RL-Rational

Gott hat uns den Verstand gegeben, aber nicht verboten ihn zu benutzen!

Klimawandel – Eine rationale Diskussion

In diesem Beitrag möchte ich auf Anregung einiger Kollegen aus dem skeptischen Klimalager noch einmal die wesentlichen Aspekte der Diskussion um den menschengemachten Klimawandel zusammenfassen.

Der Beitrag ist in folgende Abschnitte und Kapitel gegliedert:

Faktencheck

Übersicht

Themen

A) Klimarevolte in Afrika

B) Kosten-Nutzen-Analyse der Vereinbarung von Paris, 2015 COP21

C) Klimamodelle und ihre Relation zu Messungen

D) Spezielle Themen

a) Die Erhöhung der globalen Temperatur

b) Das Ansteigen des Meeresspiegels.

c) Der Beitrag der Sonne zur Klimaerwärmung

Faktencheck

In diesem Abschnitt sind alarmistischen Vorhersagen einem Faktencheck zusammengefasst gegenübergestellt. In den Kapiteln A-D werden diese Aspekte ausführlich diskutiert.

  • Alarmistische Aussage: Klimamodelle sind realistische Beschreibungen zukünftigen Verhaltens des Klimas bis 2100 und darüber hinaus!
  • Faktencheck: Klimamodelle können eine Voraussage auf Grund der Struktur der zu lösenden Gleichungen nicht leisten. Sie sind nicht in der Lage die Wolkenbildung oder andere wichtige Klimaerscheinungen wie El Nino, La Nina, sonstige Meeresströmungen, die einen starken Einfluss auf das globale Klima haben, vorausschauend zu erklären.
  • Alarmistische Aussage: In diesem Jahrhundert (1°C haben wir bereits erreicht) wird die Temperatur zwischen 0,5-3,5°C ansteigen!
  • Faktencheck: Es werden deutlich unter 0,5°C sein unter Verbrauch aller Reserven an fossilen Brennstoffen
  • Alarmistische Aussage: Der Meeresspiegel wird in diesem Jahrhundert um 1,2-6,0 m ansteigen.
  • Faktencheck: Der Meeresspiegel steigt seit hunderten Jahren beständig mit ca. 30-35 cm /Jahrhundert an. Ein verstärkter Anstieg ist derzeit nicht zu erkennen. Es ist extrem unwahrscheinlich, dass der Meeresspiegel in den vor uns liegenden 80 Jahren bis 2100 über 50 cm ansteigen könnte.

Und einige weitere Fakten zum Klimawandel:

  • Die Bezeichnung CO2 sei ein umweltschädliches Gas zeugt vom mentalen Defizit (=Dummheit) vieler Protagonisten. CO2 dient über die Photosynthese der Ernährung der Pflanzen und produziert gleichzeitig dabei den Sauerstoff in unserer Atmosphäre: Lebenswichtig?! Oder?!
  • Satellitenmessungen der NASA haben ergeben, dass die Erde zwischen 1982 bis 2009 um 25-50 % grüner geworden ist, davon 70 % durch die erhöhte Konzentration von CO2 in der Atmosphäre.
  • Eine Kosten-Nutzen-Analyse zeigt, dass die Reduzierung der CO2 Emissionen, zu der sich die Länder in der Pariser Vereinbarung COP21 2015 freiwillig verpflichtet haben (ohne Folgen bei Nichteinhaltung), bis 2030 nur zu einer Reduzierung der globalen Temperatur von 0,05 °C führt! Dafür verpflichteten sich die Industriestaaten 1.000 Milliarden US $ zur Verfügung zu stellen, um Entwicklungsländer beim Klimaschutz behilflich zu sein.
  • Die Sonne schwächelt! Das wird dazu führen, dass zur Erhöhung der globalen Temperatur durch anthropogenes CO2 von weniger als 1,5 °C seit 1850 – davon sind bereits 1°C erreicht – eine Abkühlung der Sonne zu erwarten ist. Dies kann ab heute zwischen -0,3 bis – 0,5 °C betragen. In Summe führt dies zu einer Temperaturerhöhung in diesem Jahrhundert von deutlich unter 0,5 °C.

Und dies soll zu einem Klimaalarm führen??!!

Die Bevölkerung allerdings scheint langsam zu ahnen, welchem Irrsinn sie hier aufsitzt.

Weiterlesen PDF:

Klimawandel eine rationale Diskussion neu 190118

 

 

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Der 4.500 Milliarden Flop der Energiewende

Reprint mit freundlicher Genehmigung des Autors Prof. Dr. Fritz Vahrenholt.

 https://vahrenholt.net/

Die Forderungen nach dem Ausstieg aus Kohle, Kraftstoff und Erdgas werden immer schriller: Es fing schon mit dem waghalsigen Vorschlag der Kohlekommission an, die vom Bundeskanzleramt zur Hälfte mit grünen Aktivisten besetzt wurde – Ausstieg aus der Kohle bis 2038. Dann folgte die Forderung Robert Habecks und seiner grünen Freunde nach dem Aus für den Verbrennungsmotor im Jahre 2030. Und als es vier Wochen im April sehr trocken war (sehr schlimm, hat es noch nie gegeben) rief Annalena Baerbock die Klimakrise aus: Verdopplung des CO2-Preises und ein starkes Ordnungsrecht! Nun fordern die Freitagskinder von Lummer Land eine CO2-Steuer von 180 € noch in diesem Jahr, bis 2035 „Treibhausemissionen auf Netto- Null“, 100 % Erneuerbare Energien.

Da lohnt es sich ja doch einmal, in die Studie des Akademieprojektes „Energiesysteme der Zukunft“ der „Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften“, die Ende letzten Jahres unter dem Titel „Sektor Kopplung- Untersuchungen und Überlegungen zur Entwicklung eines integrierten Energiesystems veröffentlicht wurde, zu schauen. Es soll an dieser Stelle nicht hinterfragt werden, wieso der gesammelte technische Sachverstand unserer deutschen Akademien die Zukunft unserer Energieversorgung im Wesentlichen auf allein zwei Technologien stützen will: Windenergie und Photovoltaik. Warum geben die Wissenschaftler der Kernfusion, der inhärent sicheren Kernenergie ohne langlebige Rückstände (dual fluid reactor) oder der CO2-freien Kohlenutzung (Carbon capture and sequestration) nicht den Hauch einer Chance? Weil Wissenschaft in Deutschland nur noch in der Bandbreite des Mainstreams denken darf, etwa von CDU-Parteitagsbeschluss bis Greenpeace-Resolution.

Es lohnt sich trotzdem reinzuschauen, um zu erahnen, was uns bevorsteht. Es werden alle Sektoren, Strom, Verkehr und Wärme zusammen betrachtet. Und siehe da: 80% der Energie werden fossil erzeugt, 7,5 % durch Kernenergie und 13 % durch Erneuerbare Energien. Wenn man bei den Erneuerbaren Energien die Biomasse (einschl. Biogas und Biosprit) abzieht, bleiben übrig: 1,5 % der Primärenergie wird durch Windkraft erzeugt und 1% durch Photovoltaik. (S.10 der Studie). Das ist ein langer Weg bis zu 100%. Die Studie kommt zum Schluss, wenn man den Weg einer Dekarbonisierung um 90% bis 2050 gehen will, dann „wird mit rund 1150 Terawattstunden sogar fast doppelt so viel Strom benötigt wie heute“ (S.10), weil Verkehr und Wärme ebenfalls aus Strom erzeugt werden soll.

Da man sich nur auf Photovoltaik und Windkraft verkrampft hat, kommt die Studie zum Schluss:

Die installierte Leistung an Windkraft und Photovoltaik müsste in diesem Fall (bei gleichbleibendem Energieverbrauch) gegenüber heute versiebenfacht werden.“

Wir haben heute etwa 28 000 Windkraftanlagen mit einer Kapazität von 57 000 Megawatt und 46 000 Megawatt Photovoltaik. Eine Versiebenfachung der Photovoltaikfläche würde fast alle in Deutschland möglichen Dach-Fassaden- und andere Siedlungsflächen erfassen. Eine Versiebenfachung der Kapazität der Windenergieanlagen würde selbst bei Verdopplung der Kapazität der einzelnen Anlagen Deutschland verändern. Alle 1,5 Kilometer würde eine 200 m hohe 3-5 MW- Anlage stehen.

