RL-Rational

Gott hat uns den Verstand gegeben, aber nicht verboten ihn zu benutzen!

Der Iris Effekt


In meinem Artikel „Die 100 Milliarden € Frage“ wurden wissenschaftliche Arbeiten besprochen, die belegen, dass die Rückkopplung einer durch Kohlendioxid (CO2) hervorgerufenen Temperaturerhöhung negativ ist, diese also reduziert.

In diesem Artikel soll nun ein Grund für eine negative Rückkopplung beschrieben werden.
Lindzen, Chou und Hou haben im Bulletin der Amerikanischen Meteorologischen Gesellschaft einen Iris Effekt im Zusammenhang mit Cumulonimbus (Gewitterwolken) und Cirrus Wolken (Eiswolken) in den Tropen beschrieben, die einen negativen Rückkopplungseffekt bewirken:
„Does the Earth Have an Adaptive Infrared Iris?” Bulletin of the American Meteorological Society. Vol. 82, No. 3, March 2001
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Der IRIS Effekt

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Kiribati geht unter !?

Im Kölner Stadtanzeiger erschien am 19.07.2010 ein ganzseitiger Artikel mit dem Titel „Am Ende des Regenbogens“ (von Carsten Stormer).
Darin heißt es einleitend „Im Südpazifik versinkt das Inselreich Kiribati im Meer“.
Kiribati ist ein Inselstaat im Pazifik und erstreckt sich über eine Vielzahl von Inseln in Mikronesien und Polynesien 4800 km entlang des Äquators in Südöstlicher Richtung.
Laut Volkszählung von 2005 betrug die Einwohnerzahl insgesamt 92.000 Menschen. Die Bevölkerungsdichte in der Hauptstadt Tarawa beträgt 2558 Einwohner, die höchste weltweit. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass das Land mit großen Umweltproblemen, die nicht auf den Klimawandel zurückzuführen sind, zu tun hat.
Ein Großteil des Landes befindet sich weniger als 2 m über dem Meeresspiegel.
Die UN haben Kiribati vorhergesagt, dass es als eines der ersten Länder durch den steigenden Meeresspiegel im 21. Jahrhundert überflutet wird.
Wie sieht es tatsächlich aus?

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Kiribati geht unter

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Die 100.000.000.000 € Frage


Die 100.000.000.000 € (100 Milliarden €) Frage lautet ganz einfach:

Ist die Rückkopplungsverstärkung bei Erhöhung der Kohlendioxidkonzentration (CO2) in der Atmosphäre positiv oder negativ?

Durch die Nutzung fossiler Brennstoffe erhöht der Mensch die Konzentration des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre. In diesem Jahrhundert findet sehr wahrscheinlich eine Verdopplung von 280 ppmV auf 560 ppmV statt – allen Reduktionsbemühungen zum Trotz. Das entspricht dem Verbrauch aller Reserven (1200 Gigatonnen Kohlenstoff) an Kohle, Gas und Erdöl. Nach Berechnungen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) führt dies zu einer Temperaturerhöhung von ca. 1°C, wenn keine Rückkopplungsverstärkungen auftreten. Das ist ein im Großen und Ganzen anerkannter Wert unter den Klimatologen, den Befürwortern einer katastrophalen Klimaentwicklung und den Skeptikern (wie ich), die keinen Klimaalarm voraussehen.
Wir unterscheiden uns genau bei der Eingangsfrage. Eine Temperaturerhöhung um 1°C bis zum Ende dieses Jahrhunderts wird niemand besonders erschrecken, hat man doch gerade bei den Katastrophikern das 2°C Ziel als maximal noch vertretbare Temperaturerhöhung ausgerufen.
100 Milliarden € (!) sind die volkswirtschaftlichen Ausgaben, um die CO2 Emissionen bis Ende dieses Jahrhunderts in Deutschland bis 2020 auf unter 20 % des Wertes von 2005 zu verringern.

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Die 100 Milliarden Euro Frage

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Weltrekord Hitze!!

Wetterforscher messen Weltrekord Hitze
Spiegel Online 16.07.2010
2010 wärmste 1. Halbjahresperiode seit Aufzeichnung?!

