das Weltall mit anschließender Gletscherbildung und Vergrößerung des See-Eises.

 

Die Angst vor dem Anstieg des Meeresspiegels

 Da ist man in der alarmistischen Welt nicht kleinlich 10-60 m Meeresanstieg sollen es schon sein.

Das ist richtig!

Aber nur, wenn das Grönlandeis und/oder das Eis der Antarktis vollständig abschmelzen!

Aber wie realistisch ist dies, vor allem in welchem Zeitraum?

Dazu zwei kurze Rechnungen:

1) Das Grönlandeis

Der Eisschild in Grönland beträgt ca. 2,6*10^6 km^3.

Dies entspricht einer Masse von 2,7*10^18 kg. Grönland verliert derzeit rund 10^14 kg Festlandseis pro Jahr, benötigt also 27.000 Jahre um abzuschmelzen und den Meeresspiegel um 6,7 m anzuheben.

Pro Jahrhundert sind dies dann 2,5 cm, von 30 cm, die derzeit gemessen werden.

2) Das Eis der Antarktis

Das antarktische Festlandseis bedeckt 98% des antarktischen Kontinents mit 26,5*10^6 km^3. Falls das ganze Eis schmilzt, steigt der Meeresspiegel um 58 m.

Abbildung 4: Beiträge der antarktischen Regionen zum Meeresspiegelanstieg (NOAA)

Wie man Abbildung 4 entnehmen kann, trägt nur die westantarktische Halbinsel wesentlich zur Meeresspiegel Erhöhung bei. Derzeit sind es 6 mm/Jahr. Sollte diese komplett abschmelzen (unwahrscheinlich) erhöht sich der Meeresspiegel um 1,2 m.

Das dauert bei heutigem Stand1200/6 Jahre = 200 Jahre.

Zu panikartigen Reaktionen gibt es also überhaupt keinen Anlass. Dies gilt umso mehr für Deutschland, das nur zu einem vernachlässigbaren Anteil an der weltweiten CO2 Emission beiträgt.

August 2018

Dr. rer. nat. Rainer Link

 

Hier PDF: Die Angst vor dem Jahrtausendsommer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Klimafakten: „Update August 2018“

Keine Frage, unter dieser Hitze – und Trockenheit – im Juli und Anfang August dieses Jahres leiden wir fast alle.

Auch mich lähmt dieses Wetter. Es fällt mir schwer zu schreiben

Die Klimatologen und die Presse, die sich dem Klimaalarm verschrieben haben, jedoch jubeln: „Seht ihr, so wird es in Zukunft weitergehen!!“

Einer von Ihnen Mojib Latif, ein Gläubiger der Klimamodelle vom Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, bläst besonders gerne in das Horn des Klima-Alarmismus!

So sagte er z.B. im Jahre 2000 (Spiegel Online vom Samstag, 01.04.2000 13:43):

„Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben, … Deutschland wird verstärkt unter dem Einfluss von Island-Tiefs stehen, im Mittelmeerraum werden sich dagegen Azoren-Hochs verstärkt auswirken.“

Na ja: Schneereiche Winter vergangener Jahre und die Auswirkung des diesjährigen Azoren-Hochs auf unser Sommerwetter sprechen nicht unbedingt für die Vorhersagefähigkeit des Wetterpropheten Latif.

Achtung: Das Internet vergisst nicht!!

 

Bei dieser Hitze und den zahlreichen Artikeln fällt es nicht leicht, cool zu bleiben.

Allerdings ist der Juli 2018 nicht der wärmste Juli seit 1881, DWD (Deutscher Wetterdienst) am 30.07.2018:

„Einer der wärmsten Juli-Monate seit Beginn regelmäßiger Messungen 1881
Mit etwa 20,2 Grad Celsius (°C) lag im Juli der Temperaturdurchschnitt um 3,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 2,2 Grad. Damit wird der Monat nach den Jahren 2006, 1994, 1983 und 2010 voraussichtlich der fünftwärmste Juli seit Messbeginn sein…

Niederschlagsdefizite vor allem im Westen, Norden und Teilen des Ostens
Mit rund 40 Litern pro Quadratmeter (l/m²) im Bundesmittel erreichte der Juli nur etwa 52 Prozent seines Solls von 78 l/m². Die bereits seit vielen Wochen anhaltende Trockenheit, vor allem im gesamten Norden und Osten Deutschlands, führte in vielen Gebieten zu einer extremen Dürre mit Ertragseinbußen in der Landwirtschaft sowie zu häufigen Wald- und Wiesenbränden. Zu Beginn der ersten Dekade sorgte ein Höhentief im Norden und Nordosten gebietsweise für Entspannung, andernorts wurden im Juli weniger als 5 l/m² gemeldet. Den äußersten Süden Deutschlands hingegen überquerten mehrmals Tiefdruckausläufer mit Dauerregen und Gewittern. In den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen fiel mit bis zu 150 l/m² der meiste Niederschlag.“

Der DWD fasst die Monate April bis Juli zusammen, um ein möglichst erschreckendes Szenarium für dieses Jahr zu beschreiben

 

 

 

 

 

 

Nun, was es bei uns zu heiß ist, könnte andernorts zu kalt sein.

Dr. Ryan Maue hat für den 29/30 Juli 2018 die Temperaturverteilung flächenmäßig auf der nördlichen Hemisphäre aufaddiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Ergebnis: Die Summe ergibt 0,0°C!!

Z.B. gleichen sich zu warme Regionen (Teile Europas) mit zu kalten Regionen (mittel und Südost USA) aus.

Zugegeben: Das ist für uns im Moment keine Erleichterung, aber es rückt die derzeitigen Temperaturen wieder zurecht.

Übrigens:

Eines der schlimmsten Hitze- und Trockenheitsjahre in Deutschland war das Jahr 1540, das eine 11 monatige Hitze und Dürreperiode darstellte. Und das mitten in der mittelalterlichen >Kleinen Eiszeit!

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hitze-und-duerre-1540-katastrophe-in-europa-im-mittelalter-a-978654.html

Zu den Klimafakten:

In den nächsten Abbildungen sind die globalen Temperaturanomalien der Satellitendaten UAH und der Messstationen Hadcrut4 bis einschließlich Juli 2018 dargestellt.

Man sieht, dass nach dem starken El Nino 2015/16, der die globalen Temperaturen nach oben schießen ließ, in den folgenden Jahren bis heute nur eine geringe Temperaturerhöhung – wenn überhaupt – ab dem Jahr 2000 zu erkennen ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ohne Zweifel sind die Temperaturen erfreulicherweise ab der Kleinen Eiszeit (Ende um 1900), in der wir heute gewiss nicht leben wollen, um etwa 1°C angestiegen. Es bleibt die Frage: wieviel davon ist natürlichem und menschlichem Einfluss zuzuschreiben. Bisher geht man davon aus, – auch das IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change) – dass das Verhältnis etwa gleiche Anteile umfasst.

Ab 1979, dem Beginn der Temperaturmessungen mit Satelliten ist die Temperatur um etwa 0,1 bis 0,125 °C pro Jahrzehnt angestiegen, extrapoliert von heute auf 2100 noch 0,8 bis 1 °C bei gleichbleibender globaler CO2 Emission

Nicht wirklich besorgniserregend!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

Anmerkung:

Offensichtlich befinden wir uns im Juli/August bereits wieder in einem moderaten El Nino Zyklus (Region 3/4), der sich gemäß Vorhersage gegen Ende des Jahres zu einem ausgewachsenen El Nino entwickeln kann, siehe die nächsten beiden Graphiken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Damit verbunden sind wieder höhere globale Temperaturen zur Freude der Klimaalarmisten. Aber auch danach wird über eine La Nina zu normalen Temperaturen im Pazifischen Ozean übergegangen sein und die Temperatur wieder den unbeeinflussten Wert annehmen. Man darf gespannt sein!

August 2018

Dr. rer. nat. Rainer Link

PDF hier: Klima update August 2018 180806

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schlimmer geht nimmer: Die merkwürdige Verdopplung des Anstiegs des Meeresspiegels

Der Anstieg des Meeresspiegels im globalen Maßstab liegt seit Jahrzehnten bei

Ca. 3,0+-0,4 mm pro Jahr (siehe Abbildung 1).

 

 

 

 

 

Abbildung 1: Globale mittlere Meereshöhe 1992 bis 2017

 

Nun kamen Nerem et. al. [1] auf die Idee, diese Daten „anzupassen“ indem sie die TOPEX Daten von 1992 bis 1998 anhoben, um der angeblichen globalen Abkühlung der Meerestemperaturen (siehe Abbildung 5) durch den Vulkanausbruch Pinatubo Rechnung zu tragen.

Die Autoren korrigierten auch auf die El Nino Ereignisse, die aber für die Betrachtungen der Beschleunigung des Anstiegs des Meeresspiegels hier keine Rolle spielt.

Da zwischen 60-80% die Erwärmung der Ozeane für den Anstieg des Meeresspiegels verantwortlich ist, korrigierten Nerem et al. die gemessenen Daten zwischen 1992 und 1998.

Auf diese Weise erhielten sie einen beschleunigten Anstieg (schwarze Kurve Abbildung 2) statt der Geraden mit den gemessenen Werten in Abbildung 1. Für 2100 sagten sie nun einen Anstieg von über 60 cm voraus, also eine Verdopplung des bisherigen Wertes. Das erreichten sie, indem sie durch Extrapolation, Verlängerung ihrer Kurve (schwarz in Abbildung 2) in den nächsten Jahrzehnten einen beschleunigten Anstieg proportional einer quadratischen Abhängigkeit erhielten.


 

 

 

 

 

Abbildung 2: GMSL nach „Anpassung Nerem et al., schwarze Kurve

Eigentlich hätten sie, nachdem der Pinatubo Effekt (Abkühlung des Meeres) abgeklungen war, wieder den linearen Anstieg weiterhin verwenden müssen.

Die vorgenommene „Anpassung“ in den bisher gemessenen Daten bis heute durch Nerem et al. sieht auf den ersten Blick recht unproblematisch aus. Allerdings wirkt sich die quadratische Abhängigkeit erst in den zukünftigen Werten für den Globalen Meeresspiegelanstieg aus.

Die Autoren haben nichts anderes als einen miesen Trick für Unbedarfte angewandt, anders kann man das Vorgehen der Autoren nicht bezeichnen.

Und in den deutschen Medien, sogar erstes Thema in der Tagesschau um 20:00 Uhr, wurde es als wichtigstes Ereignis dargeboten.


 

 

 

 

 

Abbildung 3: Anpassung einer analytischen Funktion, grüne Kurve

In Abbildung 3 habe ich eine einfache Kurve mit quadratischer Abhängigkeit der Meeresspiegelhöhe GMSL als Funktion der Jahre (x )an die schwarze Kurve von Nerem et al (Abb.: 3) angepasst (grüne Kurve):

GMSL=(17,5 + 0,087*x^2) mm

 

 

 

 

 

 

Abbildung 4: GMSL/mm als Funktion der Jahre ab 1990

Wie man sieht (Abbildung 4) erhält man (auch Nerem et al.) mit dieser Beziehung somit in etwa 80 Jahren (2060) eine Meerespiegelhöhe von 60 cm, also mehr als eine Verdopplung der bisher gemessenen Werte.

Schaut man die Meeres-Temperaturen in der Zeit des Ausbruchs des Pinatubo an (hadsst3gl Abbildung 5), ist sogar das Anheben des Meeresspiegels durch die Autoren Nerem et al. fraglich, da die Temperaturen in dieser Zeit keine auffällige Abkühlung innerhalb der sowieso schon starken Variationen zeigen.

 

 

 

 

 

Abbildung 5: Gemittelte Globale Temperatur der Ozeane

 

 

Wie heißt es doch so schön?

Schlimmer geht nimmer!!

 

[1] Nerem, R.S. et al. (2018) Climate-change-driven accelerated sea level rise detected in the altimeter era. Proceedings of the National Academy of Sciences

PDF: Die merkwürdige Verdopplung des Anstiegs des Meerespiegels

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Überlegungen zur Elektromobilität in Deutschland – Realitätsverlust!

Mit der Mathematik, den Rechenkünsten einer(s) 10-jährigen (+,-,*,:)

Zunächst einige Begriffe zur Erinnerung für Leser, die nicht täglich mit großen Zahlen und elektrischen Einheiten umgehen.

1 k = 1 kilo = 1000, Tausend

1 M= 1 Mega = 1 000 000, 1 Million

1 G= 1Giga = 1 000 000 000, 1 Milliarde

1 T= 1 Tera = 1 000 000 000 000, 1 Billion

Die elektrische Leistung wird in Watt (W) gemessen.

1 W = 1 Volt (V) * 1 Ampere (A)

1 Wh = 1 Watt*Stunde

1 Jahr hat 24Std/Tag*365 Tage =8760 h

So gerüstet können wir nun über die Realität einer E-Mobilität in Deutschland reden.

Als Beispiel nehmen wir das hochgelobte E-Auto Tesla Model S. Dies hat eine Batteriekapazität von 85 kWh. Damit erreicht es eine Normreichweite von 470 km.

Das Fahrzeug muss nun immer wieder aufgeladen werden, meistens wird dies nachts erfolgen.

Nimmt man an, dass der Autobesitzer nur die Möglichkeit besitzt, eine einfache Steckdose mit 230 V und 16 A (=3,68 kW) benutzen zu können, so ergibt sich eine Ladezeit von

85kWh/3,68 kW=23 h, also einen ganzen Tag!

Besser ist ein Autobesitzer dran, der einen Drehstromanschluss mit 3 Phasen, 230 V und 32 A (=22,1 kW) nutzen kann. Dann benötigt er zum Aufladen der Batterien 3,8 h.