Die Studie lässt auch den Abgrund erahnen, auf den wir auf diesem Weg zugehen.

„Die Dominanz der fluktuierenden Erneuerbaren Energien erfordert eine hohe Flexibilität auf der Stromerzeugungsseite und der Verbrauchsseite“

(!!) Das heißt mit anderen Worten, wenn die Natur nicht genügend Wind und Sonnenstrom liefert, muss man auch zeitweise ohne Strom auskommen. Interessant ist das Ergebnis, dass es auch in der schönen neuen Welt der dezentralen Energieerzeugung nicht ohne zentrale Großkraftwerke gehen wird. Die Studie schätzt, dass etwa                   60- 100 000 Megawatt Großkraftwerke, die natürlich auf Biogasbasis oder synthetischem Methan oder Wasserstoff gefahren werden, kurzfristige Zusammenbrüche verhindern helfen. Zum Vergleich: heutige Großkraftwerkskapazität 90 000 MW.

Wohltuend ist die Aussage, dass Batterien nur eine Lösung als Kurzzeitspeicher haben können. Voraussetzung für Langzeitspeicher ist die erfolgreiche Entwicklung von power-to -gas, also Windstrom per Elektrolyse in Wasserstoff oder gar Methan zu verwandeln. Das ist zwar heute noch absurd teuer, aber das schaffen wir schon. Allerdings warnen die Autoren, dass es in Tagen der kalten Dunkelflaute (keine Sonne und kein Wind im Winter) zu Konflikten zwischen power to heat (also der Wärme auf Windstrombasis) und dem Strombedarf bei knappem Angebot geben kann. Will sagen: Licht oder warme Heizung, das ist dann die Frage. Das Auto bleibt dann sowieso stehen.

Die Autoren korrigieren auch die weithin verbreitete Fehleinschätzung des Autos als Stromspeicher.

„Die Pufferkapazität der Elektroflotte, liegt im Bereich von einigen Stunden“

( S.57). Sie hängt zudem davon ab, ob die „Autobesitzer bereit sein werden, ihre Batterien dem System zur Verfügung zu stellen. Sind sie größtenteils nicht bereit, die Souveränität über Ladung und Entladung zeitweise abzugeben, ist der Betrag gering. Schlimmstenfalls könnte zeitgleiches Laden vieler Autos zu bestimmten Tageszeiten zu einer zusätzlichen Belastung für das Stromnetz werden. Wie undankbar diese Autofahrer sind. Da hat man jede Straße in den Städten für sie aufgerissen, um dem „Ausbau der Verteilnetze“ Rechnung zu tragen und nun wollen sie auch noch bestimmen, wann sie fahren wollen und wann nicht.

Aber die schöne neue Welt von Gretl, Annalena und Robert hat einen Preis. Die Autoren setzten 60% CO2 Minderung, die ja bis 2030 erreicht werden soll, voraus. Bis dahin kostet das 4000 Milliarden in gut 10 Jahren. Das heutige Energieversorgungssystem kostet pro Jahr           250 Milliarden €. Das wird schon mal 1500 Milliarden teurer. Bei 60 auf 75 % CO2 Minderung rechnen die Autoren mit weiteren 800 Milliarden. Von 75 auf 85 % mit weiteren 1000 Milliarden. Von 85 auf 90 % CO2 Minderung noch einmal weitere 1300 Milliarden. Also bis 60 %        1500 Milliarden, bis 90 % 3100 Milliarden, machen zusammen 4600 Milliarden. 4600 Milliarden € geben die deutschen Haushalte aus, um 800 Millionen t CO2 zu vermeiden. Dies ist eine Menge an CO2, die jedes Jahr China zusätzlich ausstößt.

Damit die Eltern von Fridays for Future die 4600 Milliarden richtig verstehen: das sind im Jahr 153 Milliarden,  bei 40 Millionen Haushalten in Deutschland bezahlt jeder Haushalt monatlich 382 € im Monat – netto. Und wenn es nach Gretl und ihren Followern geht, nämlich in     15 Jahren 100% Erneuerbare Energien zu erreichen, dann wären das 764 € im Monat – wenn es denn nicht vorher zu einem Zusammenbruch der deutschen Energieversorgung kommen wird, was sehr wahrscheinlich ist. 764 € sind bei einem monatlichen Durchschnittsverdienst in Deutschland von netto 1890€. Damit fallen diese Haushalte dann unter die Armutsgrenze (60 % des Durchschnittsnettoeinkommens). Schöne neue Welt.

Wir kommen nicht einmal klar mit dem Umbau der Stromversorgung (siehe hierzu die Warnung der Bundesnetzagentur zum Aufbau von Reservekraftwerkskapazität in 2022 in Höhe von 10 000 Megawatt      (10 Kernkraftwerke). Da erweitern wir das Problem auf Wärme und Mobilität. Alle drei Sektoren, die bislang von unterschiedlichen Energieträgern (Kohle, Erdgas, Erdöl) geprägt waren, sollen von einem einzigen abhängig gemacht werden: Strom, gespeist aus Wind und Sonne. Wind und Sonne entscheiden, wann wir unser Auto bewegen können, wieviel Wärme wir im Winter nutzen dürfen und wann das Licht angeschaltet werden kann.

Das nennt man einen nachhaltigen Kurzschluss. Und warum das alles? Natürlich wegen der anfangs erwähnten Klimakrise. Und deswegen sind solche Blogs wie dieser notwendig, um allen Entscheidern klarzumachen: Ja, wir müssen am Ende dieses Jahrhunderts die fossile Ära hinter uns gelassen haben. Aber diese Zeit haben wir auch, denn die Klimasensitivität des CO2 ist deutlich kleiner als uns die Panikmacher und Systemveränderer erzählen wollen.

PDF:

Milliarden Flop Energiewende Vahrenholt

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CO2 Grenzwert in der Atmosphäre in Abhängigkeit von seiner Lebensdauer

Das von den Menschen anthropogen in die Atmosphäre im Wesentlichen durch Verbrennung fossiler Rohstoffe emittierte CO2 wird nach einer bestimmten Zeit durch Vegetation und Ozeane wieder aufgenommen. Die typische Angabe für die Verweilzeit ist die Lebensdauer, die Zeit in der die Konzentration um einen Faktor 1/e=0,3679 abgenommen hat.

Die Veränderung der Konzentration von CO2 wird beschrieben einmal durch diese Abnahme, die wie bei all diesen Vorgängen exponentiell verläuft und zum anderen der anthropogenen Emission pro Zeiteinheit in die Atmosphäre.

dC(t)/dt = – C(t)/tau +dE/dt                                                              (1)

Dabei ist tau die Lebensdauer von CO2 in der Atmosphäre und C(t) die von den Menschen (anthropogen) hervorgerufene zeitabhängige Konzentration. dC(t)/dt ist ihre zeitliche Veränderung.

-C(t)/tau ist die Abnahme der anthropogen verursachten Konzentrationsänderung von CO2 und dE(t)/dt der pro Zeiteinheit in die Atmosphäre emittierte Betrag.

Es werden hier nur die durch den Menschen verursachten Anteile berücksichtigt, die sich zusätzlich zur vorindustriellen Konzentration in Höhe von ca. 280 ppmV CO2 addieren. Dabei ist davon ausgegangen, dass die vorindustrielle Konzentration einem Gleichgewichtszustand entsprach, in dem der natürliche Austausch von CO2 in der Atmosphäre im Wesentlichen mit der Vegetation und den Ozeanen erfolgte.

Die Lösung der Differentialgleichung (1) wird vereinfacht, wenn man annimmt,

dass die anthropogene Emission pro Zeiteinheit konstant gleich dE/dt=Ec ist, ebenso wie die Lebensdauer tau. Natürlich ist dies eine Näherung, die jedoch das Verhalten der Konzentration und wie man sehen wird, den Grenzwert qualitativ gut beschreibt.

Die Lösung der Gleichung (1) lautet:

C(t)=tau*Ec(1-e-t/tau)                                                                        (2)

 

Die Emission Ec(t) von CO2 in die Atmosphäre beträgt seit Jahren 4,4 ppmV/Jahr.

Das IPCC gibt in seinem fünften Sachstandsbericht Werte für tau zwischen 30 und 100 Jahren an.

