RL-Rational

Gott hat uns den Verstand gegeben, aber nicht verboten ihn zu benutzen!

Temperaturmessung in der Arktis – Die Arktis glüht?

„Die Arktis glüht“ so lautet ein Artikel in der Zeitschrift Zeit und stellt eine dieser Überschrift entsprechende Abbildung und Kommentare zur Seite.

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2016-11/klimawandel-arktis-wetter-winter-veraenderung

In meinem Artikel über das heißeste Jahr 2016 hatte ich die Problematik der Temperaturmessung in der Arktis bereits angesprochen, und will an dieser Stelle erläutern, wie es zu diesen alarmistischen Aussagen kommen kann.

Wir leben eben in einem Postfaktischen Zeitalter. Man filtert nur die Informationen, die dem eigenen Gefühl entsprechen heraus. Dabei wäre es heute ein leichtes mit wenigen Mouse Klicks zu den Fakten zu kommen.

Die Arktis ist ein Meeresbassin mit einer Tiefe bis zu 5.000 m (Durchschnittlich 1.000 m) und einem Durchmesser von mehr als 1.500 km.

800px-arctic_big_svg

Abb. 1: Der Arktische Ozean

In diesem nahezu ganzjährig von Eis bedecktem Arktischen Ozean gibt es natürlich keine erdgebundenen Wetterstationen.

Die Wetterdaten des GISS (Goddard Institute for Space Studies), Berkeley Earth, NOAA nehmen daher die wenigen Wetterstationen rings um das Arktische Meer und homogenisieren deren Daten auf einer Länge von 1.200 km! Das sieht dann so aus wie in der folgenden Abbildung, mit einer gemittelten globalen Temperaturanomalie von 0,82 °C im Dezember 2016 (NOAA). Folge: Die ganze Arktis ist gleichmäßig rot, d. h. zu warm!

https://data.giss.nasa.gov/gistemp/maps/

img_1242

Abb. 2: NOAA mit 1.200 km Temperaturdaten Extrapolation

Man kann sich auf der NOAA Internetseite auch die Temperatur mit einer Extrapolation von nur 200 km ausdrucken lassen und erhält dann folgendes Bild mit global gemittelten Temperaturen für Dezember 2016 von 0,73 °C, also fast 1°C geringer!!

img_1243

Abb. 3: NOAA mit 200 km Extrapolation der Temperaturdaten

Die letzte Abbildung und der Unterschied werden nicht in Pressemitteilungen hervorgehoben.

So entsteht also die Überschrift in „Die Zeit“ vom 18. November 2016:

„Die Arktis glüht“

Die Daten von GISS, NOAA und Berkeley kann man sich dann auch noch etwas plakativer darstellen lassen (Temperaturen in 2m Höhe am 23. Januar 2017).

http://cci-reanalyzer.org/wx/DailySummary/#T2

gfs-025deg_nh-sat1_t2

Abb. 4: Mittlere Tagestemperatur in 2m Höhe am 23. Januar 2017 mit 1.200 km Extrapolation in der Arktis.

 

Hierzu schreibt dann „Die Zeit“ noch den Wissenschaftlern gehen die roten Farben aus! Was für ein Blödsinn.

Die roten Farben im Diagramm zeigen immer noch eine Temperatur von -30°C an!!!!

Das lässt auch die Eis- und Schneebedeckung relativ kalt (weiße Bereiche in der folgenden Darstellung).

gfs-025deg_nh-sat1_seaice-snow

Abb. 5: Schnee- und Eisbedeckung am 23. Januar 2017 relativ zum langjährigen Mittel 1979 bis 2000

Stellt man für den 23. Januar 2017 noch die Temperaturanomalien dar, so ergibt sich folgendes Bild. Zu warm in Teilen der Arktis, zu kalt in anderen Teilen der Arktis, Alaska, Grönland und Ostsibirien sowie Mittel- und Südeuropa.

gfs-025deg_nh-sat1_t2_anom

Abb. 6: Tagesmittel der Temperaturanomalien in Relation zum Mittel der Jahre 1979 bis 2000 am 23. Januar 2017

 

Richtig ist, dass es global wärmer ist als im langjährigen Mittel. Aber die Darstellungen hier sind nur eine Momentaufnahme, es handelt sich also um Wetter und hat noch nichts mit Klima zu tun. Dazu muss man längere Zeiträume betrachten und das soll im Folgenden dargestellt werden.

In der nächsten Abbildung sind die Temperaturdaten der erdgebundenen und längerfristig in Betrieb gewesenen Wetterstation bis 2015 rund um die Arktis dargestellt.

(Folgende Graphiken: http://www.climate4you.com/)

 img_1241

Abb. 7: Erdgebunden Wetterstrationen rund Antarktis 1880 bis 2015

(von oben nach unten: Fairbanks, Nuuk, Akureyri, Svalbard, Ostrov Dikson, Hatanga)

Bis auf Svalbard von -8°C auf -2°C kann man eigentlich keinen deutliche Temperaturerhöhung über diesen langen Zeitraum erkennen.

Die Temperaturen 2016 können natürlich durch den El Nino und Tele-Auswirkungen auch in Arktis und sowieso Antarktis beeinflusst werden.

Nun können wir heute ja auch auf die Satellitenmessungen UAH und RSS zurückgreifen.

Allerdings geben diese nur Temperaturdaten der unteren Troposphäre bis etwa 85 Grad N/S an, denn die Messungen werden über Eisflächen relativ ungenau.

msu%20uah%20arcticandantarctic%20monthlytempsince1979%20with37monthrunningaverage

 msu%20rss%20arcticandantarctic%20monthlytempsince1979%20with37monthrunningaverage

Abb. 8: Arktis/Antarktis Temperaturanomalien 1979 bis Dezember 2016, 60 Grad N/S bis 85 Grad N/S (UAH, oben), bis 82,5 Grad N/S (RSS, unten)

Die Temperaturdaten der HadCRUT4, die sich nicht nur auf erdgebundene Wetterstationen berufen, sondern auch Satellitenmessung, Daten von Bojen und Wetter Ballonen, Schiffen berücksichtigen sind wesentlich zuverlässiger als GISS/NASA, Berkeley Earth.