Solange blockiert er auch an einer Tankstelle auf der Reise von Köln nach München (600 km) die Ladesäule mit gleichem Anschluss.

Derzeit dauert ein Tankvorgang (Benzin/Diesel) etwa 5 Minuten. An einer Tanksäule können also in 3,8 h 45 Fahrzeuge betankt werden (3.8*60/5). An fünf Tanksäulen werden 225 Fahrzeuge betankt.

Für die Aufladung von gleich vielen Fahrzeugen in der gleichen Zeit benötigt die Tankstelle 225 Ladestationen (Kosten!!)!! Dabei muss jeder Fahrzeughalter 3,8 h warten, es sei denn seine Batterien werden an der Tankstelle ausgetauscht. Aber diese Version wirft mehr Fragen auf, als damit gelöst sind (Kosten der Batterien, Lebensdauer, Zustand der Batterien, Austausch älter gegen neuer, Kosten der Abschreibung, nicht nur der Stromkosten beim Austausch, …).

Insgesamt muss diese Tankstelle einen Stromanschluss von 225*22,1 kW = 4.972 kW oder 4,9 MW besitzen. Das ist wohl ziemlich irreal!!!

Die Rechnung für die Leistung, die 1 E-Auto in Deutschland benötigt, sieht folgendermaßen aus, auch wieder am Beispiel Tesla Model S. Mit vollgeladener Batterie von 85 kWh fährt man 470 km. Im Mittel fährt jeder Deutsche 15.000 km/Jahr.

Somit : 15.000km/Jahr/470 km=32 Aufladungen/Jahr

32Aufladungen/Jahr*85kWh/Aufladung=2.712kWh/Jahr

1Jahr hat 8.760h

Jeder Deutsche benötigt also im Durchschnitt 2.712kWh/8.760h=0,32kW an zusätzlicher elektrischer Leistung.

Ein Hochhaus mit 200 Stellplätzen benötigt somit 200*0,32kW=64 kW. Dafür sind die bisherigen elektrischen Versorgungsleitungen überhaupt nicht ausgelegt!

Eine Stadt mit 780.000 Einwohnern erfordert zusätzlich 250 MW. Das entspricht der Leistung von 1 Gaskraftwerk mit der typischen Leistung von 250 MW.

Bei 60 Millionen E-PKW (Anzahl PKW in Deutschland am 1.Januar 2017) sind 77 zusätzliche Gaskraftwerke (19GW) erforderlich!

Vor kurzem habe ich gelesen, dass ein Parkhaus mit Zuschuss aus öffentlichen Mitteln eine Parkgarage mit 30 Stromanschlüssen für E-Autos anbietet, die alleine durch Solarstrom auf dem Dach versorgt werden. Super Idee!!

Viel Freude nachts!!

Die Stromproduktion durch Gaskraftwerke in Deutschland betrug 2015 ca. 20GW.

Man müsste also die zuverlässige Stromproduktion mit Gaskraftwerken zusätzlich um das Doppelte für die E-PKW erhöhen (außer Gas kommt derzeit wohl keine andere Energieart in Deutschland in Frage).

Bei den bisherigen Überlegungen haben wir den Lastkraftverkehr überhaupt noch nicht berücksichtigt!!

Mir scheint: Deutschland und insbesondere seine Politiker haben sich in einer Illusion verrannt – und sie können wohl nicht rechnen!? Offensichtlich leiden wir unter diesem Realitätsverlust!!

Anmerkung: Damit man mich nicht falsch versteht. Ich bin durchaus für eine Abkehr von den fossilen Brennstoffen im Kraftfahrzeugverkehr. Alleine schon, um diese unsäglichen Ölstaaten im Nahen Osten nicht weiter zu subventionieren!

Aber so wird das nichts!!!

RL

 

PDF hier: U_berlegungen zu E-Auto neu 171103

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Stephen Hawkins Apocalypse: Klimawandel

Stephen Hawkins Apocalypse: Klimawandel

Am 2. Juli dieses Jahres hat der berühmte Physiker Stephen Hawkins, der unheilbar krank nur über einen Computer mit der Außenwelt sprachlich kommunizieren kann, in einem Interview mit BBC davor gewarnt, dass die Erde bei weiteren CO2 Emissionen enden kann wie unser Nachbarplanet Venus.

Er sagte (frei übersetzt): „Wir sind nahe an einem Umkehrpunkt (Tipping Point), ab dem die Globale Erwärmung unumkehrbar ist. Die Aktion von Trump könnte die Erde über die Klippe bringen, so dass sie wird wie die Venus, mit einer Temperatur von 250 °C, Schwefelsäure regnend. Klimawandel ist eine der größten Gefahren denen wir ausgesetzt sind, und es ist eine, die wir vermeiden können, wenn wir jetzt handeln. Die Evidenz des Klimawandels zu leugnen und aus der Pariser Klima Übereinkunft auszusteigen, bedeutet, dass Trump vermeidbare Umweltschäden an unserem wunderbaren Planeten verursacht, die die natürliche Welt für uns und unsere Kinder bedrohen.“

http://www.bbc.com/news/science-environment-40461726

Nun, als Physiker, muss ich leider feststellen, dass der Kollege Hawkins so was von daneben liegt, dass es fast schon blamabel ist. Hawkins ist ein genialer Astrophysiker mit großartigen Überlegungen zur Physik der Schwarzen Löcher und deren quantenmechanischen Auflösung.

Auch mich hat die Astrophysik immer wieder fasziniert.

Leider und offensichtlich fehlt Hawkins aber zur Beurteilung klimatologischer Effekte durch das Treibhausgas CO2 jegliches Basiswissen. Auch die Beurteilung der Entstehung der Temperaturen auf der Venusoberfläche ist ihm fremd, dabei hätte ihm ein Klick ins Internet von der Unhaltbarkeit seiner Aussage überzeugen können. Er hätte sicher davon Abstand genommen.

(Bemerkung:

Leider findet man diese merkwürdige Überheblichkeit von fachfremden Wissenschaftlern immer wieder, wenn sie sich über Dinge auslassen, die jenseits ihres Fachbereiches liegen. Ein gutes Beispiel hierfür ist übrigens auch Harald Lesch, ein renommierter Astrophysiker, der glaubt über den Klimawandel relevante Aussagen machen zu können. Das funktioniert nicht!! Klima ist auch für Physiker ein komplexes Wissensgebiet, in das man sich schon etwas länger intensiv einarbeiten muss. Auch ich bin nicht als Klimatologe geboren worden, aber habe mich seit mehr als 15 Jahren ausgiebig damit beschäftigt.)

Zurück zum Thema!

Wie sieht es auf der Venus aus:

  • Radius r: 6.051 km; (Erde ca. 6.371 km)
  • Abstand von der Sonne R: 0,72 AE (108.200.000 km); (Erde: 1 AE)
  • Mittlere Oberflächentemperatur: 462 °C bzw. 735 K; (Erde 15°C bzw. 288 K)
  • Hauptbestandteile der Atmosphäre: 96 % CO2, 3% N2, 0,015% SO2; (Erde: 0,04% CO2)
  • Druck der Atmosphäre an der Oberfläche: 92 bar; (Erde 1 bar)
  • Albedo a (im Prinzip der Reflexionsgrad der Sonnenenergie eines Planeten: ca. 0,75; (Erde: 0,36)

Damit kann man nun rechnen:

Die eingestrahlte Sonnenenergie S auf die Planeten ist umgekehrt proportional zum Abstand R2 und proportional zur Absorption durch die Oberfläche (1-a).

Für unsere Überlegungen kann man annehmen, dass die Radien der beiden Planeten gleich sind.

Da die von der Sonne eingestrahlte Energie im Gleichgewicht identisch sein muss zur vom Planeten abgestrahlten erhält man aus dem Stephan-Boltzmann Gesetz mit S, proportional zu T4,für das Verhältnis der Temperaturen ohne Treibhausgasverstärkungen:

T(Venus)/T(Erde) =[(1-a(Venus)/(1-a(Erde)]1/4 x R(Erde)1/2/R(Venus)1/2=0,93

T(Venus)=268 K = -5 °C

Der Treibhauseffekt durch Kohlendioxid muss also den Unterschied machen.

Nun ist die Menge des Treibhausgases Kohlendioxid auf der Venus 97/0,04 x 92=223.000 mal höher als auf der Erde.

Da sich der Treibhauseffekt des CO2 proportional zum natürlichen Logarithmus seiner Konzentration verhält, ist dieser auf der Venus um einen entsprechenden Faktor höher

ln [CO2(Venus)/Co2 (Erde)] =12,3

Nimmt man an, dass der Treibhauseffekt auf der Erde 33 °C beträgt und durch CO2 hervorgerufen wurde, so ergibt sich eine Temperatur auf der Venusoberfläche von ca. 400°C.

Ein abgeschätzter Wert, der nicht so weit von der gemessenen Temperatur auf der Venusoberfläche 462 °C entfernt ist, wenn man bedenkt, dass unsere Überlegung sehr qualitativ war.

Wie allerdings unser verehrter Physiker Stephen Hawkins auf die Idee kommen kann, dass die Temperatur auf der Erde durch Emission des Treibhausgases CO2 auf Venus ähnliche Werte kommen kann, bleibt sein Geheimnis.

Die Konzentration von CO2 auf der Erde durch Emission kann höchstens einen Faktor 2 gegenüber heute (400 ppmV) ausmachen, alleine schon durch die begrenzten Ressourcen an fossilen Brennstoffen und die zukünftige technische Entwicklung.

In der folgenden Graphik ist die Temperaturerhöhung bei weiterer Emission von CO2 dargestellt. Allgemein anerkannt (auch von den Mitarbeitern des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und ihres Chefs Prof. Schellnhuber) ist, dass der Einfluss des CO2 proportional zum natürlichen Logarithmus seiner Konzentration ansteigt. Der Proportionalitätsfaktor f kann leicht aus gemessenen Daten bestimmt werden, wenn man die CO2 Konzentrationen kennt und die in dieser Zeit gemessene Temperaturerhöhung. Für die Graphik liegt eine Temperaturerhöhung von 0,6°C zu Grunde bei einer Konzentrationsänderung von 280 ppmV auf 378 ppmV. Somit erhält man für f=2, inklusive aller Verstärkungen des von CO2 initiierten Temperaturanstiegs.

Dargestellt ist (schwarze Kurve) bei der Annahme des IPCC von 3°C Temperaturerhöhung bei Verdopplung. Die andere Kurve (lila) zeigt das Temperaturverhalten mit dem zuvor bestimmten Wert von f=2.

Selbst die mit zu hoher Klimasensitivität -zu starkem Einfluss des CO2 auf die Klimaerwärmung –aus Modellen berechneten Temperaturerhöhungen des IPCC gehen nur von Werten 1,5-4 ° C bei einer Verdopplung der CO2 Konzentration aus. Ein mit den heutigen Temperaturmessungen verträglicher Wert liegt eher bei 1,5 ° C oder darunter!

https://rlrational.files.wordpress.com/2015/02/c3bcbersensitiv1.pdf

Ein Blick in die paläontologische Vergangenheit zeigt, dass selbst bei einer CO2 Konzentration auf der Erde, die einen Faktor 10 höher war als heute, ein Kipp Punkt (Tipping Point) nicht zu erkennen ist.

Wir befinden uns heute erdgeschichtlich in einem Eiszeitalter, das definiert ist mit einer Erde, auf der mindestens ein Pol von Eis bedeckt ist. Heute sind es alle beide.

PDF: Stephen Hawkins and Climate Change

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Temperaturanomalien der Satellitendaten RSS „angepasst“!!

Nach 39 Jahren (!!!) ist es den Klimatologen des Remote Sensing Systems (RSS) um Präsident Frank Wentz und Vize Carl Mears aufgefallen, dass ihre seit 1979 veröffentlichten Daten einer Korrektur bedurften.

Es ist bisher noch nicht so richtig klar warum, denn die Veröffentlichung hierzu (https://doi.org/10.1175/JCLI-D-16-0768.1) ist noch nicht freigegeben. Offensichtlich sah man sich dazu gezwungen, um eine mit der Zeit sich ergebende geringere Höhe der Beobachtungs-Satelliten bei den Messwerten auszugleichen.

Eine alt bekannte Tatsache, aber dafür eine reife Leistung nach 39 Jahren!!

Bemerkung:

Der für die RSS Daten zuständige Klimatologe ist Carl Mears, ein bekennender Klima-Alarmist. Der RSS Datensatz zeigte zum Leidwesen der Klima-Alarmisten und zur Freude der Skeptiker nur einen geringen und in den letzten 20 Jahren fast keinen Anstieg der globalen Temperaturanomalien. Dies entspricht in etwa auch dem zweiten Satellitendatensatz der Universität von Harlington, UAH, betreut von Roy Spencer (http://www.drroyspencer.com/).

Mit den neuen Daten RSS 4.0 ist nun ein höherer Temperaturanstieg veröffentlicht, angepasst an die Erwartungen der Alarmisten.

Erstaunlich ist – verdammt sei, wer Böses dabei denkt – dass die Änderung der RSS Daten von Version 3.3 auf neu 4.0, wie übrigens alle Anpassungen der Temperaturanomalien, bisher immer so verlaufen, dass die älteren Temperaturanomalien niedriger und die heutigen höher bewertet werden (Wallace, D´Aleo, Idso).

https://thsresearch.files.wordpress.com/2017/05/ef-gast-data-research-report-062717.pdf

Die Änderung ist in der folgenden Graphik basierend auf den RSS Daten von 1997 bis 2017 dargestellt; 0,7 °C nun auf 1,3 °C gestiegen.