Der wahrscheinlichste Wert für Tau beträgt 50 Jahre.

In der folgenden Graphik ist die Situation C(t) in ppmV als Funktion der Zeit t in Einheiten der Lebensdauer tau für die Werte Ec=4,4 ppmV/Jahr, tau =50 Jahre dargestellt, ausgehend von der Konzentration 400 ppmV, die bis 2018 gemessen wurde.

Der zugehörige Grenzwert beträgt 500 ppmV an Konzentration von CO2, wenn die Lebensdauer bei 50 Jahren bleibt und die anthropogene Emission von 4,4 ppmV/Jahr nicht vergrößert wird.

Dieser Zustand 500 ppmV wird voraussichtlich nicht einmal erreicht. Die fossilen Reserven an Brennstoffen betragen nur etwa 1250 Gt Kohlenstoff, die allemal bis zur Erreichung des Grenzwertes verbraucht sind.

Entsprechende Grenzwerte lassen sich mit einer einfachen Excel Tabelle auch für andere Lebensdauern z. B. tau = 30 und 80 Jahre berechnen.

Lebensdauer in Jahren 30 50 80
Grenzwert in ppmV 420 500 630

 

Bei einer Lebensdauer von 80 Jahren wird der Grenzwert von 630 ppmV, auf Grund der endlichen fossilen Reserven nicht erreicht werden können.

In der nächsten Tabelle wird für den wahrscheinlichsten Wert der Lebensdauer von 50 Jahren mit dem Grenzwert 500 ppmV, gemäß der von allen Klimawissenschaftlern anerkannten Gleichung (3) für die global gemittelte Temperaturänderung dT als Funktion der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre angegeben. Den bei Verdopplung der Konzentration erreichten Temperaturwert nennt man die Sensitivität von CO2. Damit können die damit verbundenen heutigen Temperaturwerte und die bei Erreichen des Grenzwertes einfach berechnet.

dT=f*ln((t) /280)                                                                                (3)

Dazu wird zunächst der Wert für f aus der heutigen globalen Temperaturänderung dT(2018) seit vorindustriellem Wert und der heutigen Konzentration C(2018) bestimmt. Der so ermittelte Wert für f beinhaltet auch alle Rückkopplungen, die durch CO2 erfolgten, wie die Wasserdampfverstärkung und andere Veränderungen durch die Erhöhung der Co2 Konzentration.

Die heutige globale Temperaturänderung (Temperaturanomalie) beträgt gemessen 1,16 °C. Man geht jedoch davon aus (auch das IPCC), dass nur ca. 50% durch anthropogen emittiertes CO2 verursacht wurden, 50% natürlichen Ursprungs sind. In der Tabelle sind die folgenden Werte für 0,58, 0,8 und 1,16°C durch CO2 verursacht bei einer Lebensdauer von 50 Jahren angegeben.

Damit erhält man die Sensitivität für CO2 bei Verdopplung seiner Konzentration von 280 auf 560 ppmV.

dT (CO2 – Sensitivität) = f * ln(560/280))

Ebenso ergibt sich die Temperaturänderung, die von 280 ppmV bis zum Erreichen des Grenzwertes zu erwarten ist.

dT(Grenzwert) = f* ln(Grenzwert/280)

dT(t=2018)/°C 0,58 0,8 1,16
C(t=2018)/ppmV 400 400 400
f/°C 1,63 2,24 3,25
CO2 –Sensitivität/°C 1,13 1,55 2,25
dT(Grenzwert)/°C 0,94 1,3 1,88
dT(2118)- dT(2018)/°C 0,36 0,5 0,72

 

Die global gemittelte Temperaturerhöhung bleibt bis zum Erreichen des Grenzwertes von 500 ppmV bei einer angenommenen Lebensdauer von 50 Jahren allemal unter der im Übereinkommen von Paris 2015 (COP21) angestrebten 2°C Ziel – selbst wenn man annimmt, dass die bis heute gemessenen 1,16 °C nur auf die Erhöhung der CO2 Konzentration zurückzuführen ist.

Selbst das IPCC geht davon aus, dass mindestens 30% der Temperaturerhöhung natürlichen Ursprungs sein müssen (ergibt ca. 0,8°C).

Damit bleibt man auch bei weiter gleichbleibender Emission unter dem 1,5° C Ziel von COP24 in Katowice 2018.

PDF und Rechnung:

CO2 Grenzwert bei Berücksichtigung der Lebensdauer 190301

 

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Brief an die Leser meiner Home Page

27.12.2018

Liebe Leser meiner Home Page,

Wir haben nur die eine ERDE!

Natürlich sollten wir deshalb alle an unserer Umwelt interessiert sein und alles Mögliche tun, um sie zu erhalten.

Es geht mir auch und gerade um unsere Kinder und Enkelkinder. Auch sie sollen mit einem Leben in einem Rechtsstaat, einer Demokratie, mit vielleicht auch bescheidenem Wohlstand leben können, und nicht wie von manchen angestrebt in einer Ökodiktatur.

Nun, ich bin ein Skeptiker des alarmistischen Klimawandels. Damit kein Missverständnis aufkommt. Natürlich trägt der Mensch durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und der damit verbundenen Emission von CO2 zu einer Erhöhung der globalen Temperatur auf der Erde bei.

Einen Artikel zum atmosphärischen Treibhauseffekt sowie weitere Beiträge zur globalen Temperaturänderung finden Sie auch auf meiner Homepage zum Klima.

Übrigens für meine Aktivitäten im Bereich Klima habe ich keinen Penny von irgendeiner Institution, Industrie oder sonst jemandem erhalten, abgesehen von Reisekosten für Vorträge.

Die offene Frage, die unter Physikern und Klimatologen diskutiert wird, ist die Sensitivität von CO2, d. h. die globale Temperaturerhöhung, die durch eine Verdopplung der CO2 Konzentration in der Atmosphäre hervorgerufen wird.

Und hier unterscheide ich mich mit vielen Physikerkollegen – wir sind nicht in der Minderheit wie man oft glauben lassen will – die sich mit der Klimaveränderung befassen und von einer maximalen Sensitivität des CO2 bei Verdopplung seiner Konzentration in der Atmosphäre von kleiner 1,5 Grad C ausgehen, von denjenigen Klimatologen, die eine Sensitivität von 3 Grad C (2,0-4,5 Grad C) annehmen, die sie aus ihren Modellen (!!) berechneten.

Wir, Physiker und Naturwissenschaftler, halten uns mehr an die Messungen, die auf eine globale Temperaturerhöhung in diesem Jahrhundert von unter 1,5 Grad C hinweisen, sogar bei der bisherigen ungebremsten und immer stärkeren CO2 Emission.

Naturwissenschaft beruht darauf, dass Hypothesen, Theorien, Modelle mit den Messungen kompatibel sein müssen. Falls nicht, sind sie einfach nur falsch und gehen zurück an den Absender.

Die Modelle der Klimatologen beruhen auf nichtlinearen Differentialgleichungen, die nur numerisch gelöst werden können und chaotische Ergebnisse liefern, ähnlich den Wettermodellen, die nur wenige Tage das Wetter vorhersagen können.

Das bestätigt sogar das IPCC in seinem Dritten Zustandsbericht (IPCC TAR, Seite 774).

Auch hierzu habe ich auf meiner Homepage einen Artikel geschrieben.

Als Beispiele für die offiziellen Messungen, andere gibt es nicht, weise ich auf die letzten Beiträge auf meiner Homepage hin.

Vor kurzem ist die alarmistische Position durch den Papst „heilig“ gesprochen worden, der nun auch den Klimawandel als größte Gefahr für die Menschheit postuliert.

Meiner Meinung nach will die katholische Kirche dabei nur von dem größeren Problem der Bevölkerungsexplosion ablenken, da eine Geburtenkontrolle nicht zugelassen wird.

Allerdings spricht dabei für die skeptische Meinung, dass immer, wenn die Kirche eine wissenschaftliche Wahrheit verkündete, das Gegenteil der Fall war!

Ich werde mich nun aus den Klimadiskussionen heraushalten, denn wer möchte schon gerne auf dem Scheiterhaufen enden?! (grins!!)