Die Temperatur-Anomalien für die Arktis (70 Grad N bis 90 Grad N) sind in der nächsten Abbildung zu sehen (Graphik: http://www.climate4you.com/).
70-90n%20monthlyanomaly%20since1920Abb. 9: Temperatur Anomalien von HadCRUT4 für 70 Grad bis 90 Grad N von 1920 bis Oktober 2016

Eine Temperaturerhöhung verglichen mit den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts ist auch beim besten Willen (für die Alarmisten) nicht zu erkennen.

Wie eingangs gesagt:

Die „Zeit“ und die anderen ins gleiche Bockshorn trompetenden Zeitschriften leben klimatologisch offensichtlich im Postfaktischen Zeitalter!

Denn die Fakten sind nur einen Mouse Klick entfernt!

Die Arktis glüht wohl nur in einigen zu heißen Köpfen!

RL

PDF: temperaturmessung-in-der-arktis

Einsortiert unter:Heißestes Jahr, Klima, Klima und Umwelt, Temperaturanomalie, Temperaturmessung, Wissenschaft, , , , , , , , , ,

Der statistische Trick mit der Anomalie – oder wie erzeugt man Hysterie

Der immer wieder bewährte Trick der Statistik –  um einen Effekt zu erzielen – beruht auf der „Nullpunkts-Unterdrückung“, auch Abweichung, Anomalie, genannt.

Dabei stellt man kleine – oft unbedeutende Variationen – vergrößert dar.

Dies soll an zwei Beispielen, der global gemittelten Temperaturanomalie und der Meereseisbedeckung erläutert werden.

 

1) Die global gemittelte Temperaturanomalie.

Üblicherweise wird die global gemittelte Temperatur durch die Temperaturanomalie, d. h. die Abweichung von einer Referenzperiode dargestellt.

Als Beispiel sollen die Daten der NOAA GISS dienen (obwohl der Verdacht nahe liegt, dass diese zu Gunsten einer Erwärmung schrittweise manipuliert wurden).

Hadcrut glob T Anomalie Kopie

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Global_Temperature_Anomaly.svg#/media/File:Global_Temperature_Anomaly.svg

Es handelt sich um eine Änderung von -0,2 bis +0,7°C, also ein Delta von

Δ=0,9°C!

Das sieht dramatisch aus, und soll es ja auch.

Denn es soll vor allem darstellen, wie der Mensch durch seine Emission des Treibhausgases CO2 zur global gemittelten Temperatur beiträgt.

Verzichtet man auf die Unterdrückung des Nullpunktes und beginnt z. B: bei 0°C, und trägt die Veränderung bei einer mittleren globalen Erdtemperatur von derzeit ca. 14,5°C auf, so erhält man ein ganz anderes Bild mit den gleichen Daten:

Nullpunktsunterdrückung T 2

Das sieht nun nicht mehr so dramatisch aus, und ist auch wohl auch besser in seiner Bedeutung zu verstehen.

Im Grunde müsste man als Nullpunkt die Temperatur der Erde ohne Treibhausgase darstellen, denn es soll ja der Effekt durch zusätzlich emittiertes Treibhausgas CO2 gezeigt werden. Der Nullpunkt würde dann bei -18°C statt 0°C liegen! Der Effekt einer Temperaturerhöhung durch das Treibhausgas Kohlendioxid wäre dann kaum noch zu erkennen.

 

2) Die See-Eisbedeckung der Erde

Hierzu ist zu Beginn noch zu erwähnen, dass die Erde sich heute in einem Eiszeitalter befindet, das geologisch dadurch definiert ist, dass mindestens ein Pol mit Eis bedeckt ist. Die meiste Zeit ihrer Geschichte befand sich die Erde in einem Warmzeitalter (siehe nächste Graphik)

Phanerozoic_Climate_Change_(de)

https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte#/media/File:Ice_Age_Temperature_de.png

Innerhalbe unseres Eiszeitalters wechseln sich Warm- und Kaltzeiten ab. Wir befinden uns in einer Warmzeit (interglazialen Warmzeit) zwischen zwei Kaltzeiten (Graphik), und beide Pole sind mit Eis bedeckt.

Ice_Age_Temperature_de

https://de.wikipedia.org/wiki/Klimageschichte#/media/File:Ice_Age_Temperature_de.png

Nun zurück zur Nullpunkts Unterdrückung!

Gerne werden auch hier die globalen Meer-Eisbedeckungen als Bedeckungsanomalien dargestellt:

iphone_anomaly_global

Globale See-Eisbedeckung: Cryosphere Today – University of Illinois – Polar Research Group

http://wattsupwiththat.com/reference-pages/sea-ice-page/

Wie anders sieht es doch aus, wenn man den Nullpunkt nicht unterdrückt:

Nullpunktsunterdrückung T und Seeeis 2

Ähnliches gilt auch für die Meereseis-Bedeckung der Antarktis.

Zunächst die Bedeckungsanomalie:

seaice_anomaly_antarctic

Dann hier ohne Nullpunktunterdrückung:

seaice_area_antarctic

Die jährlichen Abweichungen, Anomalien, sind eben gering und insofern auch bedeutungslos!!

Fazit:

„Vertraue keiner Statistik! Es sei denn Du erkennst, was sie bezwecken will!“

RL

PDF: Der statistische Trick mit der Anomalie

 

 

Einsortiert unter:2014 Heißestes Jahr, Klima, Temperaturanomalie, Wissenschaft, , , , , , ,

Ohne Kommentar – Nur Klimafakten/Messungen

Temperaturen der Satellitenmessungen der unteren Troposphäre

a) Remote Sensing System bis Dezember 2015

rss temp anomaly up to dec 2015b) University of Alabama Huntington, UAH, bis Dezember 2015

UAH_LT_1979_thru_December_2015_v6-1c) Temperaturen Arktis (60-85° Nord) und Antarktis (60-85° Süd) Satellitenmessungen in der unteren Troposphäre bis Oktober 2015, UAH

arctic-temperatures-1024x937

CO2 Emission, Mauna Loa Hawai bsi November 2015

co2_data_mlo2015-565b464245c7f

Meeresspiegel Anstieg, University of Colorado, Stand Oktober 2015

University of Colorado Sea Level

Meeresspiegel Marshall Inseln, PSMSL, bis 2014

Sea Level Marshall Inseln

Meereisbedeckung, schwankt im Jahr zwischen 17,5-27,5 Millionen km

Graph: climate4you

NSIDC%20GlobalArcticAntarctic%20SeaIceArea

Elektrizitätskosten als Funktion der installierten Erneuerbaren Energien 2014 (MW/Million Einwohner bzw. W/Einwohner), Jonathan Drake