Aber selbst mit dieser Anpassung liegt der globale Temperaturanstieg bestimmt aus den Daten seit 1997 von 1,32 °C pro Jahrhundert noch Welten unter den Klimamodellen [1,5 – 4,5°C].

Der Anstieg seit 1979 bis 2017 mit den angepassten RSS Daten V4.0 beträgt 0,184 °C wie der nächsten Graphik entnommen werden kann.

(http://images.remss.com/msu/msu_time_series.html)

 

Bei 1,3 °C bis 1,8 °C Anstieg der globalen Temperaturen bis 2100 kann man sich die Reduktion der CO2 Emissionen und die damit verbundenen unglaublichen Ausgaben sparen und diese Mittel für wirkliche, realistische Umweltprobleme ausgeben! Und davon gibt es mehr als genug!

PDF: Temperaturanomalien der Satellitendaten RSS angepasst 170716

 

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Temperaturmessung in der Arktis – Die Arktis glüht?

„Die Arktis glüht“ so lautet ein Artikel in der Zeitschrift Zeit und stellt eine dieser Überschrift entsprechende Abbildung und Kommentare zur Seite.

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-11/klimawandel-arktis-wetter-winter-veraenderung

In meinem Artikel über das heißeste Jahr 2016 hatte ich die Problematik der Temperaturmessung in der Arktis bereits angesprochen, und will an dieser Stelle erläutern, wie es zu diesen alarmistischen Aussagen kommen kann.

Wir leben eben in einem Postfaktischen Zeitalter. Man filtert nur die Informationen, die dem eigenen Gefühl entsprechen heraus. Dabei wäre es heute ein leichtes mit wenigen Mouse Klicks zu den Fakten zu kommen.

Die Arktis ist ein Meeresbassin mit einer Tiefe bis zu 5.000 m (Durchschnittlich 1.000 m) und einem Durchmesser von mehr als 1.500 km.

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Abb. 1: Der Arktische Ozean

In diesem nahezu ganzjährig von Eis bedecktem Arktischen Ozean gibt es natürlich keine erdgebundenen Wetterstationen.

Die Wetterdaten des GISS (Goddard Institute for Space Studies), Berkeley Earth, NOAA nehmen daher die wenigen Wetterstationen rings um das Arktische Meer und homogenisieren deren Daten auf einer Länge von 1.200 km! Das sieht dann so aus wie in der folgenden Abbildung, mit einer gemittelten globalen Temperaturanomalie von 0,82 °C im Dezember 2016 (NOAA). Folge: Die ganze Arktis ist gleichmäßig rot, d. h. zu warm!

https://data.giss.nasa.gov/gistemp/maps/

img_1242

Abb. 2: NOAA mit 1.200 km Temperaturdaten Extrapolation

Man kann sich auf der NOAA Internetseite auch die Temperatur mit einer Extrapolation von nur 200 km ausdrucken lassen und erhält dann folgendes Bild mit global gemittelten Temperaturen für Dezember 2016 von 0,73 °C, also fast 1°C geringer!!

img_1243

Abb. 3: NOAA mit 200 km Extrapolation der Temperaturdaten

Die letzte Abbildung und der Unterschied werden nicht in Pressemitteilungen hervorgehoben.

So entsteht also die Überschrift in „Die Zeit“ vom 18. November 2016:

„Die Arktis glüht“

Die Daten von GISS, NOAA und Berkeley kann man sich dann auch noch etwas plakativer darstellen lassen (Temperaturen in 2m Höhe am 23. Januar 2017).

http://cci-reanalyzer.org/wx/DailySummary/#T2

gfs-025deg_nh-sat1_t2

Abb. 4: Mittlere Tagestemperatur in 2m Höhe am 23. Januar 2017 mit 1.200 km Extrapolation in der Arktis.

 

Hierzu schreibt dann „Die Zeit“ noch den Wissenschaftlern gehen die roten Farben aus! Was für ein Blödsinn.

Die roten Farben im Diagramm zeigen immer noch eine Temperatur von -30°C an!!!!

Das lässt auch die Eis- und Schneebedeckung relativ kalt (weiße Bereiche in der folgenden Darstellung).

gfs-025deg_nh-sat1_seaice-snow

Abb. 5: Schnee- und Eisbedeckung am 23. Januar 2017 relativ zum langjährigen Mittel 1979 bis 2000

Stellt man für den 23. Januar 2017 noch die Temperaturanomalien dar, so ergibt sich folgendes Bild. Zu warm in Teilen der Arktis, zu kalt in anderen Teilen der Arktis, Alaska, Grönland und Ostsibirien sowie Mittel- und Südeuropa.

gfs-025deg_nh-sat1_t2_anom

Abb. 6: Tagesmittel der Temperaturanomalien in Relation zum Mittel der Jahre 1979 bis 2000 am 23. Januar 2017

 

Richtig ist, dass es global wärmer ist als im langjährigen Mittel. Aber die Darstellungen hier sind nur eine Momentaufnahme, es handelt sich also um Wetter und hat noch nichts mit Klima zu tun. Dazu muss man längere Zeiträume betrachten und das soll im Folgenden dargestellt werden.

In der nächsten Abbildung sind die Temperaturdaten der erdgebundenen und längerfristig in Betrieb gewesenen Wetterstation bis 2015 rund um die Arktis dargestellt.

(Folgende Graphiken: http://www.climate4you.com/)

 img_1241

Abb. 7: Erdgebunden Wetterstrationen rund Antarktis 1880 bis 2015

(von oben nach unten: Fairbanks, Nuuk, Akureyri, Svalbard, Ostrov Dikson, Hatanga)

Bis auf Svalbard von -8°C auf -2°C kann man eigentlich keinen deutliche Temperaturerhöhung über diesen langen Zeitraum erkennen.

Die Temperaturen 2016 können natürlich durch den El Nino und Tele-Auswirkungen auch in Arktis und sowieso Antarktis beeinflusst werden.

Nun können wir heute ja auch auf die Satellitenmessungen UAH und RSS zurückgreifen.

Allerdings geben diese nur Temperaturdaten der unteren Troposphäre bis etwa 85 Grad N/S an, denn die Messungen werden über Eisflächen relativ ungenau.

msu%20uah%20arcticandantarctic%20monthlytempsince1979%20with37monthrunningaverage

 msu%20rss%20arcticandantarctic%20monthlytempsince1979%20with37monthrunningaverage

Abb. 8: Arktis/Antarktis Temperaturanomalien 1979 bis Dezember 2016, 60 Grad N/S bis 85 Grad N/S (UAH, oben), bis 82,5 Grad N/S (RSS, unten)

Die Temperaturdaten der HadCRUT4, die sich nicht nur auf erdgebundene Wetterstationen berufen, sondern auch Satellitenmessung, Daten von Bojen und Wetter Ballonen, Schiffen berücksichtigen sind wesentlich zuverlässiger als GISS/NASA, Berkeley Earth.

Die Temperatur-Anomalien für die Arktis (70 Grad N bis 90 Grad N) sind in der nächsten Abbildung zu sehen (Graphik: http://www.climate4you.com/).
70-90n%20monthlyanomaly%20since1920Abb. 9: Temperatur Anomalien von HadCRUT4 für 70 Grad bis 90 Grad N von 1920 bis Oktober 2016

Eine Temperaturerhöhung verglichen mit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts ist auch beim besten Willen (für die Alarmisten) nicht zu erkennen.

Wie eingangs gesagt:

Die „Zeit“ und die anderen ins gleiche Bockshorn trompetenden Zeitschriften leben klimatologisch offensichtlich im Postfaktischen Zeitalter!

Denn die Fakten sind nur einen Mouse Klick entfernt!

Die Arktis glüht wohl nur in einigen zu heißen Köpfen!

RL

PDF: temperaturmessung-in-der-arktis

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Heißestes Jahr 2016? – Die einen sagen so, die anderen so!!

In meinem letzten Artikel „Frohes Neues Jahr!! – oder doch nicht?“ habe ich auf Basis der Satellitendaten dargestellt, dass das Jahr 2016 um 0,02°C wärmer war als das bisher wärmste Jahr 1998 (ebenfalls ein El Nino Jahr), allerdings mit einem statistischen Fehler von 0,1 °C, also statistisch insignifikant.

https://rlrational.wordpress.com/2017/01/17/frohes-neues-jahr-oder-doch-nicht/

Nun liest man in der Presse:

Fokus Online: „Neuer weltweiter Hitzerekord 2016 – Forscher appellieren an Donald Trump

… der höchste Messwert seit Wetteraufzeichnungen 1880 …“

Gefolgt mit den üblichen alarmistischen Warnungen insbesondere des Klimafolgen-Forschungs-Instituts Potsdam (PIK).

http://www.focus.de/wissen/natur/klimaerwaermung-diese-klaren-fakten-ignoriert-die-neue-us-regierung_id_6515280.html

Spiegel ONLINE: „2016 war das bislang wärmste Jahr … Das Jahr war das dritte Jahr in Folge, das einen neuen Wärmerekord aufgestellt hat, berichtet die US-Weltraumbehörde NASA. Der Wert für 2016 liegt um 0,07°C über dem von 2015 … NASA und NOAA führen eigene Wetterstatistiken – ihre Daten sind nahezu identisch. Dass 2016 einen neuen Rekord markiert, bestätigen auch das Met Office und die University von East Anglia ….

Den Spitzenwert von 2016 erklären Meteorologen mit zwei Phänomenen: Da ist zum einen der vom Menschen verursachte Klimawandel. In die Atmosphäre freigesetzte Treibhausgase wie CO2 führen langfristig dazu, dass mehr Energie der Sonne absorbiert wird – die Temperaturen steigen. Im Jahr 2016 habe jedoch auch ein starker El Niño eine wichtige Rolle gespielt, berichten die Forscher von NASA und NOAA. Das Wetterphänomen habe große Wärmemengen aus dem Pazifik freigesetzt, sodass der Rekord des Jahres 2015 gebrochen wurde.“

http://www.spiegel.de/thema/klimawandel/

Geht man etwas weiter in die Datenanalyse, betrachtet man den statistischen Fehler, so findet man folgende Angaben:

Der NASA GISS Temperatur-Datensatz

https://data.giss.nasa.gov/gistemp/tabledata_v3/GLB.Ts+dSST.txt

gibt für 2016 eine Temperatur von 0,99+/-0,1°C an. Dieser ist zu vergleichen mit 0,87+/-0,1°C für 2015. Einer Differenz also von 0,12 °C. Gavin Schmidt von der NASA erklärt hierzu, dass der starke El Nino 2016 mit 0,12°C, also genau der Temperaturdifferenz zwischen beiden Jahren beigetragen hat.

Das Met Office , UK, sagt, dass 2016 eines der wärmsten Jahre seit Aufzeichnung war. Gemäß HadCRUT4 Datensatz 0,77°C+/-0,1°C über dem langjährigen Mittel zwischen 1961 – 1990. Die Temperaturanomalie 2015 betrug danach 0,76+/-0,1°C, was 2016 und 2015 statistisch ununterscheidbar macht (siehe Abbildung).

http://www.metoffice.gov.uk/news/releases/2015/global-temperature

heissestes-jahr-2015-2016

Peter Stott, Direktor des Met Office Hadley Centre sagt hierzu, dass der starke El Nino 0,2°C beigetragen hat, was das Jahr 2016 dann mit 0,57+/-0,1°C mit dem Jahr 2014 gleichgezogen hätte.

Diese ganze Debatte um das wärmste oder heißeste Jahr seit Aufzeichnung ist im Grunde unsinnig.

Glücklicherweise sind wir der „Kleinen Eiszeit“ entkommen und befinden uns im „Modernen Klimaoptimum“, in dem sich seit nunmehr fast 20 Jahren die Temperaturen trotz steigender CO2 Emissionen und Konzentrationen in der Atmosphäre nicht mehr erhöht haben, wie man der nächsten Abbildung leicht entnehmen kann, nachdem die Temperaturerhöhung durch den starken El Nino wieder ausgeglichen ist (rss Satellitenmessungen zur Globalen Temperaturanomalie der Unteren Troposphäre 1997 bis Dezember 2016, grün: nur die Temperaturen über Land, rot: über Land und See, Graphik: WoodForTrees.org). Deutlich erkennbar, dass die Temperatur 2016 höher ist als 1998 (El Nino Jahr) und alle Jahre dazwischen!!

img_1233

Die Hauptfrage bleibt natürlich, wieso Temperaturen der erdgebundenen Wetterstationen (GISS, NOAA, HadCRUT, NASA) sich so dramatisch von den Satellitendaten unterscheiden!!??

Hierzu werde ich einen gesonderten Artikel in den nächsten Tagen schreiben.

Vorab: Es liegt an der Bestimmung der arktischen und antarktischen Temperaturen, in denen es kaum erdgebundene Messstationen gibt.

RL

PDF: rlrational-heissestes-jahr-2016

 

Filed under: Klima

Frohes Neues Jahr !! – oder doch nicht?!

 Ein frohes neues Jahr wünscht man: So ist es Brauch und sicher steht dahinter auch oft ein ernst gemeinter Wunsch.

Aber wie sieht es denn nun mit dem Neuen Jahr aus, nachdem bereits ein halber Monat vergangen ist?

Für Klimaalarmisten hat es nun ganz schlecht angefangen!!

1) Da wurde nun zum einen ein ausgemachter Klimaskeptiker zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, der die Klimahypothese und den so genannten wissenschaftlichen Konsens (den es nicht wirklich gibt) auf die Prüfbank stellt.

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Den Klimavertrag von Paris möchte er neu – unter dem Gesichtspunkt des Nutzens für die USA –aufrollen.