Übrigens: Man wird als Skeptiker auch Leugner genannt wie idiotisch: welcher Physiker bei Verstand wird einen Atmosphärischen Treibhauseffekt und den Klimawandel leugnen! In der Tat von Umweltverbänden und einzelnen Aktivisten („wir wissen, wo ihr wohnt“, Greenpeace Indien) wird man sogar bedroht mit Gefängnis und Todesstrafe (ein Professor von der Universität Graz), sollte man diese skeptische Meinung weiterhin vertreten.

Auf das Büro eines skeptischen amerikanischen Kollegen wurde sogar schon geschossen.

Ich leide bestimmt nicht unter Verfolgungswahn, aber die meinen es ernst, wenn sie denn könnten!

So ist es eben, wenn Meinungen zu Religionen werden.

Andererseits muss man natürlich auch feststellen, dass wissenschaftlich eigentlich alles Wesentliche bereits gesagt wurde. Es ist auch nahezu unmöglich auf jeden verzapften Unsinn mit einer Richtigstellung zu reagieren.

Wer sich weiterhin objektiv über die globalen Temperaturen, Meeresspiegel-Anstiege oder sonstige Daten zum Klima aktuell informieren will, dem schlage ich die folgende URL vor:

http://climate4you.com/

Andere Internetadressen können meiner Home Page entnommen werden.

Meine Home Page werde ich natürlich weiterhin öffentlich halten!!

Es geht beim Klimawandel inzwischen nicht mehr um die wissenschaftliche Wahrheit den Anstieg der globalen Temperatur durch Emissionen von CO2 betreffend, sondern nachweislich um hunderte Milliarden Euro, die mit den alarmistischen Klimawandel-Prognosen verdient werden. Und es geht gesellschaftlich um die Einführung einer Ökodiktatur.

Eine konsequente Verfolgung dieser bedeutet dauerhafte Verarmung der Bevölkerung mit all ihren auch gesundheitlichen Konsequenzen in Afrika, Indien, selbst in China. Die letzten beiden kümmern sich allerdings nicht um die auferlegte Begrenzung an Nutzung fossiler Brennstoffe.

Im Übrigen halte ich die Vermeidungsstrategie der Klimaalarmisten gegenüber den sich entwickelnden Ländern für unethisch.

(Siehe auch Artikel „Revolte in Afrika“).

Bei allen Kollegen mit denen ich zusammengearbeitet, Artikel zum Klima verfasst und Beiträge geschrieben habe und die mich wissenschaftlich und philosophisch bei vielen intensiven Diskussionen in meinen Erkenntnissen weitergebracht und mich unterstützt haben, bedanke ich mich herzlich und hoffe, dass wir uns weiterhin gewogen bleiben.

Herzlichen Dank auch an meine Leser, dass Sie sich für meine Home Page interessiert haben!

Mit den Besten Grüßen

Rainer Link

Dezember 2018

 

Im Folgenden habe ich noch einmal einige Überlegungen zur globalen Klimaentwicklung in 5 Beiträgen zusammengefasst.

 

1) Klimarevolte in Afrika! Die wahre Klimakrise von Afrika

Die Präsidentin der ugandische Menschenrechts- und Entwicklungs-Organisation CORE Fiona Kobusingye empört sich gegen die westliche Klimapolitik. Die reichen Länder wollten mit der Verteuerung und Verknappung von Energie, bewusst den gesamten afrikanischen Kontinent in Armut halten. Ihre Kernaussage ist, dass die heutige Katastrophe in Afrika Vorrang hat vor einer hypothetischen Klimakatastrophe in 100 Jahren. Wie Recht sie hat!

Weiterlesen, PDF:

Klimarevolte in Afrika

 

2) IPCC1.5, COP24 und vorgegebener Zeitrahmen zur CO2 Emissions-Reduktion – Eine Realitätsbetrachtung

Rechtzeitig zur COP24 in Kattowitz stellte das IPCC (IPCC: Intergouvernmental Panel on Climate Change) seinen Bericht IPCC1.5 fertig.

https://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_spm_final.pdf

Er war als Sonderbericht des IPCC zu dem im Pariser Abkommen vorgesehenen 1,5-Grad-Ziel vorgesehen.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass:

jede noch so geringe Erwärmung von Bedeutung sei, wie Vertreter des Weltklimarats IPCC bei der Konferenz erklärten.

Ob die globale Erwärmung unter 1,5°C oder nur unter 2°C gehalten wird, mache für Mensch und Ökosystem einen gewaltigen Unterschied.

Darüber hinaus bewertet der Bericht auch die Emissionspfade zur Erreichung dieser Temperaturgrenzen. Damit gute Chancen bestehen, unter 1,5°C zu bleiben, müssen die weltweiten Emissionen bis 2030 halbiert und bis 2050 auf netto null reduziert werden.

Dieser Bericht sollte auf der COP24 „begrüßt“ werden.

Jedoch verursachten die USA, Saudi-Arabien, Russland und Kuwait erhebliche Verzögerungen und Irritationen in den Verhandlungen in Katowice, indem sie sich einem solchen Beschluss verweigerten. Saudi-Arabien argumentierte, es könne den Bericht nicht begrüßen, da er wesentliche offene Fragen und Unklarheiten enthalte. Letztlich einigten sich die Vertragsparteien darauf, die „rechtzeitige Fertigstellung“ des Berichts zu begrüßen und luden die Länder ein, den Bericht bei ihrer künftigen Arbeit zu berücksichtigen. Der Beschluss „erkennt jedoch die Rolle des IPCC bei der Bereitstellung des wissenschaftlichen Inputs an, um die Vertragsparteien hinsichtlich der Stärkung der globalen Reaktion angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel zu informieren“ und verweist darauf, dass der Sonderbericht „den neuesten Kenntnisstand widerspiegelt“.

Der 1,5-Grad-IPCC-Berich, enthält hochinteressante Aussagen.

Weiterlesen PDF:

IPCC1.5 und COP24

 

3) Die Angst vor dem Anstieg des Meeresspiegels

 Da ist man in der alarmistischen Welt nicht kleinlich 10-60 m Meeresanstieg sollen es schon sein.

Das ist richtig!

Aber nur, wenn das Grönlandeis und/oder das Eis der Antarktis vollständig abschmelzen!

Aber wie realistisch ist dies, vor allem in welchem Zeitraum?

 Weiterlesen, PDF:

Die Angst vor dem Anstieg des Meerespiegels

 

4) Die Sonne schwächelt

 Die veränderlichen Aktivitäten der Sonne, die Anzahl, Verteilung der Sonnenflecken und die Zeitdauer eines Sonnenfleckenzyklus, können deutlich mit Klimaveränderungen korreliert werden. Dies trifft insbesondere auch auf die besonders kalten Zeiten während der Kleinen Eiszeit 1300 bis Ende des 19. Jahrhundert zu, in denen die Zahl der Sonnenflecken gering war oder in denen überhaupt keine Sonnenflecken zu sehen waren.

Es bezweifelt heute kaum noch jemand, dass diese Korrelation auch Ursache und Wirkung miteinander verbindet.

Weiterlesen, PDF:

Die Sonne schwächelt

 

5) Die CO2 Sensitivität – eine Übersicht

Die CO2 Klimasensitivität ist definiert als Beitrag des Treibhausgases CO2 inklusive aller Verstärkungs- und Abschwächungsfaktoren, wenn man seine Konzentration in der Atmosphäre verdoppelt.

Ich gehe hier nur auf so genannte die Transiente Klima Sensitivität TCS des CO2 ein, mit der wir unmittelbar in diesem Jahrhundert zu rechnen haben.

Über noch längere Zeithorizonte zu spekulieren, die Gleichgewichts-Sensitivität ECS betreffend, ist ein anderes Thema.

Weiterlesen PDF:

Die CO2 Sensitivität

 

 

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COP 24 in Kattowitz – ein Erfolg !?

Die Klimakonferenz COP24 in Kattowitz (Katowice) ging diesen Monat ihrem Ende entgegen.

Mit mehr als 25.000 Delegierten und Journalisten und einem medialen Dauerfeuer ein wahrhaft großes Unterfangen, mit dem Ziel, das Klima beherrschen zu wollen.

Die Erde wird nicht mehr bewohnbar sein, wenn nicht sofort und dramatisch etwas gegen die Erwärmung unternommen wird, so der Tenor!

Nun, was haben die so zahlreichen Teilnehmer erreicht?