 Electricity Cost vs Installed Renewable Capacity per Capita Kopie

Untersuchung zu Elektrizitätskosten Fondo Interbancario, Italien

cost-industrial-electricty-prices-2015-12-22-countries

Schnee an Weihnachten in der Schweiz

 

weihnachtsschnee-schweiz-1024x944

 

Eisbären, Zustand der Population, 42% Wachstum, „manche so fett wie Schweine“

http://w Dr. Susan J. Crockford of polarbearscience.com

attsupwiththat.com/2015/12/23/more-scientific-evidence-that-polar-bears-are-doing-just-fine-a-30-increase-in-population-with-some-of-them-as-fat-as-pigs/svalbard-polar-bear-fall-2015_aars/

Unbenannt

PDF hier: rlrational ohne Kommentar nur Klimafakten Messungen

Einsortiert unter:2014 Heißestes Jahr, Klima, Klima und Umwelt, Temperaturanomalie, Wissenschaft, , , , , , , , , , , , , , , , , ,

COP-21 im Widerspruch zu eigenen Vereinbarungen- ab heute null Emissionen?!

Es muss den Anhängern und Enthusiasten des Klimaalarms wohl noch nicht aufgefallen sein, dass die heutigen Temperaturmessungen und die gemessenen Konzentrationen von CO2 in der Atmosphäre im Widerspruch zu den eigenen Berichten des IPCC (Intergovernmental Panel for Climate Change, UN) und den dort angegebenen Klimasensitivitäten des CO2 stehen.

Und schließlich sollten sie auch längst erkannt haben, dass mit den ihren Alarm tragenden Wirkungen des Treibhausgases CO2 ab heute die Emissionen auf null zurückgefahren werden müssten!

Im kompletten Widerspruch zu den Vereinbarungen und zukünftigen Vorhaben der Pariser Übereinkunft COP-21.

Diese Tatsache, nicht gerade im Sinne der Alarmisten, soll hier noch einmal dargestellt und erläutert werden.

Man kann die anschließende Rechnung am Ende des Artikels auslassen und sich direkt die Werte in der Tabelle 1 anschauen.

Tabelle 1: f = ΔTSensitivität/ln (2)

Sensitivitätstabelle Kopie

Der Tabelle  entnimmt man, dass bei den vom IPCC und den Alarmisten angegeben Temperatursensitivität ΔTSensitivität für CO2 von im Mittel 3°C bei der heutigen Konzentration von 400 ppmV die Temperaturerhöhung bereits jetzt über der in der Pariser Vereinbarung COP-21 angestrebten 1,5°C liegt, und weit über der bisher gemessenen global gemittelten Temperaturerhöhung von 0,7 °C!!!

Um das 1,5°C Ziel noch zu erreichen, darf ab heute keine CO2 Emission mehr stattfinden!!!

Bei einer Sensitivität von 4,5 °C, die immer noch beim IPCC als möglicher Wert bezeichnet wird, ist sogar bereits das 2°C Ziel überschritten.

Eine Sensitivität, die mit den heutigen gemessenen Temperaturen

ΔTheute = 0,7°C

verträglich ist (Temperaturerhöhung durch anthropogen emittierte Treibhausgase)

und den gemessenen Konzentrationen an CO2 von 400 ppmV,

liegt bei ΔTSensitivität = 1,35 °C  (f=1,95 °C ) oder darunter.

Und dies führt zu keiner globalen Temperaturerhöhung, die zu alarmistischen Veränderungen im Klima Geschehen Anlass gäbe, und schon gar nicht zu von den Aktivisten geforderten Reduktionen an CO2 Emissionen mit den bekannten Auswirkungen.

Wann fängt man endlich einmal an, darüber nachzudenken, welche Sau hier eigentlich von den Klimaalarmisten und Aktivisten durchs Dorf getrieben wird.

Gott hat uns den Verstand gegeben, aber nicht verboten ihn zu benutzen!!!

 

Zur Rechnung :

Vom IPCC und allen Klimaforschern ist wohl uneingeschränkt anerkannt, dass eine durch anthropogen emittierte Treibhausgase verursachte Erwärmung global beschrieben werden kann als:

ΔTheute = f*ln(CO2(heute)/CO2(vorindustriell)

Dabei bedeutet der Klammerausdruck jeweils die genannten CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre. ΔTheute ist dann die zu erwartende Temperaturerhöhung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit.

ln ist der natürliche Logarithmus, auf jedem Taschenrechner per Tastendruck auszurechnen. Der natürliche Logarithmus ist der Tatsache geschuldet, dass jedes emittierte CO2-Molekül eine schwächere Treibhauswirkung hat als das vorhergehende.

f ist ein Verstärkungsfaktor, der beschreibt, welche Wirkung welche Konzentration von CO2 in der Atmosphäre auf die globale Temperatur hat. Er ist festgelegt durch die sogenannte Klima-Sensitivität ΔTSensitivität von CO2 in der Atmosphäre bei Verdopplung der Konzentration. Für die transiente Sensitivität, die zeitgleich mit der Emission wirkt, gibt das IPCC einen Bereich von ΔTSensitivität = 1,5-4,5 °C an. Sie beinhaltet zudem auch alle durch eine Erwärmung zusätzlich von anderen Treibhausgasen z. B. Wasserdampf oder durch Wolken hervorgerufenen Verstärkungen oder Abschwächungen.

Der Faktor f  berechnet sich aus der Sensitivität und durch Einsetzen der Verdopplung der Konzentration zu

f = ΔTSensitivität/ln (2)

RL

Als PDF COP 21 Im Widerspruch zur eigenen Vereinbarung

Einsortiert unter:Klima, Klima und Umwelt, Meine Kommentare, Temperaturanomalie, Wissenschaft, , , , , , , , , ,

Messungen und Klimamodelle – eine überraschende Darstellung der Diskrepanz

Dr. John Christy von der Universität in Huntsville, Alabama (UAH), hat den wachsenden Unterschied zwischen den Voraussagen der Klimamodelle und den gemessenen Temperaturwerten in einer bisher mir nicht bekannten, sehr aussagekräftigen Weise dargestellt, (Abb. 1).