Das wird eine spannende Angelegenheit. Die Klimaalarmisten stehen auf den Barrikaden und versuchen alles, eine wissenschaftliche rationale Neubewertung zu verhindern. Es stehen schließlich hunderte Milliarden € für die Klimaalarmisten auf dem Spiel, auf die sie natürlich nicht verzichten möchten!!

Wer würde dies an deren Stelle denn auch schon wollen.

Für einen Physiker wie ich, von Berufs wegen skeptisch, ist Trump diesbezüglich natürlich eine gute Nachricht. Mein berufliches Leben lang ist für mich die Wissenschaft dadurch definiert, dass Hypothesen und Theorien sich auf dem Feld der gemessenen Daten verifizieren müssen. Hierzu sagt einer der herausragenden Physiker des letzten Jahrhunderts Richard Feynman:

feynman-to-science1

Exzellent hat Feynman die wissenschaftliche Methode beschrieben, die auch den Grundsatz der Physik bildet (und die Klimatologie ist nichts anderes als ein Randgebiet der Physik!).

https://www.youtube.com/watch?v=kctmPaCkV0g

Und beim Klimaalarm, der sich nur auf Klimamodelle stützt, sieht es derzeit nicht danach aus, als ob Modelle und Realität übereinstimmen. Damit sind die Modelle nicht geeignet Prognosen für die Zukunft darzustellen (JR Christy, University of Alabama Huntington).

Christy

 

https://rlrational.wordpress.com/2015/12/20/messungen-und-klimamodelle-eine-ueberraschende-darstellung-der-diskrepanz/

Damit man mich nicht falsch versteht! Natürlich gibt es den so genannten atmosphärischen Treibhauseffekt, der mit steigender CO2 Konzentration zu einer höheren mittleren Temperatur auf der Erde führt. Er hat schließlich auch dazu geführt, dass die Erde kein Eisball ist. Die Frage ist nur, wie groß ist heute noch die Klimasensitivität dieses Treibhausgases, die besagt, welche Temperaturerhöhung ergibt sich bei Verdopplung der CO2 Konzentration. Die Alarmisten sagen 1,5 bis 4,5 °C. Basierend auf dem bisher gemessenen Temperaturanstieg werden es weniger! als 1,5 °C bis zum Ende dieses Jahrhunderts sein, wenn man denn bis dahin eine Verdopplung der CO2 Konzentration annimmt. Das würde bedeuten, ausgehend von 280 ppmV vorindustrieller Konzentration auf 560 ppmV bei Verdopplung (derzeit 400 ppmV), dass diese bei einem Anstieg von derzeit 2 ppmV/Jahr in 80 Jahren erreicht werden kann, falls unsere fossilen Brennstoffe überhaupt so lange reichen.

Im Grunde ist es für mich eine Frage der wissenschaftlichen Wahrheit, weshalb ich als Skeptiker den Wert von <1,5°C für realistisch halte; und dieser führt eben nicht zu einem Klimaalarm!

https://rlrational.files.wordpress.com/2015/12/sensitivitc3a4t-von-co21.pdf

Für meine Meinung erhalte ich von niemandem auch nur einen Cent, besitze auch keine Aktien, die in irgendeiner Form mit der Entwicklung des Klimas oder der CO2 Emission zusammenhängen.

Würden die gemessenen Werte auf eine Temperaturerhöhung hinweisen, die eine wesentlich höhere Sensitivität des Treibhausgases CO2 als Basis hätte, würde ich genauso deutlich dazu stehen.

Und Übrigens: Gegen eine gewisse Temperaturerhöhung in Deutschland hätte ich überhaupt nichts einzuwenden, möchte schon gar nicht unter den Bedingungen der „Kleinen Eiszeit“wie noch im 19. Jahrhundert leben!!

2) Der El Nino, der zur Freude der Klimaalarmisten zu einer Erhöhung der globalen Mitteltemperatur geführt hat, hat sich recht schnell verabschiedet und ist einer gemäßigten La Nina gewichen.

elninometer-current-170116nino3_4-170116

https://rlrational.wordpress.com/2016/02/20/ergaenzung-aktuelle-vorhersage-noaa-zu-el-nino-und-la-nina/

Dies hat naturgemäß zu einer stark und schnell abfallenden globalen Mitteltemperatur geführt. Dies ist in der nächsten Abbildung zu sehen. Hier sind die Daten der Satellitenmessungen RSS bis einschließlich Dezember 2016 als Anomalien, d.h. Abweichung vom langjährigen Mittel, dargestellt.

http://woodfortrees.org/plot/rss-land/from:1997/plot/rss/from:1997

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Die Temperaturdaten der Satellitenmessungen der UAH (University of Alabama Huntington) von Roy Spencer zeigen das gleiche Ergebnis.

uah_lt_1979_thru_december_2016_v6

Mit dem schnellen Ende des El Nino hat sich auch die Hoffnung der Alarmisten zerschlagen, dass sich das Jahr 2016 deutlich als heißestes Jahr seit Aufzeichnung herausstellt. Es ist in der Tat um 0,02°C wärmer als der bisherige Rekordhalter 1998 (ebenfalls ein El Nino Jahr!) mit 0,48°C, allerdings mit einem Messfehler von ca. 0,1°C, also statistisch nicht relevant.

3) Die Messdaten Ende Dezember 2016 (siehe Abbildung oben) deuten darauf hin, dass wir auch im Jahr 2017 eine Fortsetzung der Temperaturkonstanz (Hiatus) oder eines nur geringfügigen Anstiegs seit nunmehr fast 20 Jahren erleben. Auch dies hat kein Klimamodell vorhergesagt.

Nun gut, Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Warten wir also ab. Sollte es die Sonne an den Tag bringen, werden wir sogar mit leicht fallenden Temperaturen rechnen müssen, denn die Aktivität der Sonne, ausgedrückt durch die Zahl der Sonnenflecken, wird in den nächsten Sonnenzyklen wohl deutlich zurückgehen.

Wer einen Zusammenhang der Erdtemperaturen mit der Sonnenaktivität heute noch leugnet, dem ist allerdings auch nicht mehr zu helfen.

https://rlrational.wordpress.com/2015/08/28/die-sonne-schwaechelt-erleben-wir-in-zukunft-ein-dalton-und-maunder-minimum-mit-entsprechender-temperaturerniedrigung/

4) Und nun auch noch zu Beginn des Jahres 2017 die Eiseskälte, die ganz USA außer Hawaii und Florida erfasst hat.us-big-chill-2017

Alle Staaten haben Temperaturen unter 0°C, 25 Staaten (30%) unter -18°C und 6 Staaten unter -29°C.

Hinzu kommt, dass fast überall in Deutschland ebenfalls eisige Temperaturen herrschen (16.01.2017, deutschlandweit <-5°C)) und lange nicht gemessene Schneehöhen von 54 cm in Hellenthal/Eifel (Weißer Stein), Monschau/Eifel 40 cm vorhanden sind, in den deutschen Alpen, z. B. Berchtesgaden Berg 130 cm, im Bayrischen Wald 80-130 cm, in unserem Lieblingsskiort Tauplitz Steiermark 40-250 cm!

16.01.2017

schneehoehe-tauplitz-170116

Schnee, den es in eigentlich schon lange nicht mehr geben dürfte!

(Am 1. April 2000 hat der Klimaforscher Mojib Latif noch verkündet: “Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”. Es war von ihm nicht als Aprilscherz gemeint.)

Klar, das ist alles noch Wetter und kein Klima!

Wäre es umgekehrt, also zu warm und gäbe es keinen Schnee, würden es die Klimaalarmisten wie gewohnt als Bestätigung ihrer Modelle laut hinausposaunen, und so mancher Medienfürst mit Begeisterung verbreiten.

Das alles passt nun nicht so richtig in das Weltbild der Klimaalarmisten.

RL

PDF hier:

rlrational-frohes-neues-jahr-2017

 

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Es grünt so grün – mit steigender Kohlendioxid Konzentration in der Atmosphäre

Lange ist bekannt, dass die meisten Pflanzen mit steigender Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre besser wachsen. Um die Erträge zu steigern, werden Gewächshäuser zusätzlich mit CO2 belüftet.

Dies funktioniert bis zum etwa 2-3 fachen der heutigen CO2 Konzentration in der Atmosphäre. Dies gilt allerdings in diesem Masse nur für so genannte C3 Pflanzen, die bei normalen Temperatur- und Lichtverhältnissen Photosynthese betreiben. Dazu gehören fast alle Pflanzen, die grüne Blätter, Nadeln besitzen (vereinfacht ausgesprochen).

CO2 Aufnahme und Zuwachs

CO2 Aufnahme und Zuwachs, Abhängigkeit der Photosyntheserate von der CO2-Menge in der Luft bei C3- und C4-Pflanzen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid-D%C3%BCngung#/media/File:Photosynthese_CO2-Konzentration.svg

Bei etwa 800-1200 ppmV steigert sich die Wachstumsrate der C3 Pflanzen um einen Faktor 3, ausgehend von der derzeitigen Konzentration von 0,04% (400 ppmV).

Das ist sehr gut in der bekannten Darstellung Emission und Verbleib von CO2 in der Atmosphäre bekannt, wie in der nächsten Abbildung zu sehen.

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WMO Greenhouse Gas Bulletin No. 8 vom 19. November 2012 http://www.wmo.int/pages/prog/arep/gaw/ghg/documents/GHG_Bulletin_No.8_en.pdf

Man erkennt einmal, dass nur etwa die Hälfte des emittierten Kohlendioxids (grün) in der Atmosphäre (blau) verbleibt.

Zum anderen ist deutlich zu sehen, dass der Anteil (rot) des wieder terrestrisch oder ozeanisch aufgenommenen, aus der Atmosphäre absorbierten CO2, mit steigender Konzentration zunimmt.

Dabei war nicht ersichtlich, welcher Anteil von terrestrischen Pflanzen wieder aufgenommen wird und wieviel auf andere Faktoren zurückzuführen ist.

Diese Lücke hat nun in einer Veröffentlichung ein internationales Team von Wissenschaftlern klären können, mit welchem Anteil entsprechende Faktoren beteiligt sind.

Greening of the Earth and its drivers

Zaichun Zhu, Shilong Piao, Ranga B. Myneni, Mengtian Huang, Zhenzhong Zeng, Josep G. Canadell, Philippe Ciais,

Stephen Sitch, Pierre Friedlingstein, Almut Arneth, Chunxiang Cao, Lei Cheng, Etsushi Kato, Charles Koven, Yue Li,

Xu Lian, Yongwen Liu, Ronggao Liu, Jiafu Mao, Yaozhong Pan, Shushi Peng, Josep Peñuelas, Benjamin Poulter,

Thomas A. M. Pugh, Benjamin D. Stocker et al.

Nature Climate Change (2016) doi:10.1038/nclimate3004

Received 08 June 2015 Accepted 29 March 2016 Published online 25 April 2016

http://www.nature.com/nclimate/journal/vaop/ncurrent/full/nclimate3004.html

Die Arbeit basiert auf den Daten des „Moderate Resolution Imaging Spectrometer“ (NASA) und des „Advanced Very High Resolution Radiometers“ (NOAA).

Die Autoren benutzten drei verschieden Indizes der Satelliten Messungen von 1982 bis 2009 in Bezug auf die Verteilung von photoaktiven Pflanzen (Long Term Satellite Leaf Area Index, LAI), sowie zehn verschiedene Ökosystem Modelle, um die vier wichtigsten Akteure der Aufnahme von CO2 aus der Atmosphäre zu bestimmen.

Im Ergebnis erhielten sie die belastbare Aussage, dass eine dauerhafte Zunahme der grünen Pflanzen beziehungsweise deren Wachstums (LAI) um +25-50% in den Vegetationsgebieten der Erde zu beobachten ist.

Dargestellt ist dies übersichtlich in der nächsten Abbildung.

leaf-area change 1982 to 2015 NASAS

Änderung der Gebiete mit Grünpflanzen im Zeitraum 1982 bis 2009 (Credits: Boston University/R. Myneni)

https://wattsupwiththat.files.wordpress.com/2016/04/leaf-area.jpg

http://www.nature.com/nclimate/journal/vaop/ncurrent/full/nclimate3004.html

Davon konnten +70% auf die positive „Düngung, Fertilization“ des Kohlendioxids -mit dem größten Anteil in den Tropen- zurückgeführt werden, gefolgt von +9% durch Erhöhung des Stickstoff Anteils im Boden, +8% auf die Klimaänderung und +4% auf die Änderung der Landnutzung.

Das ist ein sehr interessantes Ergebnis, zeigt es doch, dass eine Erhöhung der Konzentration von CO2 bis zu einer Verdopplung bis Verdreifachung der derzeitigen Konzentration von 400 ppmV den Pflanzenwuchs fördert. Dies kann weiterhin mit starken durchaus positiven Auswirkungen auf das regionale Klima verbunden sein, wenn man berücksichtigt, dass z. B. Feuchtigkeit auf bewaldeten, begrünten Flächen sehr viel besser zurückgehalten wird.

Natürlich konnte es ein Skeptiker (Josh) nicht lassen, daraus ein satirisches Cartoon zu machen.

https://wattsupwiththat.com/2016/04/27/hump-day-hilarity-told-you-so/

 

Eine private Anmerkung:

Seit einigen Jahren fiel es mir irgendwie auf – und ich habe es meinen Freunden und meiner Familie mitgeteilt, dass die Landschaft in unserer Umgebung auf Grund steigender CO2 Konzentration in der Atmosphäre grüner und üppiger wird. Man war leider oft der Meinung, das sei eine sehr subjektive Beurteilung. Na ja: war sie sicher auch! Aber im Nachhinein?!