Die Ergebnisse seien im Folgenden genannt:

  • Ab 2020 müssen die Staaten über ihre Maßnahmen zur Senkung der Kohlendioxyd- (CO2) Emissionen berichten.
  • Die Staaten müssen ihre Emissionen publizieren.
  • Alle 5 Jahre wird ab 2023 Bilanz gezogen, ob die Emissionsreduktionen ausreichen, die globale Erwärmung zu begrenzen.
  • Ab 2025 sollen die Industriestaaten – evtl. Schwellenländer – die Finanzhilfen für die Entwicklungsländer aufstocken, um die Folgen der Erwärmung zu reduzieren.
  • Schäden und Verluste durch die globale Erwärmung werden thematisiert, ohne dass völkerrechtlich Forderungen an die Industriestaaten daraus entstehen.
  • Am Internationalen Handel mit CO2-Zertifikaten dürfen nur Staaten mitmachen, die beschriebene Ziele zur Begrenzung der CO2 Emission einhalten.

Der zuletzt angeführte Punkt ist die alleinige Bestrafung für die Nichteinhaltung dieser Regeln. Natürlich könnte jedes Land seinen eigenen Zertifikathandel betreiben.

Die genannten Reduktionsziele bestimmt jedes Land auf freiwilliger Basis, man nennt dies die INDC´s (Intended National Determined Contribution), beschlossen auf der Pariser Klimakonferenz COP21 (2015)

Dieses offensichtliche Null-Ergebnis wurde von fast allen Teilnehmern als wichtiger Meilenstein zur Reduktion der globalen Erwärmung begrüßt.

Deshalb hat man sich auch gleich wieder für die COP25 angemeldet, leider nicht in Brasilien (die Regierung dort wollte nicht), sondern in Chile.

Eine lustige Party-Sause folgt offensichtlich der anderen. Aus Ghana waren ca. 400 Delegierte zur COP 24 angereist!

Man gönnt sich ja sonst nichts!

Nun aber zurück zur Realität, zu den Ergebnissen aus der COP21 in Paris.

Man kann es wirklich kaum glauben, aber dort hat man ausgehandelt, die Industrieländer zu bewegen 100 Milliarden $ pro Jahr den Entwicklungsländern ab 2020 zunächst bis 2030 bereitstellen, danach sollen es mehr werden. Das sind

1 Billion US $, 1000 Milliarden US $!!!!

Dafür soll die Emission des Treibhausgases CO2 reduziert werden, nach Geschmack und Willen der einzelnen Nationen. Dies nennt man Intended National Determined Contribution (INDC).

Das MIT (Massachusetts Institute of Technology), eine der Elite Universitäten der USA, hat nun mit aufwendigen Modellen berechnet, dass man unter der Voraussetzung, dass die vorgenannten jährlichen Einsparungen an Emissionen in gleicher Höhe (INDC´s) bis 2100 eingehalten werden, 0,2 °C an globaler Erwärmung einspart.

Das wären bei Fortschreibung der Zuwendungen für die Entwicklungsländer durch die Industriestaaten bis 2100 dann lockere 80.000 Milliarden US $.

http://globalchange.mit.edu/research/publications/other/special/2015Outlook

Björn Lomborg, Professor an der Kopenhagener Business School, kommt mit einem anderen Modell zu einem ähnlichen Ergebnis: 0,17 °C.

Lomborg gibt auch einen Wert für die Temperaturerniedrigung durch die Emissionsreduzierung auf Grund der INDC´s bis 2030 an.

Diese beträgt 0,05 °C.

http://wattsupwiththat.com/2015/11/10/lomborg-paris-climate-pact-will-reduce-temperature-increase-by-the-end-of-the-century-by-a-whopping-0-05c/

Ein nicht messbarer Effekt!!!!!

Ein glänzendes Ergebnis für die Klimakonferenzen COP22-24!!!!

RL

Dezember 2018

Eine eigene Rechnung hierzu ist auf der nächsten Seite beschrieben.

 

Für Interessierte:

Eine entsprechende einfache Rechnung ergibt das gleiche Ergebnis:

Die Berechnung erfolgt nach einer Relation, die von allen Klimawissenschaftlern, seien es Alarmisten oder Skeptiker anerkannt wird.

ΔT = f*ln(CO2-Konzentration/CO2-Konzentration vorindustriell)               (1)

CO2 –Konzentration: Zum Zeitpunkt der Berechnung vorhandene CO2 Konzentration

CO2 –Konzentration vorindustriell: 280 ppmV (CO2 Moleküle pro Million Luftmoleküle in einem Luftvolumen V)

MIT und Lomborg gehen von einer Sensitivität für CO2 bei der Verdopplung der Konzentration in der Atmosphäre von 4,5 °C aus, also vom extremen oberen Wert, um den Effekt der INDCs zu berechnen.

Aus Gleichung (1) ergibt sich:

ΔT = 4,5°C = f*ln(2*280/280)    

Damit kann man f berechnen.

f = 6,5 °C

Dieser Faktor f umfasst auch sämtliche Rückkopplungen, Verstärkungen z. B. durch andere Treibhausgase, durch Veränderung der Wolkenbildung, Ozeanströme etc…

Gemäß dem „Business as Usual“ erwartet man für 2030 eine Konzentration für CO2 in der Atmosphäre von 460 ppmV.

Damit erhält man eine globale Temperurerhöhung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter von

ΔT = 6,5*ln(460/280) = 3,2268 °C

Durch die INDCs ergibt sich gemäß ICNDT´s eine Reduktion von 4,2 ppmV (Stand 2016, 33 Gt CO2) bis 2030, also 455,8 ppmV.

Damit eine Temperaturerhöhung von

ΔT = 6,5*ln(455,8/280) = 3,1672 °C

Der Unterschied beträgt somit

ΔT = 0,06 °C

In guter Übereinstimmung mit dem Wert von Lomborg.

PDF:

COP24 Erfolg 181223

 

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Vom Klimaalarm zur Handlungs-Utopie – Der Sonderbericht IPCC 1,5 °C

Das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) war noch nie kleinlich, wenn es darum ging, den Einfluss des Menschen auf das Klima durch die Emission von Kohlendioxid (CO2) zu dramatisieren. In seinem letzten Sonderbericht IPCC-SR15 übertrifft es sich jedoch und macht sich lächerlich.

http://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_ts.pdf

Oder wie soll man es bezeichnen, wenn zur Vermeidung -von auf der Basis von Rechenmodellen- vorhergesagtem Weltuntergang, eine Emissionsreduktion der CO2 Emission durch Nutzung fossiler Brennstoffe gefordert wird, die unmöglich weder technisch noch kostenmäßig bewältigt werden kann.

Bei derartiger Forderung wird auch ein gestandener gläubiger Klima-Alarmist nur noch die Arme heben können und zugeben müssen, vergessen wir die ganze Vermeidung von CO2-Emissionen durch fossile Brennstoffe und lasst uns auf die Anpassung auf eventuelle Klimafolgen konzentrieren.

Der originale IPCC Report umfasst insgesamt 25 Seiten und 5 Abschnitte TS1 bis TS5.

http://report.ipcc.ch/sr15/pdf/sr15_ts.pdf

Im Folgenden werde ich meine Bemerkungen auf die zusammengefasste deutsche Übersetzung beziehen, die ebenfalls in 5 Abschnitte A-D aufgeteilt ist.

Um die Lesbarkeit zu erleichtern, werde ich mich auf einzelne Passagen beschränken, die aber auch im Wesentlichen den Inhalt des Berichtes beschreiben. Abschnitt D habe ich nicht kommentiert.

https://www.de-ipcc.de/media/content/Hauptaussagen_IPCC_SR15.pdf

A: Globale Erwärmung um 1,5 °C verstehen4

B: Projizierte Klimaänderungen, ihre möglichen Folgen und damit verbundene Risiken

C: Mit 1,5 °C globaler Erwärmung konsistente Emissionspfade und Systemübergänge

D: Stärkung der weltweiten Reaktion im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Bemühungen zur Beseitigung von Armut

A:

„A1. Menschliche Aktivitäten haben Schätzungen zufolge etwa

1,0 °C globale Erwärmung5 über vorindustrielle Werte verursacht,

mit einer wahrscheinlichen Bandbreite von 0,8 °C bis

1,2 °C. Die globale Erwärmung erreicht 1,5 °C wahrscheinlich

zwischen 2030 und 2052, wenn sie mit der aktuellen Geschwindigkeit

weiter zunimmt (hohes Vertrauen).