Der Vortrag von Christy zu diesem Thema fand am 08. Dezember 2015 vor dem Unterkomitee des Senatsausschusses für Raumfahrt, Wissenschaft und Wettbewerb des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten von Amerika (Senate Subcommittee on Space, Science, and Competitiveness Committee) statt.

Christy

Abb. 1: Gemessene Temperatur-Daten aus Ballonaufstiegen und Satelliten im Vergleich zu Klimamodellen in der mittleren Troposphäre

Quelle:

http://judithcurry.com/2015/12/17/climate-models-versus-climate-reality/

Üblicherweise werden die Klimamodelle mit den gemessenen Temperaturen an der Erdoberfläche (Thermometern) oder der unteren Troposphäre (Satelliten, Ballonaufstiege) verglichen (Abb. 2).

rss und uah vergleich mit Modellen bis nov 2015

Abb. 2: Vergleich Klimamodelle gegen Satellitenmessungen RSS und UAH in der unteren Troposphäre

Quelle:

http://wattsupwiththat.com/2015/12/04/the-robust-pause-resists-a-robust-el-nio-still-no-global-warming-at-all-for-18-years-9-months/

Auch hier sieht man eine stetig wachsende Differenz der gemessenen zu den Modelldaten.

Christy hat nun die Vorhersage der Klimamodelle für die mittlere Troposphäre mit gemessenen Temperaturen in diesem Bereich verglichen (Abb. 1).

Alle 2 Tage steigen Wetterballone auf und messen von der Erdoberfläche bis ca. 15 km Höhe Temperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck, Windgeschwindigkeit als Grundlage für die Wettermodelle für die Wettervorhersage weltweit.

Vier unterschiedliche Analysen der Temperaturdaten der Ballonaufstiege sind mit den blauen Punkten der Abb. 1 zusammengefasst.

Ebenso werden die Temperaturen der mittleren Troposphäre von Satelliten aufgenommen. Es gibt zwei globale Datenanalysen dieser Satellitenmessungen, University of Alabama, UAH, und Remote Sensing System, RSS. Beide Datenanalysen stimmen sehr gut überein. Die grünen Quadrate geben diese Temperaturmessungen an.

Ballondaten und Satellitendaten sind voneinander komplett unabhängige Messungen.

Die rote Linie (Abb. 1) repräsentiert das Fünf-Jahresmittel der 102 Computermodelle im IPCC Bericht von 2013, für die in der mittleren Troposphäre Werte vorhanden sind.

Wie der Vergleich zeigt, liegen die Klimamodelle total neben den Messwerten.

Die Modelle liegen 2015 bereits um einen Faktor drei zu hoch!!!

Auf diesen Klimamodellen beruht der Klimaalarm und die ganze alarmistische Klimapolitik – sieht schlecht dafür aus!!!!!

Bin gespannt, wie die Klimaalarmisten auf diese Tatsache reagieren.

Wahrscheinlich wird sie totgeschwiegen.

Im Grunde zeigt die Darstellung von Christy auch den fehlenden Hotspot in den gemessenen Temperaturwerten der mittleren Troposphäre auf, der ebenfalls mehr oder weniger totgeschwiegen wird.

(siehe hier)

RL

Einsortiert unter:Klima, Klima und Umwelt, Temperaturanomalie, Wissenschaft, , , , , , , , ,

Paris Übereinkommen COP21: 1000 Milliarden $ für 0,05 Grad!?

DSC_0903Man ist wenig geneigt zu glauben, dass man ausgehandelt hat, die Entwicklungsländer zu bewegen für 100 Milliarden $ pro Jahr die Pariser Übereinkunft zu unterschreiben, damit im Endeffekt eine globale Temperaturerniedrigung von 0,05 °C erreicht wird, gegenüber einem Zustand „Busines as Usual“, UNEP Emission Gap Report.

http://www.unep.org/publications/ebooks/emissionsgapreport2014/portals/50268/pdf/Appendix_2B.pdf

Diese Zahlung sollen die Entwickelten Länder ab 2020 zunächst bis 2030 für die Entwicklungsländer bereitstellen, danach sollen es mehr werden.

1 Billion, 1000 Milliarden €!!!!

Nun, dafür wird man hoffentlich das Klima, die Welt, retten können, denn abgesehen von Mitteleuropa würden ansonsten die Menschen überall verbrennen laut Prof. Schellnhuber, Leiter des PIK (Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung).

Bemerkung: Man könnte auf die Idee kommen, ich hätte eine Phobie gegen das PIK. Die häufige Zitierung liegt daran, dass das PIK sich in Deutschland zum Wortführer des alarmistischen Klimawandels gemacht hat. Dies ohne Rücksicht auf wissenschaftliche Integrität.

Da gemäß Klimaübereinkunft jetzt alles klar ist – von einer weiteren Entwicklung des wissenschaftlichen Standes bei der Klimaforschung ist keine Rede – benötigt man auch keine Klimafolgenforschung mehr, kann also auch auf das PIK verzichten. Ob man dies dort auch so sieht?

Zurück:

Was bekommt man nun für sein Geld?

Die Emission des Treibhausgases soll reduziert werden, nach Geschmack und Willen der einzelnen Nationen. Dies nennt man Intended National Determined Contribution (INDC).

Christiana Figueres, Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der UN, hat nun die von ihrer Institution berechneten Werte bekanntgegeben, die durch Einsparung an Emissionen der bis Oktober von den einzelnen Nationen eingereichten INCDs erreicht werden. Dies sind 33 Gt CO2 bzw. eine Reduzierung von 4,2 pppmV in der Atmosphäre, falls die ganze Emission auch dort bleibt. Heute werden allerdings etwa 50% wieder von Ozeanen und Landbedeckung aufgenommen.