RL

PDF hier: Es grünt so grün

 

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Ergänzung: Aktuelle Vorhersage NOAA zu El Nino und La Nina

NOAA, die National Oceanic and Atmospheric Administration,USA, hat eine aktualisierte Vorhersage zum derzeitigen El Nino und der kommen La Nina herausgegeben.

Die folgende Abbildung zeigt die Temperaturanomalien im Pazifik für die 3-Monats Mittelwerte (z. B. NDJ: November Dezember Januar; FMA: Februar März April …) jeweils für das Jahr 2016 und Anfang 2017.

Die Konturintervalle zwischen den Linien gleicher Temperatur Cint betragen 0,3 °C.

NOAA El nino la nina forecast 160220

LIM SST Anomalies Forecast data provided by the NOAA/ESRL Physical Science Division and CIRES CU, Boulder, Colorado, from their website at

http://www.esrl.noaa.gov/psd/

Die Vorhersage beinhaltet ein sehr schnelles Abklingen des derzeitigen starken El Nino bereits bis Februar März April und das Einsetzen einer recht ordentlichen La Nina ab Mai Juni Juli.

Letztere wird zu einer erheblichen Reduzierung der global gemittelten Temperaturen führen.

Man darf gespannt sein, wie sich das auf die Modellvorhersagen und die anthropogen verursachte Erwärmung auswirkt !!

RL

PDF hier:

Ergänzung Aktuelle Vorhersage NOAA zu El Nino und La Nina

Filed under: 2014 Heißestes Jahr, Klima, Temperaturanomalie, Wissenschaft, , , ,

El Nino – La Nina: Ein Überblick

Zurzeit ist der Name El Nino wieder in aller Munde, da er unser Wetter beeinflusst, die global gemittelten Temperaturen ansteigen lässt und sich mit besonderer Stärke entwickelt.

Hohe_Wellen_in_Ocean_Beach

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13121913

Der El Nino Zustand wird auch als El Nino Southern Oscillation, ENSO, bezeichnet, ein gekoppeltes Zirkulationssystem von Ozean (Oberflächentemperaturen) und Atmosphäre (Passatwinde, Luftdruckverteilungen).

Dieses wichtigste Klimaphänomen mit globalen Auswirkungen, das alle 4-12 Jahre auftritt, kann auch von den aufwändigsten Klimamodellen, die unser Klima auf 100 Jahre vorherzusagen glauben, nicht angesagt werden. Erst wenn es bereits am Entwickeln ist, wird versucht, seine Stärke und Dauer durch Vergleich mit bisherigen Verläufen darzustellen. Das liegt natürlich daran, dass das Auftreten von ENSO bestimmt ist durch deterministisches Chaos, genau wie das Wetter und auch das Klima!

Im Folgenden soll anschaulich Entstehen und Wirkung eines El Nino beschrieben werden.

Eine ausführlichere Darstellung des El Nino-La Nina Phänomens siehe z. B.

WIKIPEDIA

https://de.wikipedia.org/wiki/El_Ni%C3%B1o

oder Info Seite zur Klimaanomalie im Pazifik

http://www.elnino.info/

oder ENSO-Info

http://www.enso.info/enso.html

El Nino, das Christkind oder der Knabe, ist ein Klimaphänomen, das sich im Pazifik zwischen Südamerika und Australien/Indonesien abspielt, und über so genannte Fernwirkungen (Telekonnektionen) das globale Klima beeinflusst. Sein Name kommt daher, dass das Phänomen sich hauptsächlich im Winter in der Weihnachtszeit besonders stark bemerkbar macht. Peruanische Fischer haben diesen Ausdruck geprägt, da in El Nino Jahren die ausbleibenden Fischschwärme starke negative wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Um das Klimaphänomen El Nino zu beschreiben muss zunächst der Zustand dargestellt werden in Jahren, die weder von El Nino noch La Nina beeinflusst werden.

In diesen Jahren herrscht ein starker Süd-Ost-Passat vor, der das Oberflächenwasser vor der Küste Perus nach Westen treibt und somit dem kalten Wasser des Humboldtstromes den Auftrieb ermöglicht. So herrschen normalerweise vor der Küste Perus Wassertemperaturen an der Meeresoberfläche von 23-24 °C, hingegen an der Ostküste Indonesiens 27-28 °C.

Während eines El Nino werden die Passatwind schwächer. Die Wassermassen, die während der starken Südostpassate nach Westen gedrückt wurden und sich dabei erwärmten, fließen nun nach Osten zurück, so dass das kühlere nährstoffreiche Wasser des Humboldtstromes sich nicht zur Oberfläche durchsetzen kann. Der Wasserstand im Ostpazifik wird dabei um bis zu 30 cm erhöht, während er im Westen entsprechend abnimmt.

Dabei ändern sich großräumig die Luftdruckverteilungen im Pazifik mit den entsprechenden Windstärken und Richtungen (Walker Zirkulation ohne El Nino und La Nina in der nächsten Abbildung).

Walker-Zirkulation

https://de.wikipedia.org/wiki/Walker-Zirkulation#/media/File:Walker-Zirkulation.png

Bei El Nino entsteht ein Tiefdrucksystem (aufsteigende Luft, Regen) im Osten des Pazifiks, im Westen ein Hochdrucksystem (absinkende Luft, trocken).

Im Verlauf eines El Nino kommt es somit an der südamerikanischen Küste zu schweren Regenfällen, ebenso wie an der nordamerikanischen Westküste (was Kalifornien derzeit gut gebrauchen kann). In Südostasien und Australien kommt es auf Grund der Trockenheit zu großen Busch- und Waldbränden. Während es in Ostafrika in Ländern wie Kenia und Tansania mehr Regen gibt, ist es in Sambia, Simbabwe, Mosambik und Botswana (südliches Afrika) deutlich trockener.

Schwere Stürme an der Westküste Mexikos und in Kalifornien sind ebenfalls Folgen des El Nino. (Foto in San Diego)

Hohe_Wellen_in_Ocean_Beach

https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13121913

Der derzeitige Zustand der Temperaturanomalien des pazifischen Ozeans in einem starken El Nino Jahr ist in der folgenden Abbildung (NOAA) dargestellt (Temperatur in Fahrenheit;

ENSO_SSTA_201601_lrg

https://www.climate.gov/sites/default/files/ENSO_SSTA_201601_lrg.png

im nächsten Bild Temperatur in °C).

NOAA-CPC-NWS-NOAA_SST_Anoms_2015https://de.wikipedia.org/wiki/El_Ni%C3%B1o#/media/File:NOAA-CPC-NWS-NOAA_SST_Anoms_2015.jpg

Der Zustand des El Nino wird durch verschiedene Zustandsgrößen beschrieben z. B. NINO3.4 SST Index, der die Oberflächen-Meeres-Temperaturen im bezeichneten Gebiet in Abweichung vom Temperaturmittel angibt,

map-pac-EquCylproj Nino Bereiche

http://wattsupwiththat.com/reference-pages/climatic-phenomena-pages/enso/

nino3_4 Feb 2016

http://www.bom.gov.au/climate/enso/monitoring/nino3_4.png

oder den Multivariate ENSO Index (MEI). Bei letzterem werden nicht nur die Meerestemperaturen im El Nino Bereich gemessen, sondern es gehen zusätzlich der Luftdruck auf Meereshöhe, die zonalen und meridionalen Windgeschwindigkeiten auf Meereshöhe, die Meeres- und Lufttemperaturen und der Grad der Bewölkung ein.

imei Feb 2016

http://climexp.knmi.nl/data/imei.png

Wie man am MEI deutlich erkennt, ist der derzeitige El Nino nicht ganz so stark wie der von 1998 und befindet sich bereits am Abklingen. Aber er wird bis in die zweite Hälfte 2016 seine Wirkung noch zeigen.

NOAA: El Niño remains strong, with continued warmth in the surface waters of the east-central tropical Pacific and wind and rainfall disruptions across the entire basin. Most indicators are starting to show weakening, however. El Niño is likely to become neutral by late spring or early summer 2016, with a possible shift to La Niña in the fall.

Der Einfluss des El Nino 2015/2016 auf die global gemittelten Temperaturanomalien ist in der folgenden Abbildung der Satellitenmessung der UAH zu erkennen (UAH: University of Alabama, Huntington).

UAH_LT_1979_thru_January_2016_v6

http://www.drroyspencer.com/wp-content/uploads/UAH_LT_1979_thru_January_2016_v6.png

Nach einem El Nino folgt wie üblich wahrscheinlich eine La Nina, das Mädchen. Dabei ist die Stärke des Mädchens nicht vorherzusagen.

Sie ist das Gegenstück zum El Nino und definiert durch stärkere Nordostpassate als im langjährigen Mittel, die nunmehr kälteres Wasser nach Westen transportieren.

 

1280px-Sea_Surface_Temperature_-_November_2007

https://de.wikipedia.org/wiki/La_Ni%C3%B1a#/media/File:Sea_Surface_Temperature_-_November_2007.jpg

Die Wetterauswirkungen La Nina sind bei weitem nicht so ausgeprägt wie bei einem El Nino Ereignis.

Trotzdem ist La Nina begleitet von mehr Regen an der australischen Nordostküste und in Südostasien, von Dürren in Südamerika und vermehrtem Auftreten von Hurrikanen in Nordamerika über die Nordwestwinddrift. Der Einfluss der niedrigeren Temperatur in weiten Teilen des Pazifik hat zur Folge, dass die gemittelten globalen Temperaturen abnehmen, wie sie während eine El Nino zugenommen haben, wie man in der Graphik der Temperaturanomalien der UAH sehen kann.

UAH_LT_1979_thru_January_2016_v6

Dann – nach Abklingen des El Nino – wird sich herausstellen, ob die global gemittelte Temperatur weiter zunimmt oder auf einem gleichbleibenden Niveau wie seit dem Jahr 2000 verbleibt oder nur schwach ansteigt.

RL

PDF hier:

El Nino La Nina

 

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Update: Temperaturmessungen der Satelliten UAH und RSS bis Januar 2016

Die Temperaturanomalien der Satellitenmessungen UAH und RSS sind in den beiden folgenden Abbildungen angegeben.

UAH:

UAH_LT_1979_thru_January_2016_v6

http://www.drroyspencer.com/latest-global-temperatures/

RSS:

MSU%20RSS%20GlobalMonthlyTempSince1979%20With37monthRunningAverage%20With201505Reference

http://www.climate4you.com/GlobalTemperatures.htm

In beiden Messdaten ist die Entwicklung des derzeitigen El Nino im Temperaturanstieg deutlich zu erkennen. Er bleibt jedoch bisher noch hinter dem des starken El Nino 1998 zurück. Der El Nino 2016 hat sein Maximum bereits erreicht.

El Nino: Oberflächentemperatur des Pazifik im Bereich 3/4

nino3_4 Jan 2016

http://www.bom.gov.au/climate/enso/monitoring/nino3_4.png

Der Temperaturanstieg könnte allerdings noch 2-3 Monate fortschreiten, bevor mit großer Wahrscheinlichkeit die folgende La Nina alles wieder zurechtrückt.

RL

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Der statistische Trick mit der Anomalie – oder wie erzeugt man Hysterie

Der immer wieder bewährte Trick der Statistik –  um einen Effekt zu erzielen – beruht auf der „Nullpunkts-Unterdrückung“, auch Abweichung, Anomalie, genannt.

Dabei stellt man kleine – oft unbedeutende Variationen – vergrößert dar.

Dies soll an zwei Beispielen, der global gemittelten Temperaturanomalie und der Meereseisbedeckung erläutert werden.

 

1) Die global gemittelte Temperaturanomalie.

Üblicherweise wird die global gemittelte Temperatur durch die Temperaturanomalie, d. h. die Abweichung von einer Referenzperiode dargestellt.

Als Beispiel sollen die Daten der NOAA GISS dienen (obwohl der Verdacht nahe liegt, dass diese zu Gunsten einer Erwärmung schrittweise manipuliert wurden).

Hadcrut glob T Anomalie Kopie

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Global_Temperature_Anomaly.svg#/media/File:Global_Temperature_Anomaly.svg

Es handelt sich um eine Änderung von -0,2 bis +0,7°C, also ein Delta von

Δ=0,9°C!

Das sieht dramatisch aus, und soll es ja auch.

Denn es soll vor allem darstellen, wie der Mensch durch seine Emission des Treibhausgases CO2 zur global gemittelten Temperatur beiträgt.

Verzichtet man auf die Unterdrückung des Nullpunktes und beginnt z. B: bei 0°C, und trägt die Veränderung bei einer mittleren globalen Erdtemperatur von derzeit ca. 14,5°C auf, so erhält man ein ganz anderes Bild mit den gleichen Daten:

Nullpunktsunterdrückung T 2

Das sieht nun nicht mehr so dramatisch aus, und ist auch wohl auch besser in seiner Bedeutung zu verstehen.

Im Grunde müsste man als Nullpunkt die Temperatur der Erde ohne Treibhausgase darstellen, denn es soll ja der Effekt durch zusätzlich emittiertes Treibhausgas CO2 gezeigt werden. Der Nullpunkt würde dann bei -18°C statt 0°C liegen! Der Effekt einer Temperaturerhöhung durch das Treibhausgas Kohlendioxid wäre dann kaum noch zu erkennen.