A2. Die Erwärmung durch anthropogene Emissionen seit vorindustrieller

Zeit bis heute wird für Jahrhunderte bis Jahrtausende

bestehen bleiben und wird weiterhin zusätzliche langfristige

Änderungen im Klimasystem bewirken, wie zum Beispiel einen

Meeresspiegelanstieg und damit verbundene Folgen (hohes

Vertrauen), aber es ist unwahrscheinlich, dass diese Emissionen

allein eine globale Erwärmung von 1,5 °C verursachen

(mittleres Vertrauen).

A3. Die klimabedingten Risiken für natürliche und menschliche

Systeme sind bei einer globalen Erwärmung um 1,5 °C höher

als heute, aber geringer als bei 2 °C (hohes Vertrauen). Diese

Risiken hängen von Ausmaß und Geschwindigkeit der Erwärmung,

geografischer Lage, Entwicklungsstand und Vulnerabilität

sowie der Wahl und Umsetzung von Anpassungs- und Minderungsmöglichkeiten

ab (hohes Vertrauen)

Kommentar zu A1:

Diese Aussage ist bereits grundsätzlich falsch. Richtig ist, dass der global gemittelte Anstieg der Temperaturen seit vorindustrieller Zeit um 1°C gestiegen ist. Aber der Anstieg um 0,5°C bis 1940 kann keineswegs durch anthropogene Aktivitäten erfolgt sein, da CO2 Emissionen erst nach dem II. Weltkrieg merkliche Werte betrugen!!!

Eine weitere Erwärmung um 0,5°C könnte bis 2052 erreicht werden. Dieses halbe Grad zusätzlich soll uns dann in einen Alarmzustand versetzen, wenn bisher 1°C Erwärmung nur positive Ergebnisse zeigten:

Die Erde wurde Grüner!

Vorindustriell waren wir noch in der Kleinen Eiszeit mit erheblich unangenehmeren Temperaturen. Im römischen Klimaoptimum war es wärmer als heute, im mittelalterlichen Klimaoptimum etwa so warm wie heute, die Minoer hatten allemal um ca. 1 °C höhere Temperaturen!

Kommentar zu A2:

Ob der derzeitige Zustand hunderte oder tausende Jahre betragen wird, auch wenn keine Emissionen von CO2 mehr erfolgen, ist eine Aussage, die sehr fragwürdig ist, wenn man bedenkt, dass die Verweilzeit von CO2 mit Sicherheit kleiner als 100 Jahre beträgt.

Kommentar zu A3:

Mein Gott! Das ist aber eine erstaunliche Aussage. Die Einflüsse einer Erwärmung auf 1,5 °C werden geringer sein als bei 2 °C. Darauf wäre ich nie gekommen!!

B:

B1. Klimamodelle projizieren belastbare6 Unterschiede regionaler

Klimaeigenschaften zwischen heutigen Bedingungen und

einer globalen Erwärmung um 1,5 °C7 sowie zwischen 1,5 °C

und 2 °C..…

B2. Bis 2100 wird der globale mittlere Meeresspiegelanstieg

laut Projektionen bei 1,5 °C globaler Erwärmung um etwa 0,1 m

geringer als bei 2 °C sein (mittleres Vertrauen)

 

Kommentar zu B1-B6:

Hier gilt das Gleiche wie zu A3!!!

 

C1 (von C1-C3):

„C1. In modellierten Pfaden mit begrenzter oder ohne Überschreitung

von 1,5 °C nehmen die globalen anthropogenen

Netto-CO2-Emissionen bis 2030 um etwa 45 % gegenüber dem

Niveau von 2010 ab (Interquartilbereich 40–60 %) und erreichen

um das Jahr 2050 (Interquartilbereich 2045–2055) netto

null…

Kommentar zu C1:

Die für das 1,5 °C Szenarium geforderten CO2 Reduktionen von 45% gegenüber 2010 und Netto Null Emissionen bis 2050 sind so etwas von irreal, dass man nur den Kopf schütteln kann.

Emissionen und Reduktionsvorgaben:

Bisher betrugen die Anteile an CO2 Emissionen folgende Werte für 2015:

Volksrepublik China 26,4 %

Vereinigte Staaten   17,7 %

Indien                     5,3 %

Russland                   4,9 %

Japan                      3,8 %

Deutschland               2,4 % an 6. Stelle!

….

Die drei ersten Länder emittieren gut die Hälfte aller Emissionen mit 18,26 Gt CO2. Deutschland 2,4 % nach Russland und Japan! Und an den CO2 Reduktionen Deutschlands soll die Welt genesen????

Sowohl China als auch Indien haben unmissverständlich klar gemacht, dass sie vor 2030 keine Reduktionen vornehmen können, um den wachsenden Wohlstand ihrer Bevölkerung nicht zu reduzieren.

Im Gegenteil: China wird seine Emissionen bis 2030 um mindestens 50 % steigern (man baut dort fast alle 1-2 Wochen ein neues Kohlekraftwerk, die teilweise ältere allerdings ersetzen sollen), Indien um etwa 300%. Gemäß Klimaabkommen von Paris sollen die Industrieländer drastisch reduzieren, ohne Rücksicht auf den derzeitigen Wohlstand ihrer Bevölkerung (und außerdem 100 Milliarden $ pro Jahr an die sich entwickelnden Länder inklusive China, Indien überweisen).

Jetzt muss man nur noch ein wenig rechnen:

Der heutige Wert an Emissionen beträgt etwa 35 Gt CO2.

Selbst wenn alle anderen Länder ihre Emissionen um 45 % herunterfahren würden gemäß IPCC 15 Forderung, ergibt sich somit

35 Gt*(1,5 (China)*0,264+3 (Indien)*0,053)=19,43 Gt, also 56 % der heutigen Emissionen, dagegen sind 0,45*35 Gt=15,8 Gt für die 1,5 °C bis 2030 maximal erlaubt.

Rechnet man noch die USA heraus, die aus dem Klimaabkommen ausgetreten sind und bei 17,7 % von 35 Gt (6,2 Gt) an Emissionen bis 2030 nicht abgehen wollen, so müsste die restliche Welt außer USA, China und Indien eine Reduktion von 162% vornehmen.

Wird wohl selbst rechnerisch nicht vorkommen können!!

Die Internationale Energie Agentur (IEA) geht auf Grund des Bevölkerungswachstums, des Anwachsen globalen Handels und Wohlstandes davon aus, dass der Energieverbrauch bis 2030 sicher um 20 % anwachsen und gestillt wird im Wesentlichen durch fossile Brennstoffe.

Das bedeutet, dass man 2030 wohl eher mit 35 Gt*1,2 = 42 Gt an CO2 Emissionen pro Jahr rechnen muss, was die Angelegenheit noch illusorischer macht!

Können wir uns dies leisten??

Im Jahr 2017 wurden etwa 280 Milliarden € in erneuerbare Energieträger investiert. Um das IPCC Ziel von 1,5 °C zu erreichen müssten 2.000 Milliarden € pro Jahr investiert werden.

Eine Summe, die zu realisieren alle Vorstellungskraft übersteigt. Wind- und Solarenergie können dies aus offensichtlichen Gründen (Versorgungssicherheit) nicht leisten, also bleibt derzeit fast ausschließlich die Kernenergie.

Abschließend muss natürlich festgehalten werden, dass sich die IPCC 1,5 °C Vorgaben nur aus Modellrechnungen ergeben, die heutige Messungen nicht reproduzieren können, sondern viel zu hohe Werte für den Treibhauseffekt des CO2 als Ergebnis produzieren.

Die Klimatologin Judith Curry sagt zu dem IPCC Bericht 1,5 °C sehr pointiert:

„Über Land haben wir schon die 1,5 °C Marke seit 1890 übertroffen. Um 1820 (Bemerkung RL: in der Kleinen Eiszeit) waren die Temperaturen mehr als 2 °C niedriger.“

Das „Experiment“ haben wir also bereits ohne negative Folgen hinter uns.

Warum 0,5 °C jetzt diese nicht realisierbaren Anstrengungen nötig machen sollen, um uns vor dem von Klimaalarmisten angedrohten Armageddon, dem Weltuntergang zu retten, bleibt das Geheimnis des IPCC.