Damit kann man mit einfachen Überlegungen, den Temperatureffekt berechnen, um den die global gemittelte Temperatur niedriger ausfallen wird als bei “Business as Usual“ (siehe mein Artikel über die Sensitivität von CO

https://rlrational.wordpress.com/2015/12/16/sensitivitaet-von-co2-cop21-paris-1000-milliarden-e-spende-an-entwicklungslaender-fuer-globale-temperaturerniedrigung-von-005-c/ )

Das MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine der Elite Universitäten der USA, hat nun mit aufwendigen Modellen berechnet, dass man unter der Voraussetzung, dass die genannten Einsparungen bis 2100 eingehalten werden, 0,2 °C an globaler Erwärmung einspart.

http://globalchange.mit.edu/research/publications/other/special/2015Outlook

Björn Lomborg, Professor an der Kopenhagener Business School, kommt mit einem anderen Modell zu einem ähnlichen Ergebnis: 0,17 °C.

http://wattsupwiththat.com/2015/11/10/lomborg-paris-climate-pact-will-reduce-temperature-increase-by-the-end-of-the-century-by-a-whopping-0-05c/

Lomborg gibt auch einen Wert für die Temperaturerniedrigung durch die INDCs bis 2030 an.

Diese beträgt 0,05 °C.

Bis dahin also eine Spende von 1000 Milliarden $ der Entwickelten Länder an die unterentwickelten, um die CO2 Emissionen zu verringern.

Dabei sind die Aufwendungen der einzelnen Entwickelten Länder für die internen Kosten der Reduktionsmaßnahmen nicht eingerechnet.

Aber es bestätigt die Ausführung von Ottmar Edenhofer (schon wieder PIK), dass es nicht um Klima geht, sondern um Politik und Umverteilung des Reichtums der Entwickelten Länder.

Das ist ein Geschäft!! Da können einem wirklich die Tränen kommen, wie sie nach Abschluss der Pariser Übereinkunft reichlich flossen.

RL

 

Einsortiert unter:Klima, Klima und Umwelt, Meine Kommentare, Temperaturanomalie, Wissenschaft, , , , , , , , , , ,

Sensitivität von CO2 – COP21 Paris: 1000 Milliarden € Spende an Entwicklungsländer – für globale Temperaturerniedrigung von 0,05 °C

Man kann es wirklich nicht glauben, dass man ausgehandelt hat, die Entwicklungsländer zu bewegen für 100 Milliarden $ pro Jahr die Pariser Übereinkunft zu unterschreiben, damit im Endeffekt eine globale Temperaturerniedrigung von 0,05 °C bis 2030 erreicht wird, gegenüber einem Zustand „Busines as Usual“, UNEP Emission Gap Report.

http://www.unep.org/publications/ebooks/emissionsgapreport2014/portals/50268/pdf/Appendix_2B.pdf

Diese Zahlung sollen die Entwickelten Länder ab 2020 zunächst bis 2030 für die Entwicklungsländer bereitstellen, danach sollen es mehr werden.

1 Billion, 1000 Milliarden €!!!!

Die Emission des Treibhausgases CO2 soll reduziert werden, nach Geschmack und Willen der einzelnen Nationen. Dies nennt man Intended National Determined Contribution (INDC).

Das MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine der Elite Universitäten der USA, hat nun mit aufwendigen Modellen berechnet, dass man unter der Voraussetzung, dass die genannten Einsparungen (INDCs) bis 2100 eingehalten werden, 0,2 °C an globaler Erwärmung einspart.

http://globalchange.mit.edu/research/publications/other/special/2015Outlook

Björn Lomborg, Professor an der Kopenhagener Business School, kommt mit einem anderen Modell zu einem ähnlichen Ergebnis: 0,17 °C.

http://wattsupwiththat.com/2015/11/10/lomborg-paris-climate-pact-will-reduce-temperature-increase-by-the-end-of-the-century-by-a-whopping-0-05c/

Lomborg gibt auch einen Wert für die Temperaturerniedrigung durch die INDCs bis 2030 an.

Diese beträgt 0,05 °C.

Im Folgenden soll mit einem physikalischen Modell dieser Wert berechnet werden mit einer sehr einfachen mathematischen Relation.

Die Treibhauswirkung eines Treibhausgases bei Verdopplung seiner Konzentration in der Atmosphäre bezeichnet man als seine Klimasensitivität.

Im folgenden Artikel will ich für CO die Klimawirksamkeit beschreiben:

  1. Die allgemeine Relation, die die Temperaturwirkung eines Treibhausgases wiedergibt.
  2. Wie man daraus die globale Temperaturerniedrigung auf Grund der INDCs berechnet
  3. Wie man die globale Temperaturerhöhung durch weitere Emission von Treibhausgasen aus den gemessen Parametern der Atmosphäre ableiten kann

Artikel weiterlesen:

Sensitivität von CO2

 

Einsortiert unter:Energiewende, Klima, Klima und Umwelt, Meine Kommentare, Temperaturanomalie, , , , , ,

MPI Hamburg: Die Erderwärmung macht Pause – In diesem Jahrhundert erwarten wir nur noch 1,3°C – Eine alarmistische Erderwärmung von 2°C dauert hunderte von Jahren!!!

article-2294560-18B8846F000005DC-184_634x427

Graphik zur globalen Temperaturentwicklung im Vergleich zu den Modellen; Modifiziert nach Daten des IPCC AR5, SOD
In einer Presseerklärung der Max –Planck-Gesellschaft vom 23.05.2013,