So lauten die heutigen Schlagzeilen.
Normalerweise beteilige ich mich nicht an Aussagen, die sich auf einen nur so kurzen Zeitraum beziehen. Das ist Wetter und kein Klima.
Und was heißt schon seit Aufzeichung. Die startete ca. 1800 noch in der „Kleinen Eiszeit“. Vergleichen müsste man es eigentlich mit dem „Römischen oder mittelalterlichen Klimaoptimum“?

Hier muss man doch einmal ein paar klärende Worte zur Situation sagen, bevor man uns verdummen will.

Zur Erinnerung: Wir kommen aus der so genannten „Kleinen Eiszeit“, die von 1300 bis 1900 dauerte. Kälte, Mangelernährung, Epidemien wie die Pest und schlechte Lebensbedingungen waren die Eigenschaften dieser Zeit.
Wir erholen uns und befinden uns nun seit 2000 im „Modernen Klimaoptimum“ ähnlich dem „Mittelalterlichen Klimaoptimum“ mit im Grunde angenehmen Temperaturen (siehe erste Abbildung).

Seit dem Jahr 2000 nimmt die global gemittelte Temperatur nicht mehr zu (siehe nächste Abbildung, Satellitenmessungen UAH).

Natürlich befinden wir uns nun auf einem hohen Temperaturniveau (siehe auch Nachts ist es kälter als draußen)
Klar zu erkennen sind die Abweichungen der Temperaturanomalien in den El Nino Jahren nach oben und den meistens darauf folgenden La Nina Jahren nach unten. So trägt auch der relativ kräftige El Nino 2009/2010 zu einer ordentlichen Temperaturerhöhung global bei (nächste Abbildung).

Derzeit schwächt er sich dramatisch ab und wird in eine mehr oder weniger kräftige La Nina in der zweiten Hälfte dieses Jahres übergehen.
Das wird sich in den global gemittelten Temperaturen in den kommenden Monaten manifestieren.
2010 wird somit nicht als Jahr mit weltrekordverdächtigen hohen Temperaturen eingehen.
Warten wir doch einfach das Ende dieses Jahres ab.
Die in den Abbildungen genannten El Nino 3/4 Gebiete sind die Bereiche im Pazifischen Ozean, die besonders charakteristisch für El Nino und La Nina Ereignisse sind.

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Irrsinnig schön oder schön irrsinnig !!?


Ein wunderschöner Spätfrühjahrstag! Absolut geeignet für eine Radtour in unserer Umgebung auf den rekultivierten Braunkohleabbaugebieten.
Die Sonne, malerische Wolken und rapsgelbe Felder tauchten die Landschaft in ein Sonnenmeer.
Irrsinnig schön oder doch eher schön irrsinnig?

Voriges Jahr und die Jahre zuvor befanden sich hier Getreidefelder für Mehl, Brot. Jetzt Rapsfelder für die Gewinnung von Bioethanol, Biodiesel.
Klar, den Landwirten kann man keinen Vorwurf machen. Sie bauen an, was betriebswirtschaftlich gesehen den höheren Ertrag abwirft.
Die Vorgaben hierzu macht eine Regierung, vielleicht in bester Absicht, meistens leider ideologisch unreflektiert.
Die Preise für Grundnahrungsmittel werden steigen. Treffen wird es die Ärmeren, jetzt bereits die Ärmsten. Wie in Mexiko, als die USA einen Großteil ihrer Maisproduktion nicht mehr nach Mexiko lieferten, weil sie im eigenen Land zu Biodiesel verarbeitet wurde.
Die Folge: die Kosten für die Maistortillas stiegen aus Sicht der Ärmsten ins unerschwingliche.
Fast kam es zu einer Revolution, die Regierung musste die Preise stabilisieren.
Oder nehmen wir das Roden von Urwäldern, nur um hier Pflanzen für die Gewinnung von Bioethanol anbauen zu können.
Ich denke, es ist schön irrsinnig. Verblendung kann man es nennen, wie Stieg Larsson seinen ersten Band.

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