Es macht sich somit wiederholt unglaubwürdig!!

RL

PDF: IPCC Sonderbericht

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Stephen Hawkins Apocalypse: Klimawandel

Stephen Hawkins Apocalypse: Klimawandel

Am 2. Juli dieses Jahres hat der berühmte Physiker Stephen Hawkins, der unheilbar krank nur über einen Computer mit der Außenwelt sprachlich kommunizieren kann, in einem Interview mit BBC davor gewarnt, dass die Erde bei weiteren CO2 Emissionen enden kann wie unser Nachbarplanet Venus.

Er sagte (frei übersetzt): „Wir sind nahe an einem Umkehrpunkt (Tipping Point), ab dem die Globale Erwärmung unumkehrbar ist. Die Aktion von Trump könnte die Erde über die Klippe bringen, so dass sie wird wie die Venus, mit einer Temperatur von 250 °C, Schwefelsäure regnend. Klimawandel ist eine der größten Gefahren denen wir ausgesetzt sind, und es ist eine, die wir vermeiden können, wenn wir jetzt handeln. Die Evidenz des Klimawandels zu leugnen und aus der Pariser Klima Übereinkunft auszusteigen, bedeutet, dass Trump vermeidbare Umweltschäden an unserem wunderbaren Planeten verursacht, die die natürliche Welt für uns und unsere Kinder bedrohen.“

http://www.bbc.com/news/science-environment-40461726

Nun, als Physiker, muss ich leider feststellen, dass der Kollege Hawkins so was von daneben liegt, dass es fast schon blamabel ist. Hawkins ist ein genialer Astrophysiker mit großartigen Überlegungen zur Physik der Schwarzen Löcher und deren quantenmechanischen Auflösung.

Auch mich hat die Astrophysik immer wieder fasziniert.

Leider und offensichtlich fehlt Hawkins aber zur Beurteilung klimatologischer Effekte durch das Treibhausgas CO2 jegliches Basiswissen. Auch die Beurteilung der Entstehung der Temperaturen auf der Venusoberfläche ist ihm fremd, dabei hätte ihm ein Klick ins Internet von der Unhaltbarkeit seiner Aussage überzeugen können. Er hätte sicher davon Abstand genommen.

(Bemerkung:

Leider findet man diese merkwürdige Überheblichkeit von fachfremden Wissenschaftlern immer wieder, wenn sie sich über Dinge auslassen, die jenseits ihres Fachbereiches liegen. Ein gutes Beispiel hierfür ist übrigens auch Harald Lesch, ein renommierter Astrophysiker, der glaubt über den Klimawandel relevante Aussagen machen zu können. Das funktioniert nicht!! Klima ist auch für Physiker ein komplexes Wissensgebiet, in das man sich schon etwas länger intensiv einarbeiten muss. Auch ich bin nicht als Klimatologe geboren worden, aber habe mich seit mehr als 15 Jahren ausgiebig damit beschäftigt.)

Zurück zum Thema!

Wie sieht es auf der Venus aus:

  • Radius r: 6.051 km; (Erde ca. 6.371 km)
  • Abstand von der Sonne R: 0,72 AE (108.200.000 km); (Erde: 1 AE)
  • Mittlere Oberflächentemperatur: 462 °C bzw. 735 K; (Erde 15°C bzw. 288 K)
  • Hauptbestandteile der Atmosphäre: 96 % CO2, 3% N2, 0,015% SO2; (Erde: 0,04% CO2)
  • Druck der Atmosphäre an der Oberfläche: 92 bar; (Erde 1 bar)
  • Albedo a (im Prinzip der Reflexionsgrad der Sonnenenergie eines Planeten: ca. 0,75; (Erde: 0,36)

Damit kann man nun rechnen:

Die eingestrahlte Sonnenenergie S auf die Planeten ist umgekehrt proportional zum Abstand R2 und proportional zur Absorption durch die Oberfläche (1-a).

Für unsere Überlegungen kann man annehmen, dass die Radien der beiden Planeten gleich sind.

Da die von der Sonne eingestrahlte Energie im Gleichgewicht identisch sein muss zur vom Planeten abgestrahlten erhält man aus dem Stephan-Boltzmann Gesetz mit S, proportional zu T4,für das Verhältnis der Temperaturen ohne Treibhausgasverstärkungen:

T(Venus)/T(Erde) =[(1-a(Venus)/(1-a(Erde)]1/4 x R(Erde)1/2/R(Venus)1/2=0,93

T(Venus)=268 K = -5 °C

Der Treibhauseffekt durch Kohlendioxid muss also den Unterschied machen.

Nun ist die Menge des Treibhausgases Kohlendioxid auf der Venus 97/0,04 x 92=223.000 mal höher als auf der Erde.

Da sich der Treibhauseffekt des CO2 proportional zum natürlichen Logarithmus seiner Konzentration verhält, ist dieser auf der Venus um einen entsprechenden Faktor höher

ln [CO2(Venus)/Co2 (Erde)] =12,3

Nimmt man an, dass der Treibhauseffekt auf der Erde 33 °C beträgt und durch CO2 hervorgerufen wurde, so ergibt sich eine Temperatur auf der Venusoberfläche von ca. 400°C.

Ein abgeschätzter Wert, der nicht so weit von der gemessenen Temperatur auf der Venusoberfläche 462 °C entfernt ist, wenn man bedenkt, dass unsere Überlegung sehr qualitativ war.

Wie allerdings unser verehrter Physiker Stephen Hawkins auf die Idee kommen kann, dass die Temperatur auf der Erde durch Emission des Treibhausgases CO2 auf Venus ähnliche Werte kommen kann, bleibt sein Geheimnis.

Die Konzentration von CO2 auf der Erde durch Emission kann höchstens einen Faktor 2 gegenüber heute (400 ppmV) ausmachen, alleine schon durch die begrenzten Ressourcen an fossilen Brennstoffen und die zukünftige technische Entwicklung.

In der folgenden Graphik ist die Temperaturerhöhung bei weiterer Emission von CO2 dargestellt. Allgemein anerkannt (auch von den Mitarbeitern des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und ihres Chefs Prof. Schellnhuber) ist, dass der Einfluss des CO2 proportional zum natürlichen Logarithmus seiner Konzentration ansteigt. Der Proportionalitätsfaktor f kann leicht aus gemessenen Daten bestimmt werden, wenn man die CO2 Konzentrationen kennt und die in dieser Zeit gemessene Temperaturerhöhung. Für die Graphik liegt eine Temperaturerhöhung von 0,6°C zu Grunde bei einer Konzentrationsänderung von 280 ppmV auf 378 ppmV. Somit erhält man für f=2, inklusive aller Verstärkungen des von CO2 initiierten Temperaturanstiegs.

Dargestellt ist (schwarze Kurve) bei der Annahme des IPCC von 3°C Temperaturerhöhung bei Verdopplung. Die andere Kurve (lila) zeigt das Temperaturverhalten mit dem zuvor bestimmten Wert von f=2.

Selbst die mit zu hoher Klimasensitivität -zu starkem Einfluss des CO2 auf die Klimaerwärmung –aus Modellen berechneten Temperaturerhöhungen des IPCC gehen nur von Werten 1,5-4 ° C bei einer Verdopplung der CO2 Konzentration aus. Ein mit den heutigen Temperaturmessungen verträglicher Wert liegt eher bei 1,5 ° C oder darunter!

https://rlrational.files.wordpress.com/2015/02/c3bcbersensitiv1.pdf

Ein Blick in die paläontologische Vergangenheit zeigt, dass selbst bei einer CO2 Konzentration auf der Erde, die einen Faktor 10 höher war als heute, ein Kipp Punkt (Tipping Point) nicht zu erkennen ist.

Wir befinden uns heute erdgeschichtlich in einem Eiszeitalter, das definiert ist mit einer Erde, auf der mindestens ein Pol von Eis bedeckt ist. Heute sind es alle beide.

PDF: Stephen Hawkins and Climate Change

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Frohes Neues Jahr !! – oder doch nicht?!

 Ein frohes neues Jahr wünscht man: So ist es Brauch und sicher steht dahinter auch oft ein ernst gemeinter Wunsch.

Aber wie sieht es denn nun mit dem Neuen Jahr aus, nachdem bereits ein halber Monat vergangen ist?

Für Klimaalarmisten hat es nun ganz schlecht angefangen!!