 

2) Die See-Eisbedeckung der Erde

Hierzu ist zu Beginn noch zu erwähnen, dass die Erde sich heute in einem Eiszeitalter befindet, das geologisch dadurch definiert ist, dass mindestens ein Pol mit Eis bedeckt ist. Die meiste Zeit ihrer Geschichte befand sich die Erde in einem Warmzeitalter (siehe nächste Graphik)

Phanerozoic_Climate_Change_(de)

https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte#/media/File:Ice_Age_Temperature_de.png

Innerhalbe unseres Eiszeitalters wechseln sich Warm- und Kaltzeiten ab. Wir befinden uns in einer Warmzeit (interglazialen Warmzeit) zwischen zwei Kaltzeiten (Graphik), und beide Pole sind mit Eis bedeckt.

Ice_Age_Temperature_de

https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte#/media/File:Ice_Age_Temperature_de.png

Nun zurück zur Nullpunkts Unterdrückung!

Gerne werden auch hier die globalen Meer-Eisbedeckungen als Bedeckungsanomalien dargestellt:

iphone_anomaly_global

Globale See-Eisbedeckung: Cryosphere Today – University of Illinois – Polar Research Group

http://wattsupwiththat.com/reference-pages/sea-ice-page/

Wie anders sieht es doch aus, wenn man den Nullpunkt nicht unterdrückt:

Nullpunktsunterdrückung T und Seeeis 2

Ähnliches gilt auch für die Meereseis-Bedeckung der Antarktis.

Zunächst die Bedeckungsanomalie:

seaice_anomaly_antarctic

Dann hier ohne Nullpunktunterdrückung:

seaice_area_antarctic

Die jährlichen Abweichungen, Anomalien, sind eben gering und insofern auch bedeutungslos!!

Fazit:

„Vertraue keiner Statistik! Es sei denn Du erkennst, was sie bezwecken will!“

RL

PDF: Der statistische Trick mit der Anomalie

 

 

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Greenpeace Mitgründer Patrick Moore zum Klima

Der Mitgründer von Greenpeace ist offensichtlich zum Klimaskeptiker geworden!

Sehen Sie hier , was er zu sagen hat :

Eine Version mit deutschen Untertiteln ist bei EIKE erschienen:

RL

 

 

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Ein Klimarückblick 2015 – von Helmut Kuntze

Dieser Artikel von Helmut Kuntz erschien bei EIKE

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/klimarueckblick-2015/

Da er auch mit Humor die Alarmistische Klimaproblematik sieht, habe ich ihn hier mit der Genehmigung des Autors abgedruckt.

RL

Klimarückblick 2015

 

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Ohne Kommentar – Nur Klimafakten/Messungen

Temperaturen der Satellitenmessungen der unteren Troposphäre

a) Remote Sensing System bis Dezember 2015

rss temp anomaly up to dec 2015b) University of Alabama Huntington, UAH, bis Dezember 2015

UAH_LT_1979_thru_December_2015_v6-1c) Temperaturen Arktis (60-85° Nord) und Antarktis (60-85° Süd) Satellitenmessungen in der unteren Troposphäre bis Oktober 2015, UAH

arctic-temperatures-1024x937

CO2 Emission, Mauna Loa Hawai bsi November 2015

co2_data_mlo2015-565b464245c7f

Meeresspiegel Anstieg, University of Colorado, Stand Oktober 2015

University of Colorado Sea Level

Meeresspiegel Marshall Inseln, PSMSL, bis 2014

Sea Level Marshall Inseln

Meereisbedeckung, schwankt im Jahr zwischen 17,5-27,5 Millionen km

Graph: climate4you

NSIDC%20GlobalArcticAntarctic%20SeaIceArea

Elektrizitätskosten als Funktion der installierten Erneuerbaren Energien 2014 (MW/Million Einwohner bzw. W/Einwohner), Jonathan Drake

 Electricity Cost vs Installed Renewable Capacity per Capita Kopie

Untersuchung zu Elektrizitätskosten Fondo Interbancario, Italien

cost-industrial-electricty-prices-2015-12-22-countries

Schnee an Weihnachten in der Schweiz

 

weihnachtsschnee-schweiz-1024x944

 

Eisbären, Zustand der Population, 42% Wachstum, „manche so fett wie Schweine“

http://w Dr. Susan J. Crockford of polarbearscience.com

attsupwiththat.com/2015/12/23/more-scientific-evidence-that-polar-bears-are-doing-just-fine-a-30-increase-in-population-with-some-of-them-as-fat-as-pigs/svalbard-polar-bear-fall-2015_aars/

Unbenannt

PDF hier: rlrational ohne Kommentar nur Klimafakten Messungen

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Fossile Brennstoffe, Erneuerbare Energien, Wohlstand – ein Problem der Bevölkerungsexplosion

Das wichtigste und dringendste Problem der Menschheit ist die Bevölkerungsexplosion.

Die heutigen kontroversen Diskussionen in der Energiepolitik spielen sich fast ausschließlich zwischen den Polen Energie- und Klima/Umwelt-Politik ab.

Dabei besteht zwischen allen Parteien Konsens, dass es kurz-, mittel- undlangfristig zu Engpässen in der Versorgung mit den fossilen Brennstoffen Mineralöl und Gas kommen wird. Dies bedeutet logischerweise, dass man nach alternativen Energieträgern suchen muss – mit oder ohne alarmistischen Klimawandel.

Dazu können und werden sicher auch die heute als wichtigste Erneuerbare Energien genannten Photovoltaik und Windenergie Systeme gehören, sofern sie wirtschaftlich und somit sinnvoll einsetzbar sind. Solange man das Speicherproblem für die erneuerbaren Energien nicht gelöst hat, wird man jedoch sicher auch andere Techniken entwickeln (Kernkraftwerke, Fusionskraftwerke) und noch mittel- und langfristig auf Kohle- und auf Gaskraftwerke zurückgreifen müssen

Auf Seiten der Argumente der Umweltpolitik wird die Diskussion begrenzt auf den so genannten Klimaschutz, d. h. die Reduktion der anthropogenen Kohlendioxidemission. Diese Emission von Treibhausgasen trägt zur Temperaturerhöhung bei, allerdings keineswegs in dem Masse, wie es die Alarmisten unter den Klimatologen und deren hörige Medienvertreter in die Welt posaunen.

Die Begrenzung der Umweltpolitik auf Klimapolitik ist außerordentlich schädlich, da die finanziellen Mittel für die echten weltweiten Umweltprobleme, sauberes Wasser, Nahrungsmittel, Überfischung, Gesundheitsvorsorge etc. fehlen werden.

Die Reduzierung der Diskussion auf Energie und Klima vernachlässigt einen weiteren wichtigen Aspekt einer rationalen Energiepolitik, die Erhaltung des Wohlstandes in den Industrieländern. Man geht oft stillschweigend davon aus, dass dieser so unbegrenzt ist, dass man ihn unbegrenzt reduzieren kann.

Welche Auswirkungen diese Strategie sozialpolitisch hingegen haben kann, wird öffentlich nur selten diskutiert. Eine Reduzierung des Wohlstandes trifft immer die unteren sozialen Gruppen am Härtesten. Die Wohlhabenderen können es meist noch eine Zeitlang bezahlen. Eine Erhöhung der Energiekosten wirkt sich nicht nur auf die Strompreise aus, wie meist vorgerechnet wird, sondern auf alle Produkte, Nahrungsmittel, Konsumgüter, Wasser, Abfall, Transport … Die Wohlhabenderen können es sich meist noch eine Zeitlang leisten. Eine derartige Politik wird deshalb auch nicht lange durchzuhalten sein, denn auch Wohlstand und Finanzmittel sind eine begrenzte Ressource.

Diese vielleicht stärker regional, national gesehenen Argumente sind jedoch in einem viel größeren Zusammenhang zu sehen.

Die Umweltprobleme – einschließlich des eingebildeten „Klimaschutzproblems“ – sind auf unserem Planeten nur vorhanden, weil die Weltbevölkerung in unserem Jahrhundert so dramatisch zugenommen

hat. Mit einer Weltbevölkerung von z.B. 5 Milliarden Menschen käme unser Planet ohne weiteres noch klar, aber darüber – derzeit laut UN 7 Milliarden und prognostiziert bis 2100 9-10 Milliarden – wird der Planet ächzen.

Das Ziel muss also unbedingt heißen, mittelfristige Begrenzung der Weltbevölkerung durch auferlegte oder freiwillige Geburtenkontrolle.

Was steht dagegen?

  • Nun einmal ist es sehr problematisch, diktatorisch erfolgreich wie in China eine 1-Kind Ehe anzuordnen.
  • In ärmeren Ländern wird eine Geburtenkontrolle auf freiwilliger Basis nicht durchgeführt werden, da viele Kinder auch sozialpolitisch im Sinne einer Ernährung innerhalb der Familie, des Clans, erforderlich sind oder wegen einer nicht vorhandenen Absicherung im Alter.
  • Auch die katholische Kirche ist bedauerlicherweise abstinent, wenn es um Geburtenkontrolle geht. Vielleicht befürwortet der Papst in seiner Enzyklopädie deshalb auch Maßnahmen im Bereich Klimapolitik statt das Grundübel der Übervölkerung anzugehen.

Die folgende Statistik ist den Darstellungen von „Gapminder World“ entnommen, einer gemeinnützigen Institution in Schweden, geleitet von Prof. Hans Rosling. Diese Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, statistische Daten der Vereinten Nationen zur Weltbevölkerung in einer klaren und interessanten Art zur Verfügung zu stellen.

Ein „Klick“ auf

http://www.gapminder.org

ist außerordentlich empfehlenswert.

In der nächsten Abbildung ist das Einkommen pro Einwohner gegen die Geburtenrate pro Frau in den entsprechenden Ländern aufgetragen.

gapminder 2009 fertilty vs income per person

Man erkennt deutlich den Zusammenhang zwischen Wohlstand – Einkommen pro Kopf der Bevölkerung – und der Geburtenrate.

Ein Lebensstandard bereits über 4000 $ pro Einwohner verringert die Zahl der Kinder pro Frau auf unter 2,3, was mit einem Ende der Bevölkerungsexplosion identisch ist, und führt schließlich sogar zu einer Abnahme der Weltbevölkerung.

Das alleine entscheidende Ziel der Weltpolitik muss es also sein, den Wohlstand weltweit zu fördern, um das Anwachsen der Weltbevölkerung zu begrenzen!

Davon abgesehen haben auch die Menschen in den unterentwickelten Ländern, die oft keine Elektrizität zur Verfügung haben, das Recht darauf, sich weiter zu entwickeln.

Wir, in den Entwickelten Ländern konnten u. a. zu unserem Wohlstand kommen, weil wir billigen Strom durch fossile Energieträger, Kohle, Öl, Gas nutzen konnten. Dies vorzuenthalten darf kein weltpolitisches Ziel sein.

(Siehe auch Artikel „Klimarevolte in Afrika“:

Das Leben in Afrika ist oft schlimm, arm und kurz. An Aids sterben jedes Jahr 2,2 Millionen Afrikaner wie die WHO (World Health Organization) berichtet. Lungen-Infektionen verursachen 1,4 Millionen Todesfälle, Malaria 1 Millio. Darmerkrankungen 700.000. Krankheiten, die mit einfachen Impfstoffen verhindert werden können, töten zusätzliche 600.000 pro Jahr, während Krieg, Unterernährung und das Leben in schmutzigen Slums unzählige Eltern und Kinder zu früh ins Grab bringen. Und doch wird Tag für Tag den Afrikanern gesagt, die größte Bedrohung, vor der sie stehen, sei die globale Erwärmung.

https://rlrational.files.wordpress.com/2010/03/klimarevolte-in-afrika.pdf)

Alle Anstrengungen sind also zu unternehmen, für diese Länder preiswerte Energie zur Verfügung zu stellen. Und die erneuerbaren Energien, Solar- und Windenergie, gehören bisher zweifellos nicht dazu (siehe folgende Graphik, die nicht jeder kennt!).

Electricity Cost vs Installed Renewable Capacity per Capita Kopie

Elektrizitätskosten/kWh als Funktion der installierten Leistung in W/Einwohner (Megawatt/Million Einwohner)

http://wattsupwiththat.com/2015/08/03/obama-may-finally-succeed/

Denn es ist evident, dass sich eine Gesellschaft vor die Alternative gestellt, Wohlstand oder Klima/Umweltschutz immer für Wohlstand gegen Klima/Umweltschutz entscheiden wird. Man mag dies bedauern, aber es ist zweifellos historisch belegbar und unter sozialen Aspekten betrachtet nachvollziehbar.

Dies sollten sich die Umweltideologen einmal ausdrücklich vor Augen halten, wenn sie mit ihren Forderungen die finanzielle Basis des Wohlstands in den Industriestaaten zerstören wollen.

In der folgenden Abbildung ist die Situation schematisch dargestellt:

Billige Energie Wohlstand Umwelt

Billige Energie führt zu Wohlstand, der einerseits zwar zu erhöhtem Energiebedarf führt, gleichzeitig aber auch zu einer Stabilisierung der Weltbevölkerung. Bei gestiegenem Wohlstand kann man sich auch wieder andere teurere Energieerzeugung, z. B. erneuerbare Energien, leisten.

Somit können Umweltprobleme gelöst werden, von denen es auf unserer Erde genügend gibt, falls erforderlich können auch klimapolitische Maßnahmen ergriffen werden.

RL

PDF hier: Fossile Brennstoffe Erneuerbare Energien Weltbevölkerung

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COP-21 im Widerspruch zu eigenen Vereinbarungen- ab heute null Emissionen?!

Es muss den Anhängern und Enthusiasten des Klimaalarms wohl noch nicht aufgefallen sein, dass die heutigen Temperaturmessungen und die gemessenen Konzentrationen von CO2 in der Atmosphäre im Widerspruch zu den eigenen Berichten des IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change, UN) und den dort angegebenen Klimasensitivitäten des CO2 stehen.