MPG HH Klimawandel macht nur Pause
genauer des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg äußern sich zwei Klimatologen des Institutes zu einer Veröffentlichung von Otto et al, an der beide als Autoren beteiligt sind:
Alexander Otto, Friederike E. L. Otto, Olivier Boucher, John Church, Gabi Hegerl, Piers M. Forster, Nathan P. Gillett, Jonathan Gregory, Gregory C. Johnson, Reto Knutti, Nicholas Lewis, Ulrike Lohmann, Jochem Marotzke, Gunnar Myhre, Drew Shindell, Bjorn Stevens & Myles R. Allen
Jochem Marotzke, Bjorn Stevens sind Direktoren des MPI für Meteorologie. Hamburg.
Diese Veröffentlichung in der renommierten Zeitschrift Nature Geoscience (2013)doi:10.1038/ngeo1836Published online 19 May 2013 publiziert eine neue Sensitivität für Kohlendioxid von 1,3°C in diesem Jahrhundert.
http://www.nature.com/ngeo/journal/vaop/ncurrent/full/ngeo1836.html
Die Sensitivität wird i. A. benutzt auszusagen, wie groß die Temperaturerhöhung global ausfallen wird, wenn sich die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre verdoppelt.
Dazu ist zu bemerken, dass eine Verdopplung bedeutet, dass man nahezu alle globalen Vorräte an fossilen Brennstoffen verbraucht haben muss.
Die Sensitivität wurde von den alarmistischen Klimaforschern und Institutionen, darunter das bekannte IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) mit 3° C als besten Wert angegeben. Darauf bestand der so genannte Konsens unter den Alarmisten. Diese 3° würden spätestens bis zum Jahre 2100 erreicht werden, wenn die Emission von Kohlendioxid nicht auf nahezu Null in Bälde heruntergefahren wird.
Dafür werden in Deutschland hunderte Milliarden Euro ausgegeben, wobei unser Beitrag in wenigen Monaten durch die Emissionssteigerungen der Länder China, Indien, Russland und Brasilien aufgehoben wird.
Und nun geben Otto et al – und das MPI – an, dass die Sensitivität drastisch reduziert werden muss.
Alle Ausgaben für ein Hirngespinst, gesponnen von Klimaforschern auf Grund von Modellen!!?
Zurück zur Veröffentlichung von Otto et al und der Pressenotiz des PMI:
Hier wird angegeben:
Die neue Sensitivität beträgt nur noch 1,3° C als bester Wert mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% für 0,9 bis 2°C für die so genannte transiente (im Übergang) Temperaturerhöhung, die im Laufe dieses Jahrhundert, abhängig vom Verbrauch der fossilen Brennstoffe, erreicht wird.
Der transienten Temperaturerhöhung steht die Gleichgewichtstemperaturerhöhung gegenüber, die je nach Trägheit des globalen Klimasystems wohl erst in einigen hundert Jahren erreicht wird.

MPI:
„Da das Klimasystem sehr träge ist und etwa die Ozeane sich nur sehr langsam aufheizen, dauert es jedoch bis sich die Wirkung der Treibhausgase voll entfaltet: Eine Erwärmung durch den Treibhauseffekt wird durch zahlreiche Rückkopplungen verstärkt, durch einige Prozesse aber auch abgeschwächt. Erst wenn dieses komplizierte Wechselspiel zur Ruhe gekommen ist, erreicht das Klima wieder einen stabilen Zustand. Diese langfristige Reaktion des Klimas berechnen Klimaforscher in der Gleichgewichts-Klimasensitivität (ESC für equilibrium climate sensitivity). Sie entspricht der endgültigen Temperaturerhöhung durch eine verdoppelte CO2-Konzentration, die sich vermutlich erst nach einigen 100 Jahren einstellt.“

MPI Klimasensitivität nur 1,3°C

Einsortiert unter:Energiewende, Klima, Klima und Umwelt, Wissenschaft, , , , , , , , , , , ,

Rufmord von Amts wegen (DIE WELTWOCHE), Staatspropaganda (DIE WELT), Skeptiker amtlich unerwünscht (ZDF online)

Das Umweltbundesamt (UBA) hat unter seinem Präsidenten Jochen Flassbarth, eine Broschüre mit dem Titel „Und sie erwärmt sich doch“ herausgebracht (natürlich mit Steuermitteln).

http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/4419.html

flasbarthJochen Flassbarth, Präsident UBA

Verfasser dieser Broschüre waren eine Philosophin, ein Berufsschullehrer, ein Elektrotechniker, der vor seiner Zeit beim UBA Karriere bei Greenpeace und der Lobbyorganisation Eurosolar machte, und eine Kinderbuchautorin, „Pia, Alex und das Klimaprojekt – eine abenteuerliche Entdeckungsreise“.
Wie man sieht: ausgewiesene Klimaforscher und Fachleute.
In dieser offiziellen Veröffentlichung des UBA wird einseitig und mit inzwischen überholten Argumenten (wen wundert es bei der Vorbildung dieser Autoren) Stimmung für den Klimaalarm und gegen die diesem skeptisch gegenüberstehenden Wissenschaftler gemacht. Diese werden als Klimaskeptiker, Klimaleugner bezeichnet, die auf einer „Schwarzen Liste“ (gelb gemarkert) stehen.

Auf Grund heftiger Proteste ist die gelbe Markierung inzwischen verschwunden.

(Bemerkung in eigener Sache: Völliger Unsinn Klimaskeptiker – zu denen ich mich zähle – als Klimaleugner zu bezeichnen!! Wer leugnet das Klima oder dass es sich verändert!? Es geht darum wie groß der menschgemachte (anthropogene) Einfluss ist! Der Mensch trägt durch Emission von Treibhausgasen zur Klimaerwärmung bei, jedoch keineswegs in einem als katastrophal zu bezeichnendem Maße. Skeptiker ist für einen Wissenschaftler natürlich eine Auszeichnung; es geht in der Wissenschaft nicht um Religion!! Dazu ein anderes Mal mehr! RL)

Dies ist ein in der Bundesrepublik Deutschland einmaliger Versuch, der offiziellen Klimapolitik gegenüberstehende Journalisten und Wissenschaftler mundtot zu machen. Es wurde in der Presse bereits von der Bundesklimakammer (Vergleich zur Reichskulturkammer der NAZI Zeit) gesprochen (Henryk M. Broder).
Klimaskeptiker werden namentlich an den Pranger gestellt.
DIE WELTWOCHE schreibt in ihrer Ausgabe vom Mittwoch, 29. Mai 2013, unter der
Überschrift „Rufmord von Amts wegen“:
Von Henryk M. Broder
http://www.weltwoche.ch/weiche/hinweisgesperrt.html?hidID=547889
„Das deutsche Umweltbundesamt mischt sich in die Debatte um den Klimawandel ein und bestimmt, was dem «Stand der Wissenschaft» entspricht und wer zu umstrittenen Fragen besser schweigen sollte. Der Vorgang ist in der Nachkriegsgeschichte einmalig.“

Die DIE WELT schreibt in ihrer Online Ausgabe hierzu:
http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article116398120/Staatspropaganda.html