1) Da wurde nun zum einen ein ausgemachter Klimaskeptiker zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt, der die Klimahypothese und den so genannten wissenschaftlichen Konsens (den es nicht wirklich gibt) auf die Prüfbank stellt.

24492184135-donald-trump

Den Klimavertrag von Paris möchte er neu – unter dem Gesichtspunkt des Nutzens für die USA –aufrollen.

Das wird eine spannende Angelegenheit. Die Klimaalarmisten stehen auf den Barrikaden und versuchen alles, eine wissenschaftliche rationale Neubewertung zu verhindern. Es stehen schließlich hunderte Milliarden € für die Klimaalarmisten auf dem Spiel, auf die sie natürlich nicht verzichten möchten!!

Wer würde dies an deren Stelle denn auch schon wollen.

Für einen Physiker wie ich, von Berufs wegen skeptisch, ist Trump diesbezüglich natürlich eine gute Nachricht. Mein berufliches Leben lang ist für mich die Wissenschaft dadurch definiert, dass Hypothesen und Theorien sich auf dem Feld der gemessenen Daten verifizieren müssen. Hierzu sagt einer der herausragenden Physiker des letzten Jahrhunderts Richard Feynman:

feynman-to-science1

Exzellent hat Feynman die wissenschaftliche Methode beschrieben, die auch den Grundsatz der Physik bildet (und die Klimatologie ist nichts anderes als ein Randgebiet der Physik!).

https://www.youtube.com/watch?v=kctmPaCkV0g

Und beim Klimaalarm, der sich nur auf Klimamodelle stützt, sieht es derzeit nicht danach aus, als ob Modelle und Realität übereinstimmen. Damit sind die Modelle nicht geeignet Prognosen für die Zukunft darzustellen (JR Christy, University of Alabama Huntington).

Christy

 

https://rlrational.wordpress.com/2015/12/20/messungen-und-klimamodelle-eine-ueberraschende-darstellung-der-diskrepanz/

Damit man mich nicht falsch versteht! Natürlich gibt es den so genannten atmosphärischen Treibhauseffekt, der mit steigender CO2 Konzentration zu einer höheren mittleren Temperatur auf der Erde führt. Er hat schließlich auch dazu geführt, dass die Erde kein Eisball ist. Die Frage ist nur, wie groß ist heute noch die Klimasensitivität dieses Treibhausgases, die besagt, welche Temperaturerhöhung ergibt sich bei Verdopplung der CO2 Konzentration. Die Alarmisten sagen 1,5 bis 4,5 °C. Basierend auf dem bisher gemessenen Temperaturanstieg werden es weniger! als 1,5 °C bis zum Ende dieses Jahrhunderts sein, wenn man denn bis dahin eine Verdopplung der CO2 Konzentration annimmt. Das würde bedeuten, ausgehend von 280 ppmV vorindustrieller Konzentration auf 560 ppmV bei Verdopplung (derzeit 400 ppmV), dass diese bei einem Anstieg von derzeit 2 ppmV/Jahr in 80 Jahren erreicht werden kann, falls unsere fossilen Brennstoffe überhaupt so lange reichen.

Im Grunde ist es für mich eine Frage der wissenschaftlichen Wahrheit, weshalb ich als Skeptiker den Wert von <1,5°C für realistisch halte; und dieser führt eben nicht zu einem Klimaalarm!

https://rlrational.files.wordpress.com/2015/12/sensitivitc3a4t-von-co21.pdf

Für meine Meinung erhalte ich von niemandem auch nur einen Cent, besitze auch keine Aktien, die in irgendeiner Form mit der Entwicklung des Klimas oder der CO2 Emission zusammenhängen.

Würden die gemessenen Werte auf eine Temperaturerhöhung hinweisen, die eine wesentlich höhere Sensitivität des Treibhausgases CO2 als Basis hätte, würde ich genauso deutlich dazu stehen.

Und Übrigens: Gegen eine gewisse Temperaturerhöhung in Deutschland hätte ich überhaupt nichts einzuwenden, möchte schon gar nicht unter den Bedingungen der „Kleinen Eiszeit“wie noch im 19. Jahrhundert leben!!

2) Der El Nino, der zur Freude der Klimaalarmisten zu einer Erhöhung der globalen Mitteltemperatur geführt hat, hat sich recht schnell verabschiedet und ist einer gemäßigten La Nina gewichen.

elninometer-current-170116nino3_4-170116

https://rlrational.wordpress.com/2016/02/20/ergaenzung-aktuelle-vorhersage-noaa-zu-el-nino-und-la-nina/

Dies hat naturgemäß zu einer stark und schnell abfallenden globalen Mitteltemperatur geführt. Dies ist in der nächsten Abbildung zu sehen. Hier sind die Daten der Satellitenmessungen RSS bis einschließlich Dezember 2016 als Anomalien, d.h. Abweichung vom langjährigen Mittel, dargestellt.

http://woodfortrees.org/plot/rss-land/from:1997/plot/rss/from:1997

img_1229

Die Temperaturdaten der Satellitenmessungen der UAH (University of Alabama Huntington) von Roy Spencer zeigen das gleiche Ergebnis.

uah_lt_1979_thru_december_2016_v6

Mit dem schnellen Ende des El Nino hat sich auch die Hoffnung der Alarmisten zerschlagen, dass sich das Jahr 2016 deutlich als heißestes Jahr seit Aufzeichnung herausstellt. Es ist in der Tat um 0,02°C wärmer als der bisherige Rekordhalter 1998 (ebenfalls ein El Nino Jahr!) mit 0,48°C, allerdings mit einem Messfehler von ca. 0,1°C, also statistisch nicht relevant.

3) Die Messdaten Ende Dezember 2016 (siehe Abbildung oben) deuten darauf hin, dass wir auch im Jahr 2017 eine Fortsetzung der Temperaturkonstanz (Hiatus) oder eines nur geringfügigen Anstiegs seit nunmehr fast 20 Jahren erleben. Auch dies hat kein Klimamodell vorhergesagt.

Nun gut, Vorhersagen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Warten wir also ab. Sollte es die Sonne an den Tag bringen, werden wir sogar mit leicht fallenden Temperaturen rechnen müssen, denn die Aktivität der Sonne, ausgedrückt durch die Zahl der Sonnenflecken, wird in den nächsten Sonnenzyklen wohl deutlich zurückgehen.

Wer einen Zusammenhang der Erdtemperaturen mit der Sonnenaktivität heute noch leugnet, dem ist allerdings auch nicht mehr zu helfen.

https://rlrational.wordpress.com/2015/08/28/die-sonne-schwaechelt-erleben-wir-in-zukunft-ein-dalton-und-maunder-minimum-mit-entsprechender-temperaturerniedrigung/

4) Und nun auch noch zu Beginn des Jahres 2017 die Eiseskälte, die ganz USA außer Hawaii und Florida erfasst hat.us-big-chill-2017

Alle Staaten haben Temperaturen unter 0°C, 25 Staaten (30%) unter -18°C und 6 Staaten unter -29°C.

Hinzu kommt, dass fast überall in Deutschland ebenfalls eisige Temperaturen herrschen (16.01.2017, deutschlandweit <-5°C)) und lange nicht gemessene Schneehöhen von 54 cm in Hellenthal/Eifel (Weißer Stein), Monschau/Eifel 40 cm vorhanden sind, in den deutschen Alpen, z. B. Berchtesgaden Berg 130 cm, im Bayrischen Wald 80-130 cm, in unserem Lieblingsskiort Tauplitz Steiermark 40-250 cm!

16.01.2017

schneehoehe-tauplitz-170116

Schnee, den es in eigentlich schon lange nicht mehr geben dürfte!

(Am 1. April 2000 hat der Klimaforscher Mojib Latif noch verkündet: “Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”. Es war von ihm nicht als Aprilscherz gemeint.)

Klar, das ist alles noch Wetter und kein Klima!

Wäre es umgekehrt, also zu warm und gäbe es keinen Schnee, würden es die Klimaalarmisten wie gewohnt als Bestätigung ihrer Modelle laut hinausposaunen, und so mancher Medienfürst mit Begeisterung verbreiten.

Das alles passt nun nicht so richtig in das Weltbild der Klimaalarmisten.

RL

PDF hier:

rlrational-frohes-neues-jahr-2017

 

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