Und schließlich sollten sie auch längst erkannt haben, dass mit den ihren Alarm tragenden Wirkungen des Treibhausgases CO2 ab heute die Emissionen auf null zurückgefahren werden müssten!

Im kompletten Widerspruch zu den Vereinbarungen und zukünftigen Vorhaben der Pariser Übereinkunft COP-21.

Diese Tatsache, nicht gerade im Sinne der Alarmisten, soll hier noch einmal dargestellt und erläutert werden.

Man kann die anschließende Rechnung am Ende des Artikels auslassen und sich direkt die Werte in der Tabelle 1 anschauen.

Tabelle 1: f = ΔTSensitivität/ln (2)

Sensitivitätstabelle Kopie

Der Tabelle  entnimmt man, dass bei den vom IPCC und den Alarmisten angegeben Temperatursensitivität ΔTSensitivität für CO2 von im Mittel 3°C bei der heutigen Konzentration von 400 ppmV die Temperaturerhöhung bereits jetzt über der in der Pariser Vereinbarung COP-21 angestrebten 1,5°C liegt, und weit über der bisher gemessenen global gemittelten Temperaturerhöhung von 0,7 °C!!!

Um das 1,5°C Ziel noch zu erreichen, darf ab heute keine CO2 Emission mehr stattfinden!!!

Bei einer Sensitivität von 4,5 °C, die immer noch beim IPCC als möglicher Wert bezeichnet wird, ist sogar bereits das 2°C Ziel überschritten.

Eine Sensitivität, die mit den heutigen gemessenen Temperaturen

ΔTheute = 0,7°C

verträglich ist (Temperaturerhöhung durch anthropogen emittierte Treibhausgase)

und den gemessenen Konzentrationen an CO2 von 400 ppmV,

liegt bei ΔTSensitivität = 1,35 °C  (f=1,95 °C ) oder darunter.

Und dies führt zu keiner globalen Temperaturerhöhung, die zu alarmistischen Veränderungen im Klima Geschehen Anlass gäbe, und schon gar nicht zu von den Aktivisten geforderten Reduktionen an CO2 Emissionen mit den bekannten Auswirkungen.

Wann fängt man endlich einmal an, darüber nachzudenken, welche Sau hier eigentlich von den Klimaalarmisten und Aktivisten durchs Dorf getrieben wird.

Gott hat uns den Verstand gegeben, aber nicht verboten ihn zu benutzen!!!

 

Zur Rechnung :

Vom IPCC und allen Klimaforschern ist wohl uneingeschränkt anerkannt, dass eine durch anthropogen emittierte Treibhausgase verursachte Erwärmung global beschrieben werden kann als:

ΔTheute = f*ln(CO2(heute)/CO2(vorindustriell)

Dabei bedeutet der Klammerausdruck jeweils die genannten CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre. ΔTheute ist dann die zu erwartende Temperaturerhöhung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

ln ist der natürliche Logarithmus, auf jedem Taschenrechner per Tastendruck auszurechnen. Der natürliche Logarithmus ist der Tatsache geschuldet, dass jedes emittierte CO2-Molekül eine schwächere Treibhauswirkung hat als das vorhergehende.

f ist ein Verstärkungsfaktor, der beschreibt, welche Wirkung welche Konzentration von CO2 in der Atmosphäre auf die globale Temperatur hat. Er ist festgelegt durch die sogenannte Klima-Sensitivität ΔTSensitivität von CO2 in der Atmosphäre bei Verdopplung der Konzentration. Für die transiente Sensitivität, die zeitgleich mit der Emission wirkt, gibt das IPCC einen Bereich von ΔTSensitivität = 1,5-4,5 °C an. Sie beinhaltet zudem auch alle durch eine Erwärmung zusätzlich von anderen Treibhausgasen z. B. Wasserdampf oder durch Wolken hervorgerufenen Verstärkungen oder Abschwächungen.

Der Faktor f  berechnet sich aus der Sensitivität und durch Einsetzen der Verdopplung der Konzentration zu

f = ΔTSensitivität/ln (2)

RL

Als PDF COP 21 Im Widerspruch zur eigenen Vereinbarung

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Messungen und Klimamodelle – eine überraschende Darstellung der Diskrepanz

Dr. John Christy von der Universität in Huntsville, Alabama (UAH), hat den wachsenden Unterschied zwischen den Voraussagen der Klimamodelle und den gemessenen Temperaturwerten in einer bisher mir nicht bekannten, sehr aussagekräftigen Weise dargestellt, (Abb. 1).

Der Vortrag von Christy zu diesem Thema fand am 08. Dezember 2015 vor dem Unterkomitee des Senatsausschusses für Raumfahrt, Wissenschaft und Wettbewerb des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten von Amerika (Senate Subcommittee on Space, Science, and Competitiveness Committee) statt.

Christy

Abb. 1: Gemessene Temperatur-Daten aus Ballonaufstiegen und Satelliten im Vergleich zu Klimamodellen in der mittleren Troposphäre

Quelle:

http://judithcurry.com/2015/12/17/climate-models-versus-climate-reality/

Üblicherweise werden die Klimamodelle mit den gemessenen Temperaturen an der Erdoberfläche (Thermometern) oder der unteren Troposphäre (Satelliten, Ballonaufstiege) verglichen (Abb. 2).

rss und uah vergleich mit Modellen bis nov 2015

Abb. 2: Vergleich Klimamodelle gegen Satellitenmessungen RSS und UAH in der unteren Troposphäre

Quelle:

http://wattsupwiththat.com/2015/12/04/the-robust-pause-resists-a-robust-el-nio-still-no-global-warming-at-all-for-18-years-9-months/

Auch hier sieht man eine stetig wachsende Differenz der gemessenen zu den Modelldaten.

Christy hat nun die Vorhersage der Klimamodelle für die mittlere Troposphäre mit gemessenen Temperaturen in diesem Bereich verglichen (Abb. 1).

Alle 2 Tage steigen Wetterballone auf und messen von der Erdoberfläche bis ca. 15 km Höhe Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Windgeschwindigkeit als Grundlage für die Wettermodelle für die Wettervorhersage weltweit.

Vier unterschiedliche Analysen der Temperaturdaten der Ballonaufstiege sind mit den blauen Punkten der Abb. 1 zusammengefasst.

Ebenso werden die Temperaturen der mittleren Troposphäre von Satelliten aufgenommen. Es gibt zwei globale Datenanalysen dieser Satellitenmessungen, University of Alabama, UAH, und Remote Sensing System, RSS. Beide Datenanalysen stimmen sehr gut überein. Die grünen Quadrate geben diese Temperaturmessungen an.

Ballondaten und Satellitendaten sind voneinander komplett unabhängige Messungen.

Die rote Linie (Abb. 1) repräsentiert das Fünf-Jahresmittel der 102 Computermodelle im IPCC Bericht von 2013, für die in der mittleren Troposphäre Werte vorhanden sind.

Wie der Vergleich zeigt, liegen die Klimamodelle total neben den Messwerten.

Die Modelle liegen 2015 bereits um einen Faktor drei zu hoch!!!

Auf diesen Klimamodellen beruht der Klimaalarm und die ganze alarmistische Klimapolitik – sieht schlecht dafür aus!!!!!

Bin gespannt, wie die Klimaalarmisten auf diese Tatsache reagieren.

Wahrscheinlich wird sie totgeschwiegen.

Im Grunde zeigt die Darstellung von Christy auch den fehlenden Hotspot in den gemessenen Temperaturwerten der mittleren Troposphäre auf, der ebenfalls mehr oder weniger totgeschwiegen wird.

(siehe hier)

RL

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Paris Übereinkommen COP21: 1000 Milliarden $ für 0,05 Grad!?

DSC_0903Man ist wenig geneigt zu glauben, dass man ausgehandelt hat, die Entwicklungsländer zu bewegen für 100 Milliarden $ pro Jahr die Pariser Übereinkunft zu unterschreiben, damit im Endeffekt eine globale Temperaturerniedrigung von 0,05 °C erreicht wird, gegenüber einem Zustand „Busines as Usual“, UNEP Emission Gap Report.

http://www.unep.org/publications/ebooks/emissionsgapreport2014/portals/50268/pdf/Appendix_2B.pdf

Diese Zahlung sollen die Entwickelten Länder ab 2020 zunächst bis 2030 für die Entwicklungsländer bereitstellen, danach sollen es mehr werden.

1 Billion, 1000 Milliarden €!!!!

Nun, dafür wird man hoffentlich das Klima, die Welt, retten können, denn abgesehen von Mitteleuropa würden ansonsten die Menschen überall verbrennen laut Prof. Schellnhuber, Leiter des PIK (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung).

Bemerkung: Man könnte auf die Idee kommen, ich hätte eine Phobie gegen das PIK. Die häufige Zitierung liegt daran, dass das PIK sich in Deutschland zum Wortführer des alarmistischen Klimawandels gemacht hat. Dies ohne Rücksicht auf wissenschaftliche Integrität.

Da gemäß Klimaübereinkunft jetzt alles klar ist – von einer weiteren Entwicklung des wissenschaftlichen Standes bei der Klimaforschung ist keine Rede – benötigt man auch keine Klimafolgenforschung mehr, kann also auch auf das PIK verzichten. Ob man dies dort auch so sieht?

Zurück:

Was bekommt man nun für sein Geld?

Die Emission des Treibhausgases soll reduziert werden, nach Geschmack und Willen der einzelnen Nationen. Dies nennt man Intended National Determined Contribution (INDC).

Christiana Figueres, Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der UN, hat nun die von ihrer Institution berechneten Werte bekanntgegeben, die durch Einsparung an Emissionen der bis Oktober von den einzelnen Nationen eingereichten INCDs erreicht werden. Dies sind 33 Gt CO2 bzw. eine Reduzierung von 4,2 pppmV in der Atmosphäre, falls die ganze Emission auch dort bleibt. Heute werden allerdings etwa 50% wieder von Ozeanen und Landbedeckung aufgenommen.

Damit kann man mit einfachen Überlegungen, den Temperatureffekt berechnen, um den die global gemittelte Temperatur niedriger ausfallen wird als bei “Business as Usual“ (siehe mein Artikel über die Sensitivität von CO

https://rlrational.wordpress.com/2015/12/16/sensitivitaet-von-co2-cop21-paris-1000-milliarden-e-spende-an-entwicklungslaender-fuer-globale-temperaturerniedrigung-von-005-c/ )

Das MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine der Elite Universitäten der USA, hat nun mit aufwendigen Modellen berechnet, dass man unter der Voraussetzung, dass die genannten Einsparungen bis 2100 eingehalten werden, 0,2 °C an globaler Erwärmung einspart.

http://globalchange.mit.edu/research/publications/other/special/2015Outlook

Björn Lomborg, Professor an der Kopenhagener Business School, kommt mit einem anderen Modell zu einem ähnlichen Ergebnis: 0,17 °C.

http://wattsupwiththat.com/2015/11/10/lomborg-paris-climate-pact-will-reduce-temperature-increase-by-the-end-of-the-century-by-a-whopping-0-05c/

Lomborg gibt auch einen Wert für die Temperaturerniedrigung durch die INDCs bis 2030 an.

Diese beträgt 0,05 °C.

Bis dahin also eine Spende von 1000 Milliarden $ der Entwickelten Länder an die unterentwickelten, um die CO2 Emissionen zu verringern.

Dabei sind die Aufwendungen der einzelnen Entwickelten Länder für die internen Kosten der Reduktionsmaßnahmen nicht eingerechnet.

Aber es bestätigt die Ausführung von Ottmar Edenhofer (schon wieder PIK), dass es nicht um Klima geht, sondern um Politik und Umverteilung des Reichtums der Entwickelten Länder.

Das ist ein Geschäft!! Da können einem wirklich die Tränen kommen, wie sie nach Abschluss der Pariser Übereinkunft reichlich flossen.

RL

 

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Sensitivität von CO2 – COP21 Paris: 1000 Milliarden € Spende an Entwicklungsländer – für globale Temperaturerniedrigung von 0,05 °C

Man kann es wirklich nicht glauben, dass man ausgehandelt hat, die Entwicklungsländer zu bewegen für 100 Milliarden $ pro Jahr die Pariser Übereinkunft zu unterschreiben, damit im Endeffekt eine globale Temperaturerniedrigung von 0,05 °C bis 2030 erreicht wird, gegenüber einem Zustand „Busines as Usual“, UNEP Emission Gap Report.

http://www.unep.org/publications/ebooks/emissionsgapreport2014/portals/50268/pdf/Appendix_2B.pdf

Diese Zahlung sollen die Entwickelten Länder ab 2020 zunächst bis 2030 für die Entwicklungsländer bereitstellen, danach sollen es mehr werden.

1 Billion, 1000 Milliarden €!!!!

Die Emission des Treibhausgases CO2 soll reduziert werden, nach Geschmack und Willen der einzelnen Nationen. Dies nennt man Intended National Determined Contribution (INDC).

Das MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine der Elite Universitäten der USA, hat nun mit aufwendigen Modellen berechnet, dass man unter der Voraussetzung, dass die genannten Einsparungen (INDCs) bis 2100 eingehalten werden, 0,2 °C an globaler Erwärmung einspart.

http://globalchange.mit.edu/research/publications/other/special/2015Outlook

Björn Lomborg, Professor an der Kopenhagener Business School, kommt mit einem anderen Modell zu einem ähnlichen Ergebnis: 0,17 °C.

http://wattsupwiththat.com/2015/11/10/lomborg-paris-climate-pact-will-reduce-temperature-increase-by-the-end-of-the-century-by-a-whopping-0-05c/

Lomborg gibt auch einen Wert für die Temperaturerniedrigung durch die INDCs bis 2030 an.