Staatspropaganda
Das Umweltbundesamt missachtet die Regeln des Neutralität
Von Thorsten Koch
Ein Blick aus dem Fenster in den vergangenen Wochen zeigt: Erst will der Winter nicht enden, und dann wird es nicht Frühling. Ist das der Klimawandel? Die Bundesregierung sagt Ja: Der Klimawandel findet statt – und seine Folgen sind menschengemacht. Das sind jedenfalls die Kernaussagen einer aktuellen Broschüre des Umweltbundesamtes (UBA), die unter dem Titel „Und sie erwärmt sich doch“ aus Steuermitteln finanziert und vertrieben wird. Die Broschüre ist ein Produkt amtlichen Handelns, in dem in einer Weise gegen dem „wissenschaftlichen Konsens“ widersprechende Thesen (S. 110) von „Klimawandelskeptiker(n)“ polemisiert wird, dass sogar vom ZDF auf der Seite „heute.de“ ein „amtlicher Rufmord“ diagnostiziert wurde. Dies macht die Sache rechtlich fragwürdig.
Der verfassungsrechtliche Rahmen für Stellungnahmen von Regierungsstellen ist klar: Staatliche Stellen können sich nicht auf die Meinungsfreiheit berufen, weil sie nicht Grundrechtsträger (sondern Adressaten der Grundrechte) sind. Da aber das Handeln der Regierung Gegenstand politischer Kontroversen ist, steht der Regierung das Recht zur Teilnahme an Debatten zu. Auf Basis dieser Rechtsprechung ist es nicht zu beanstanden, wenn die Bundesregierung darlegt, von welchen Überzeugungen sie sich bei ihrer Klimapolitik leiten lässt. Befremdlich ist es allerdings, dass eine Regierungsstelle versucht, den Stand der Erkenntnis in einer fachwissenschaftlichen Frage verbindlich zu beschreiben. Dies ist Sache der Fachwissenschaftler. Erst recht ist es weder wissenschaftlich noch rechtlich in Ordnung, wenn wissenschaftliche Wahrheiten – und damit letztlich nur der aktuelle Stand des Irrtums – mit amtlicher Autorität verkündet werden.
Die Entscheidung wissenschaftlicher Kontroversen ist keine Staatsaufgabe. Der hier vorliegende Versuch des Umweltamtes, eine wissenschaftliche Kontroverse zu entscheiden, dürfte in dieser Form einzigartig sein.
Thorsten Koch ist apl. Professor für Öffentliches Recht in Osnabrück

Das ZDF schreibt hierzu:
http://www.heute.de/Klimawandel-Skeptiker-amtlich-unerwünscht-28010994.html
Klimawandel: Skeptiker amtlich unerwünscht
von Reinhard Schlieker
Das Umweltbundesamt hat eine neue Broschüre veröffentlicht – und rechnet darin mit Journalisten und Wissenschaftlern ab, die einen menschengemachten Klimawandel für nicht erwiesen halten. Das Dokument vergreift sich dabei im Ton – und in der Sache.
„Und sie erwärmt sich doch“ – ein Titel, der wohl an Galileo Galilei erinnern soll: Große Fußstapfen für eine simple Behörde. Der Titel ist Programm. Das Umweltbundesamt hat sich auf seine Wahrheit festgelegt….
Befürworter der These, dass menschengemachter CO2-Ausstoß als Treibhausgas die Erde aufheizt und dies katastrophale Folgen haben wird, streiten mit Vehemenz gegen jene, die auch andere Ursachen für höhere Erdtemperaturen verantwortlich machen und darauf hinweisen, dass Klimawandel der natürliche Normalzustand ist – die Erde ohne Klimawandel gab und gibt es nicht.
Insofern sei auch der Begriff „Klimaschutz“ reiner Nonsens, denn zu schützen gibt es da nichts: Klima war und ist immer. Der Furor, mit welchem einige Wissenschaftler, für ihren Berufsstand sehr ungewöhnlich, gegen Menschen mit abweichender Meinung vorgehen, hat in Deutschland gerade einen bisher ungekannten Höhepunkt erreicht. Die Publikation des Umwelt-Bundesamtes überschreitet Grenzen: Dass eine solche Broschüre einseitig ausgerichtet ist, mag der Steuerzahler, der sie finanziert, noch hinnehmen. Schlimmer ist allerdings, was im zweiten Teil des Heftes passiert.
Amtlicher Rufmord für die „gute“ Sache
Im Abschnitt „B“ nämlich wird behauptet, dass die Wissenschaft sich einig sei – und in der von gewissermaßen irregeleiteten Journalisten beeinflussten öffentlichen Debatte dagegen Ahnungslosigkeit herrscht. Dieser Teil fußt wesentlich auf Erkenntnissen des Forschers Prof. Stefan Rahmstorf, der am Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung arbeitet und vehement dafür streitet, dass nur qualifizierte Wissenschaftler ein Recht haben sollen, sich zu Klimathemen zu äußern – anderen spricht er die Befähigung ab. Die Broschüre wartet in diesem Sinne mit der Erkenntnis auf, dass im Gegensatz zu den „guten“ Wissenschaftlern die Skeptiker vor allem von der Ölfirma Exxon Mobil gesponsert würden, und daher wissentlich Falschmeldungen verbreiten würden.
Neben Wissenschaftlern werden Autoren wie der ehemalige Hamburger Umweltsenator Fritz Vahrenholt an den Pranger gestellt und ihnen die Qualifikation abgesprochen, ferner die Autoren Dirk Maxeiner (ehem. Chefredakteur „Natur“) und Michael Miersch (Ressortleiter Wissenschaft bei „Focus“). Falschinformation und Irreführung beklagt die Behörde vor allem auch beim ehemaligen ZDF-Korrespondenten Günter Ederer, der die CO2-Theorie ablehne und sogar Vorträge darüber halte. Die Publikation des Bundesamtes kann beim unbefangenen Leser den Eindruck erwecken, man habe es bei diesen Journalisten und Buchautoren mit vorsätzlichen Fälschern zu tun, die fremdgesteuert sind und von irgendwelchen Lobbyisten bezahlt werden.
Die Betroffenen erwägen nach Informationen von heute.de Klage. heute.de hat dem Umweltbundesamt einen Fragenkatalog übersandt und um Aufklärung gebeten.“
Einer der auf der Schwarzen Liste des UBA steht, Mitautor der lesenswerten Broschüre „Die kalte Sonne“, Fritz Vahrenholt hat in einem offenen Brief an den Präsidenten des UBA Jochen Flassbarth geschrieben:
http://www.kaltesonne.de/?p=10565
„Sehr geehrter Herr Präsident,
zu einem Zeitpunkt, an dem nun endlich auch 17 IPCC-nahe Klimaforscher (Otto et al., Nature Geoscience, 19. Mai 2013) die Öffentlichkeit mit der aufsehenerregenden Mitteilung überraschen, dass die Klimasentivität der Klimagase, namentlich des CO2, um mehr als 50 Prozent zu hoch angesetzt ist, und sich demzufolge alle bisherigen Prognosen der anthropogen verursachten Klimaerwärmung als korrekturbedürftig erweisen, erscheint eine 123 Seiten starke Veröffentlichung des Umweltbundesamtes ”Und sie erwärmt sich doch“, in der einerseits der Konsens über die IPCC Prognosen beschworen wird und andererseits die Kritik an Art und Ausmaß der Temperaturentwicklung in diesem Jahrhundert mit falschen Behauptungen, Weglassungen von Informationen und Diffamierungen der Kritiker in unerträglicher Weise behandelt wird.
Dies ist für eine Bundesbehörde, die zum Geschäftsbereich des Umweltbundesministers gehört, völlig inakzeptabel.
Bevor ich auf die inhaltlichen schweren Mängel zu sprechen komme, möchte ich Sie fragen, was Sie bewogen hat, Journalisten ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und Wissenschaftlern ihr Recht auf kritische Überprüfung von wissenschaftlichen Sachverhalten abzusprechen. Soviel ich erkennen kann, ist unter den in der Broschüre benannten “Klimawandelskeptikern” kein einziger, der einem Erwärmungstrend der Erde durch Treibhausgase widerspricht. Es geht im wissenschaftlichen Diskurs in der Fachwelt um Attribution, Geschwindigkeit und Ausmaß der Klimaveränderungen und daraus resultierend um die notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung beziehungsweise Anpassung.
Ich bin persönlich betroffen. Im Abschnitt “Klimawandelskeptiker in Deutschland”, in dem Sie in gelber Farbe die Namen von Journalisten, Vereinen und die Wissenschaftler Vahrenholt und Lüning hervorheben, brandmarken und an den Pranger stellen, wird die Methode deutlich: Kritiker werden als Handlanger der Industrie dargestellt.
Zu meinem Lebenslauf schreiben Sie, dass ich Vorstand der Deutschen Shell war und seit 2001 Manager des Energieversorgungsunternehmen RWE sei. Letzteres ist falsch. Ich habe 2001 das Windkraftunternehmen Repower gegründet, habe es zur Weltspitze in der Branche geführt und war bis 2008 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Warum haben Sie meine Biografie gefälscht? Passte dies besser in das Feindbild, das Sie aufzubauen trachten?
Ich bin erst 2008 zum Geschäftsführer der von mir mitgegründeten RWE Innogy ernannt worden, einer Gesellschaft für Erneuerbare Energien, die Jahr für Jahr der größte deutsche Investor in diesem Sektor war. Sie haben auch verschwiegen, dass es bei Shell meine Aufgabe war, die Erneuerbaren Energien für den Konzern zu entwickeln. Der Bau der ersten Solarfabrik in Deutschland fiel in meine Vorstandszeit. Da passt auch ins Bild, dass Sie verschweigen, dass ich von 1976 bis 1981 Fachgebietsleiter “Chemische Industrie” beim Umweltbundesamt war, dem Amt, das mich jetzt verhöhnt….“
Vollständiger Brief hier