Diese beträgt 0,05 °C.

Im Folgenden soll mit einem physikalischen Modell dieser Wert berechnet werden mit einer sehr einfachen mathematischen Relation.

Die Treibhauswirkung eines Treibhausgases bei Verdopplung seiner Konzentration in der Atmosphäre bezeichnet man als seine Klimasensitivität.

Im folgenden Artikel will ich für CO die Klimawirksamkeit beschreiben:

  1. Die allgemeine Relation, die die Temperaturwirkung eines Treibhausgases wiedergibt.
  2. Wie man daraus die globale Temperaturerniedrigung auf Grund der INDCs berechnet
  3. Wie man die globale Temperaturerhöhung durch weitere Emission von Treibhausgasen aus den gemessen Parametern der Atmosphäre ableiten kann

Artikel weiterlesen:

Sensitivität von CO2

 

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Klimavertrag Paris 2015 – Zu Tränen gerührt!? Die Welt gerettet??

Rainer Visitenkartenbild KopieDer Jahrhundertvertrag zur Rettung der Welt ist am Samstag, 13. Dezember 2015, von 196 Staaten abgenickt worden, damit allerdings noch nicht ratifiziert. Er tritt erst in Kraft, wenn ihn mindestens 55 Staaten, die 55 % der weltweiten CO2 Emissionen vertreten, ihre Unterschrift geleistet haben.

Im April 2016 soll es dann voraussichtlich in New York so weit sein.

http://unfccc.int/resource/docs/2015/cop21/eng/l09.pdf

Wichtig sei an dieser Stelle auch anzumerken, dass man den Vertrag nach 3 Jahren mit einer Kündigungsfrist von 1 Jahr wieder verlassen kann.

Alles basiert auf freiwilligem Engagement. Vertragsstrafen sind nicht vorgesehen!

Die Emissionsreduktionen, auf die sich die Staaten verpflichten, sind freiwillige Vorgaben, sog. INDCs (Intended Nationally Determined Contributions). Diese sollen nach 2025 (bzw. 2030) alle 5 Jahre überprüft werden. Angestrebt wird eine Verschärfung der Emissionen, aber auch Abschwächung ist zugelassen.

Bindend ist im Grunde nichts wesentliches, alles sind Absichtserklärungen.

Vor zwei Wochen habe ich ein Plädoyer auf dieser Homepage für die Annahme des Klimavertrages geschrieben. Allerdings unter der Voraussetzung, dass die Verpflichtungen bindend sind, damit alle Industriestaaten dem Beispiel Deutschlands im Bereich der erneuerbaren Energien folgen müssen. Damit würde wieder ein fairer Wettbewerb zwischen den Industriestaaten entstehen.

Insofern ist der Vertrag enttäuschend. Man muss sich wirklich fragen, warum man zu Tränen gerührt war!

(Insbesondere unsere Umweltministerin Frau Hendricks!)

Beim französischen Außenminister Fabius kann ich dies persönlich verstehen, denn er hat sich in diesen Tagen wahrlich aufgerieben, um überhaupt zu einem Vertragswerk zu kommen.

Die UN Bürokraten haben ebenfalls Grund sich zu freuen, denn ihre Finanzierung ist nicht nur gesichert, sondern wird mit weiteren Gremien zur Implementierung des Vertrages sogar erheblich erweitert.

Freuen dürfte es auch die Nichregierungsorganisationen NGO´s. Auch sie werden sich weiterhin am gefüllten Tropf injizieren lassen.

Auch einige ärmere Länder (oder deren Regierungsvertreter) werden durch die finanziellen Zusagen ab 2020 100 Milliarden $/Jahr profitieren

Fragen muss man sich allerdings, warum Länder wie die OPEC Staaten, Venezuela, Russland, Brasilien, die von den fossilen Rohstoffen existentiell leben, diesem Vertrag zugestimmt haben und ihn zur Kenntnis nehmen, ohne dagegen zu opponieren. Wie wir sehen werden, können sie dies auch in aller Seelenruhe. Vielleicht kommen ihnen ja auch die Tränen (vor Lachen).

Vielleicht gehen die Protagonisten des Klimavertrages auch davon aus, dass die Investitionen in fossile Kraftwerke in Zukunft auf Grund der wirtschaftlichen Unsicherheit stark reduziert werden. Dies ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen.

Schauen wir uns nun einige der essentiellen Punkte im Vertrag an:

(Freie Übersetzung aus dem englischen Original)

Artikel 2:“ … das Ziel, die globale Antwort auf die Bedrohung durch den Klimawandel zu stärken durch:

  1. a) den globalen Temperaturanstieg unter 2° C zu halten, und zu versuchen nicht über 1,5° C zum vorindustriellen Zustand zu kommen; …“

In den „Adoptions“ der Vertragspartner heißt es weiterhin Artikel 17/21:

„Die Vertragspartner vermerken mit Besorgnis, dass die für 2025 und 2030 angemeldeten INDCs nicht ausreichen, um das 2° C Ziel zu erreichen. Sie führen nur auf 55 Gt/y im Jahr 2030. Viel größere Reduktionen müssen gefordert werden. Hierfür sind max. 40 Gt/y zulässig. Das gilt noch mehr für das Erreichen des 1,5° C Ziels.

Das IPCC soll hierfür einen technischen Report bis 2018 erstellen.“

Artikel 9: „Entwickelte Länder sollen finanzielle Ressourcen für die Entwicklungsländer bereitstellen, um eine Vermeidung oder Adaption im Rahmen dieses Vertrages kontinuierlich zu ermöglichen.“

Weiterhin heißt es im Vertrag:

„Die Vertragsstaaten erkennen an, dass die Entwickelten Länder ab 2020 jährlich 100 Milliarden $ für sich entwickelnde Länder bereitstellen. Ab 2025 soll dieser Betrag aufgestockt werden.“

Wer allerdings wieviel zahlt ist nicht definiert.

„Entwicklungsländer können für die „Emissionssünden“ der Vergangenheit der Entwickelten Länder keine Forderungen geltend machen.“

Eine „Dekarbonisierung“ ist auch für die zweite Hälfte dieses Jahrhundert nicht vorgesehen, wie z. B. Deutschland eingebracht hatte.

„Es heißt nun in Artikel 4.1: „ … die Vertragsparteien sollen schnelle Emissionsreduktionen vorantreiben mit der besten vorhandenen Wissenschaft, um eine Balance zwischen anthropogenen Emissionen und Senken von Treibhausgasen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts zu erreichen im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung und Anstrengung, um Armut auszumerzen, auf der Basis der Ausgewogenheit (Anm.: Gemeint ist der derzeitige Unterschied zwischen Entwicklungs- und Entwickelten Ländern).“

Als Skeptiker des alarmistischen anthropogen verursachten Klimawandels kann ich mit den Vorgaben für die Temperaturerhöhung natürlich gut leben. Ich gehe davon aus, dass selbst beim Verbrauch an fossilen Brennstoffen, wie er von der UN bei „Business as Usual“ angegeben wird, die globale Temperaturerhöhung bis zum Ende dieses Jahrhundert allemal unter 2° C bleiben wird.

Was ich sehr vermisse ist, dass eine wissenschaftliche Überprüfung des Einflusses des Treibhausgases Kohlendioxid auf unser Klima nicht zur Debatte steht. Und wir reden hier von einem Jahrhundertvertrag.

Übrigens:

Die INDCs führen nur auf eine Temperaturreduktion von max. 0,2° C gegenüber dem „Business as Usual“. Siehe hierzu mein demnächst erscheinender Artikel: „Klimavertrag Paris 2015: Unter 2° C?! Na und!!“

RL

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Klimafakten Update Dezember 2015

Während die Klimakonferenz COP-21 in Paris sich in der zweiten Woche ihrem Ende nähert, werden die Töne der Klimaalarmisten immer schriller. Skeptiker des alarmistischen Klimawandels werden mit „Wanted Plakaten“, die in Paris verteilt werden, von Aktivisten wie Kriminelle verfolgt.

Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese Randalierer von Klimawissenschaft und der dieser zu Grunde liegenden Physik keine Ahnung haben.

Es muss schon schlimm sein, wenn man nur zwei oder drei Gehirnzellen hat, die zudem nichts voneinander wissen.

Dies ist ein Grund mehr, sich immer wieder auf die Klimafakten zu besinnen, auf die gemessenen Klimadaten, auf die Klimarealität.

Sollte sich herausstellen, dass diese auf eine Klimasituation hinweisen, die zu Besorgnis Anlass gibt, wäre ich der letzte, der nicht lernfähig wäre. Derzeit deutet allerdings wahrhaftig nichts darauf hin, dass ich meine Meinung als Skeptiker ändern müsste. Natürlich trägt der Mensch durch seine Emission von CO2 zu einer Erwärmung bei, aber bei weitem nicht so, dass man von einem Kliamalarm ausgehen müsste.

Im Gegenteil, selbst bei dem derzeitigen recht starken El Nino, der üblicherweise zu einer beträchtlichen Erhöhung der global gemittelten Temperaturen führt (siehe 1998 und 2010), bleibt die Temperaturerhöhung sehr gemäßigt. Die üblicherweise im nächsten Jahr folgende La Nina, wird die Temperaturerhöhung wohl wieder ausgleichen.

Im Folgenden sind die Temperaturanomalien der Satellitendaten UAH und RSS bis 1979 bis einschließlich November 2015 dargestellt.

 UAH_LT_1979_thru_November_2015_v6

http://www.drroyspencer.com/

 

RSS_TS_channel_TLT_Global_Land_And_Sea_v03_3-1 incl november 2015

http://www.remss.com/measurements/upper-air-temperature

Weiterhin ist in der folgenden Abbildung ein Vergleich der Messungen mit den Modellen, auf die sich die Alarmisten berufen, zu sehen.

 rss und uah vergleich mit Modellen bis nov 2015

 

http://wattsupwiththat.com/2015/12/04/the-robust-pause-resists-a-robust-el-nio-still-no-global-warming-at-all-for-18-years-9-months/

Deutlich ist zu erkennen, dass sich die Modellvoraussagen stetig von den Messwerten (IPCC FAR: Vierter Bericht des IPCC) entfernen und dies bei anthropogenen CO2 Werten, die stärker als je zuvor ungebremst in die Atmosphäre emittiert werden.

Diese offiziellen Daten sind für uns alle nur einen Mausklick entfernt. Jeder kann sich somit ein eigenes Bild machen: Klimatologen, Politiker, Journalisten, so man denn wollte!!!

RL

 

 

 

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Plädoyer eines Skeptikers für ein Gelingen der Klimakonferenz COP21 in Paris

Rainer Visitenkartenbild KopieEin Kommentar

Es mutet merkwürdig an, wenn sich ein Skeptiker des alarmistischen anthropogen verursachten Klimawandels dafür ausspricht, dass die Klimakonferenz in Paris gelingen möge.

(Anmerkung: Ich bin Physiker und bezweifle keineswegs, dass der Mensch durch Emission von CO2 zu einer Erwärmung der Erde beiträgt. Nur: Die Größe der Erwärmung bis 2100 wird auch bei ungehemmter Emission nicht bei 3-4,5 Grad C liegen, sondern weit darunter bei kleiner 2 Grad C bleiben. Und mein Standpunkt ist durch alle bisherigen Messungen der Klimadaten bestätigt. Gerne würde ich mit den Wissenschaftlern des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) wie vor Jahren bereits einmal erfolgt, hierüber öffentlich diskutieren. Aber das PIK verweigert sich!!)

Nun, warum also dieses Plädoyer?

In Deutschland und der EU fährt man voll auf den alarmistischen menschengemachten Klimawandel ab. Mit zig Millionen Euro geförderte Klimainstitute, deren Leiter wie der des PIK im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) sitzen, überhastete, nicht durchdachte und deshalb auch ungemein kostenträchtige Umrüstung auf erneuerbare Energien, sich gleichschaltende Presse und Politik führen in unserem Land zu einer wohl unumkehrbaren Situation mit Milliarden Kosten.

Dabei sollte man zudem bedenken, dass das Ziel der exponiertesten Befürworter der Maßnahmen „Reduktion der CO2 Emissionen“ zu einer Transformation (ursprünglich Revolution genannt) der Gesellschaft führen soll, wie es z. B. das PIK lauthals und öffentlich verkündet. Wie sagte so schön einer der Direktoren des PIK sinngemäß: Es geht nicht um Wissenschaft, sondern um Umverteilung des Reichtums der Industrienationen.

Die Folge sind die weltweit höchsten Energiepreise, die vor allem die Einkommen der weniger verdienenden Bevölkerung erheblich belasten und die energieintensive metallerzeugende und chemische Industrie aus Deutschland vertreiben.

Freiwillig wird diesem irrsinnigen Beispiel Deutschlands kein weiteres Industrieland folgen.

Die Hoffnung besteht, dass durch internationalen Druck die Industriestaaten der G7 (besser mit Russland G8), wie auch auf Schloss Elmau 2015 beschlossen, gezwungen werden entsprechende Maßnahmen durchzuführen. Diese müssen natürlich auch bindend und kontrollierbar sein.

Damit ergäbe sich eine für alle G7 Industrie-Staaten äquivalente wirtschaftliche Wettbewerbssituation!!

Das ist der Grund, warum ich der Klimakonferenz in Paris aus vollem Herzen Erfolg wünsche, und somit alle Industrienationen unserem irrsinnigen Beispiel folgen müssen.

Allerdings hege ich nach wie vor große Zweifel, dass dies im beschriebenen Umfang gelingen wird.

Darüber werde ich mich nach Beendigung der Klimakonferenz weiter auslassen.

RL

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