Auch andere Skeptiker werden in dieser Schmähschrift genannt. Darauf werde ich in einem weiteren Artikel zurückkommen. Das UBA hat eine Linie überschritten, die fachlich und formal nicht mehr hingenommen werden kann.

Rainer Link

Einsortiert unter:Energie, Energiewende, Klima, Klima und Umwelt, Wissenschaft, , , , , , , , , , , , , , ,

GISS Temperaturen: Die magische Anpassung


Eine von vier Instituten, die die globale mittlere Temperatur aufbereiten, ist das Goddard Institute for Space Science der NASA, GISS.
Die global gemittelten Temperaturänderungen (Temperaturanomalien) des GISS werden immer wieder neu angepasst.
Nun gehört das GISS (oder besser seine verantwortlichen Leiter für die Klimadatensammlung) zweifellos zu den Instituten, die sich dem anthropogenen alarmistischen Klimawandel verschrieben haben. Und wen wundert es, die GISS Temperaturen sind die bevorzugten Werte des PIK, Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung.
Es wundert eben nicht, wenn man weiß, dass die von Zeit zu Zeit erneuerten GISS Daten, merkwürdigerweise immer im Sinne einer stärkeren Erwärmung während des letzten Jahrhunderts bis heute verändert werden.
Man benutzt hierzu einiger Verfahren zur Anpassung der Daten, die im folgenden Artikel als magische Tricks bezeichnet werden.

Mehr:
GISS Temperatur Magie

Einsortiert unter:Klima, , , ,

El Nino 2009/2010

El Nino NASA GISS
Neue Version 09.04.2010 !
Rekordverdächtige eisige Minustemperaturen im Winter 2009/2010 in Deutschland, Nordeuropa, Sibirien, großen Teilen Nordamerikas und trotzdem werden globale Temperaturen gemessen, die nach 1998 einen neuen Höhenrekord vermelden.
Verantwortlich für diese Überraschung ist das Christkind namens El Nino, das unregelmäßig alle paar Jahre im Südostpazifik auftritt. Es geht einher mit warmem Oberflächenwasser an der Westküste Südamerikas, die für ihren Fischreichtum auf Grund des kalten Perustromes (Humboldtstromes) bekannt ist. Er macht sich besonders zur Weihnachtszeit bemerkbar mit Überschwemmungen an der ansonsten trockenen Südwestküste Südamerikas, Chile, Peru. Der Fischbestand geht dramatisch in dieser Zeit zurück mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Ökonomie dieser Länder.
Ein El Nino hat starke Auswirkungen auf die mittlere globale Temperatur.

mehr:
El Nino Eigenschaften und WirkungPDF

Einsortiert unter:Klima, , , , , , , ,